Bayer: Phänomenaler Gewinneinbruch – und doch herrscht Zuversicht

Nachdem Bayer seine Zahlen fürs vergangene Jahr vorlegte, wurde eins deutlich: Der Agrarchemie- und Pharma-Konzern hat alle Hände voll zu tun. Die Glyphosat-Kläger werden mehr. Dazu belasten Abschreibungen auf Unternehmenswerte. Denn der Konzern will sich von einigen Bereichen, konkret im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, trennen. Das spiegelt auch die Bilanz wider.

Unterm Strich brach das Konzernergebnis im vergangenen Jahr um rund drei Viertel, auf 1,7 Milliarden Euro ein. Durch die Monsanto-Übernahme verkündet der Konzern für das zurückliegende Jahr ein Umsatz-Plus von rund 13% auf 39,6 Milliarden Euro. Und nimmt man das Ebitda – lässt man also alles weg, was weh tut – von Steuern über Zinsen und Abschreibungen bis hin zu Sondereinflüssen – dann stieg das Ergebnis sogar leicht um 2,8% auf 9,5 Milliarden Euro. Nichts ist also nur schlecht – zumindest laut Konzernchef Baumann. Auf der Bilanz-Pressekonferenz sendete er beruhigende Botschaften an die Anleger – die Aktie notierte leicht im Plus.

Nach starkem Endspurt: Bayer erreicht alle Jahresziele

Nach starkem Endspurt: Bayer erreicht alle JahreszieleEntgegen aller Erwartungen wurden die für das Jahr 2019 festgesetzten Ziele von Bayer erreicht. Am Donnerstag trugen Werner Baumann und Wolfang Nickl die Zahlen des Chemie- und Pharmakonzerns vor. Trotz andauernder Medienberichte über die Klagewelle in… › mehr lesen

Marcus Schult
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.

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