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PNE-Aktie: Bislang einer der Top-Performer in 2022

Inhaltsverzeichnis

Am vergangenen Wochenende fand nach zweijähriger Corona-bedingter Pause in Stuttgart die Anlegermesse Invest statt. Dort habe ich zusammen mit den geschätzten Kollegen Tobias Schöneich und Michael Kelnberger das erste physische Lesertreffen seit Beginn der Pandemie veranstaltet.

Im Rahmen des Lesertreffens haben wir den anwesenden Lesern verschiedene Aktien vorgestellt. Eine dieser Aktien war die des deutschen Windkraft-Spezialisten PNE, die im laufenden Jahr in einem sehr schwachen Gesamtmarkt ein hohes zweistelliges Plus aufweist.

Ursächlich dafür sind die guten Bedingungen und Perspektiven für die Branche der erneuerbaren Energien sowie ein Übernahmekampf, der um PNE entbrannt ist. Der größte PNE-Aktionär – ein Infrastrukturfonds der US-Bank Morgan Stanley – will seine Kontrolle bei PNE ausweiten.

Übernahmekampf um PNE

Die beiden weiteren Großaktionäre Enkraft und Active Ownership stemmen sich gegen eine (zu günstige) Übernahme. Der Infrastrukturfonds von Morgan Stanley hatte bereits 2019 versucht, den Windkraft-Spezialisten PNE zu übernehmen – war damals jedoch gescheitert. Aktuell hält der Fonds knapp 40% der PNE-Anteile.

Die beiden weiteren Großaktionäre Active Ownership und Enkraft kommen zusammen auf gut 17% der Stimmrechte. Dieser Übernahmekampf hat sich zuletzt positiv ausgewirkt, da die PNE-Aktie in den vergangenen Monaten in einem sehr schwachen Marktumfeld deutlich zulegen konnte.

Zugleich sprechen die zuletzt sehr gute operative Entwicklung im Unternehmen und die angesichts der beschleunigten Energiewende hervorragenden Perspektiven für weiter steigende Kurse.

PNE mit starkem Jahresauftakt

Schauen wir auf die jüngsten Zahlen: PNE ist operativ und finanziell dynamisch in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Für das 1. Quartal 2022 weist der Windkraft-Spezialist einen Umsatz in Höhe von 29,5 Mio. Euro aus. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein sattes Plus von 83,2%.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg sogar um 150,8% von 6,3 auf 15,8 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie explodierte förmlich von 0,01 auf 0,13 Euro.

Stärkster Ergebnistreiber war zuletzt das Segment „Stromerzeugung“, in dem sich die Gesamtleistung aufgrund der größeren installierten Basis in Verbindung mit dem verbesserten Windangebot und den hohen Strompreisen erheblich erhöht hat.

Ebenfalls positiv: Das PNE-Management hat im Rahmen der Vorlage der Zahlen zum 1. Quartal auch die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Es wird also weiterhin mit einem EBITDA zwischen 20 und 30 Mio. Euro gerechnet.

Meine Einschätzung zu PNE: Sollten Sie hier investiert sein, bietet es sich aus meiner Sicht an, die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Neu einstiegen würde ich hier nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen und Monate jedoch nicht mehr.