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Das ökonomische Prinzip: Begrenzte Möglichkeiten für grenzenlose Wünsche

Die Bedürfnisse und Wünsche des Menschen sind unbegrenzt. Die Mittel, die zur Verfügung stehen, um diese Bedürfnisse zu befriedigen, sind jedoch nur begrenzt verfügbar.

Ein Blick ins Wirtschaftslexikon sagt uns: „Als ökonomisches Prinzip wird der zweckmäßige Umgang mit den knappen wirtschaftlichen Gütern beschrieben.“ (Günther Flemming: Kleines Wirtschaftslexikon. Fachbegriffe der Volkswirtschaft. 5. Auflage, Leinfelden-Echterdingen, l983, S. 88)

Es gibt drei Ansätze für das ökonomische Prinzip: das Minimalprinzip, das Maximalprinzip und das Extremumprinzip.

Unbegrenzte Bedürfnisse – gibt es das laut ökonomischem Prinzip überhaupt?

Die kurze Antwort lautet: Ja!

Nun wird mancher vielleicht einwenden: „Meine Wünsche und Bedürfnisse sind nicht unbegrenzt, ich bin schon mit recht einfachen Dingen zufrieden!“

Hier gilt es dann aber zu definieren, was einfache Dinge sind. Es muss also nicht das neueste Smartphone sein, ein normales Handy reicht. Es besteht auch kein Bedarf am neuesten Sportwagen, der gebrauchte Kleinwagen ist genug, um zur Arbeit und zum Einkaufen zu fahren. Auch beim Urlaub muss es ja nicht die 8-wöchige Weltreise auf einem Luxusliner sein, ein oder zwei Wochen auf einer Mittelmeerinsel sind auch Erholung.

Das alles hört sich nun wirklich nicht übertrieben und nach recht bescheidenen Wünschen an.

Eine kleine Zeitreise zeigt uns: „Bescheidenheit“ ist relativ

Vor 20 Jahren war ein Mobiltelefon nur etwas für Topmanager und Leute mit viel Geld. Vor 40 Jahren war nicht jeder finanziell in der Lage, sich einen Flug auf die Balearen zu leisten, und vor 60 Jahren war der Besitz eines eigenen Autos ein Luxus- und Statussymbol.

Auf die Spitze getrieben könnte man sagen: Vor 150 Jahren wäre keiner dieser 3 „bescheidenen“ Wünsche realisierbar gewesen, da zu dieser Zeit keine Mittel zur Verfügung standen, um diese Bedürfnisse zu befriedigen.

Unsere Bedürfnisse wachsen also mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, und das unbegrenzt.

Begrenzte Mittel: zweite wichtige Größe des ökonomischen Prinzips

Hier ist es wesentlich einfacher, die Aussage des ökonomischen Prinzips zu akzeptieren. Güter sind knapp – und zwar letztlich alle Güter. Dies ist uns bewusst aufgrund der eigenen finanziellen Mittel oder angesichts der zur Verfügung stehende Zeit.

Das Stichwort Zeit zeigt uns auf, dass es nicht nur um materielle, also greifbare Mittel geht. Gerade Zeit ist – im Privaten wie auch in der wirtschaftlichen Betrachtungsweise – eines der sehr knappen Güter. Ökonomisches Prinzip: Beispiele zum Verständnis und ein Pferd

Auch scheinbar unbegrenzt zur Verfügung stehende Mittel sind nur begrenzt einsetzbar. Bei Wasser ist das mittlerweile wohl jedem bewusst. Aber auch die wenigen tatsächlich unbegrenzt vorhandenen Mittel wie Sonne oder Wind sind nur begrenzt einsetzbar. So ist Wind zwar immer irgendwo vorhanden, aber nicht immer an der Stelle, wo er gerade (z.B. zur Stromerzeugung) gebraucht wird. Ähnlich verhält es sich bei der Sonne.

Mit dem ökonomischem Prinzip bringen wir also unsere Ziele (Bedürfnisse) und die vorhandenen Mittel in ein effizientes Verhältnis zueinander.

20. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.