2G Energy: Neue Details zum Aktiensplit

2G Energy: Neue Details zum Aktiensplit
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In der vergangenen Woche hatte ich hier im Schlussgong bereits kurz über den anstehenden Aktienplit des deutschen Wasserstoff-Profiteurs 2G Energy berichtet. Heute hat das Unternehmen neue Informationen dazu vorgelegt, auf die ich gleich im Detail eingehen werde. Zunächst aber ein kurzes Portrait zu 2G für diejenigen, die das Unternehmen noch nicht so gut kennen.

Das im Jahr 2005 gegründete und im westfälischen Heek ansässige Unternehmen 2G Energy gehört zu den etablierten Unternehmen auf dem deutschen Markt für sogenannte dezentrale Energieerzeugung.

Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Energieerzeugungssystemen mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Blockheizkraftwerken (BHKW), die mit Erdgas, Biogas und Wasserstoff betrieben werden können, spezialisiert. Die KWK-Anlagen von 2G haben Leistungen von 20 bis 4.500 kW (kW = Kilowatt) und sorgen für eine unabhängige Versorgung mit Strom und Wärme.

Die Anlagen können in verschiedenen Branchen und Bereichen eingesetzt werden. Zu den Kunden von 2G zählen u. a. Industriebetriebe, Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger. Neben der Herstellung von BHKWs bietet das Unternehmen ganzheitliche Lösungen wie Planung und Installation sowie Service- und Wartungsleistungen an. Somit ist 2G in der Lage, nahezu die komplette Wertschöpfungskette rund um BHKW-Anlagen abzudecken.

Split steht in Kürze an

Der Aktiensplit von 2G Energy AG wird Anfang Juli durchgeführt. Den 2G-Aktionären stehen aufgrund ihres bisherigen Aktienbesitzes am 4. Juli 2022 (sogenannter Record Date), abends nach Börsenschluss, im Verhältnis 1:3 neue Aktien zu, das heißt auf jede alte Aktie entfallen zusätzlich drei neue Aktien.

Der jeweilige prozentuale Anteil eines Aktionärs am Kapital der 2G Energy AG verändert sich hierdurch nicht. Nach dem Split haben die 2G-Aktionäre somit die 4fache Aktienanzahl im Depot. Die neuen Aktien werden am 1. Juli 2022 (sogenannter Ex-Tag) an der Frankfurter Wertpapierbörse in die bestehende Notierung im Freiverkehrssegment Scale einbezogen.

Die Zuteilung der neuen Aktien durch die jeweiligen Depotbanken erfolgt für die berechtigten Aktionäre am 5. Juli 2022 (sogenannter Zahlbarkeitstag) mittels Depotgutschrift. Heißt: Den 2G-Aktionären werden die neuen, zusätzlichen 2G-Aktien an diesem Tag automatisch gutgeschrieben. Sie müssen als 2G-Aktionär also nichts unternehmen!

2G-Aktie soll attraktiver werden

Durch den Aktiensplit soll die 2G-Aktie (insbesondere für Privatanleger) attraktiver werden. Da optisch teure Aktien viele Anleger abschrecken, wirken sich Aktiensplits häufig positiv auf den Kursverlauf einer Aktie aus. Sie tun es aber nicht zwangsläufig. Daher sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Kursentwicklung durch einen solchen Schritt automatisch begünstigt wird.

Zwar kann man in der Regel davon ausgehen, dass ein Aktiensplit für steigende Kurserwartungen spricht, dennoch sollten Sie die Gesamtlage des Unternehmens nicht aus den Augen verlieren und die Perspektiven des Unternehmens in die Betrachtung mit einbeziehen. Für den Kauf der 2G-Aktie spricht aber nicht nur der anstehende Split. Auch die weiteren Wachstumsaussichten – speziell im Wasserstoffmarkt – sind positiv.