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Break Even Point: Definition und Berechnung

Um eine Kalkulation für einen ökonomischen Produktabsatz aufzustellen, ist eine Berechnung der Gewinnschwelle für Unternehmer – und solche die es werden wollen – unerlässlich. Auf Grundlage dieser Größe sind der angestrebte Absatz und eine Markteinschätzung erst in Verbindung zu bringen. Ist die Absatzmenge zur Gewinnereichung bekannt, so ist es möglich einzuschätzen, ob das Projekt realisierbar ist oder nicht.

Der Break Even Point ist dabei diejenige Produktionsmenge, bei der erstmalig durch Berücksichtigung der Fixkosten und variablen Kosten ein Gewinn erwirtschaftet wird. Dieser Punkt (auch Gewinnschwelle genannt) ist das erste Ziel, das ein Unternehmer beim Produktabsatz erreichen sollte.

Mehr zum Thema: Die Gewinnschwelle des Unternehmens

Die Definition des Break Even Points

Der Break Even Point ist der Punkt, an dem Erlös und Kosten einer Produktion (oder eines Produktes) gleich hoch sind und somit weder Verlust noch Gewinn erwirtschaftet wird. Hierzu wird der Break Even Point oft auch grafisch dargestellt um eine visuelle Vorstellung des Kosten- und Umsatzverlaufs zu erhalten.

Dieser „Kostendeckungspunkt“ spielt vor allem im wirtschaftlichen Controlling eine bedeutende Rolle. Sobald der Punkt erreicht und überschritten wird, kann auf Grundlage der getätigten Investition eine Rendite errechnet werden.

Mathematisch betrachtet stellt sich die Berechnung des Break Even Points wie folgt dar:

Formel  

Den Break Even Point berechnen

?
Diese Formel bestimmt die Stückzahl bei der der Break Even Point erreicht ist. In diesem Punkt heben sich die Kosten und Verkaufserlöse auf. Dadurch sind die Kosten gedeckt und mit jedem weiteren verkauften Stück eines Produktes wird ein Gewinn erzielt.
$$\bo\text"Benötigte Absatzmenge"↙\text"(für Break Even Point)" = \text"gesamte Fixkosten" / \text"(Preis je Stück - variable Stückkosten)"$$
Ergebnis berechnen

Beispielberechnung des Break Even Points

Ein simples Beispiel soll die Berechnung des Break Even Points näher erläutern. Zur Weihnachtszeit überlegt sich ein fleißiger Student, mit einem Waffeleisen und einem kleinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt zu arbeiten. Die Standmiete für einen Tag beträgt 200 €. Die Herstellung einer Waffel (inklusive aller Kosten wie Teig, Strom etc.) kostet den Studenten 0,80 €. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Waffeln auf anderen Weihnachtsmärkten liegt bei 2,50€.

Nun kann er berechnen, welche Menge an Waffeln er verkaufen muss, um die Gewinnschwelle, also den Break Even Point, zu erreichen. Alle Werte in die Formel eingesetzt ergibt, dass er mehr als 117 Waffeln verkaufen müsste, um in die Gewinnzone zu kommen.

Mehr zum Thema: So ermitteln Sie die Gewinnschwelle

Erweiterte Break Even Point Betrachtung

Die Berechnung des Break Even Points lässt sich aber auch verändern um andere Schlüsse zu ziehen. Wenn der Student beispielsweise davon ausgeht, dass er am Tag mindestens 90 Waffeln verkaufen wird, so kann er den Mindestpreis zur Kostendeckung errechnen. Durch Umstellung der Formel kommt er auf sein Ergebnis:

Verkauft der Student 90 Waffeln zu einem Preis von  3,02 €, ist er am Break Even Point angekommen und erzielt mit jeder weiteren verkauften Waffel Gewinn. Der Break Even Point befindet sich also genau an der Stelle, an welcher der Umsatz einer bestimmten Menge des Produktes eine kostendeckende Größe erreicht. Dieser Punkt dient als Kalkulationsausgang für die ökonomische Sinnhaftigkeit einer Produktplatzierung im Markt.

6. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.