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Die 5 reichsten russischen Oligarchen

Nur einige wenige Russen besitzen genug Geld, um wirklich Macht ausüben zu können. Russische Oligarchen bestimmen häufig die wirtschaftlichen und politischen Geschicke in ihrem Land, jedoch dürfen sie eines nie vergessen: Ihre Macht steht oft im direkten Zusammenhang mit Präsident Putins Wohlwollen.

Seit Ausbruch der Krim-Krise müssen einige russische Oligarchen zudem herbe Verluste verzeichnen. Doch angesichts der Milliardenvermögen mancher Oligarchen erscheint der Verlust verkraftbar.

Platz 5: Gennadi Timchenko (11,4 Mrd. US-$)

Auf Platz 5: Gennadi Timchenko, seines Zeichens Oligarch im Ölhandel und enger Vertrauter Putins, verbrachte bereits einige Zeit in der DDR und in Finnland, gründete international agierende Unternehmen und beteiligte sich an anderen. Gunvor International beispielsweise ist ein in Zypern eingetragenes Unternehmen mit Fokus auf den internationalen Energiemarkt.

Platz 4: Wladimir Potanin (12,1 Mrd. US-$)

Wladimir Potanin hat einen bemerkenswerten Aufstieg geschafft: Er war in von 1996 bis 1997 Vize-Ministerpräsident der russischen Regierung und konnte binnen weniger Jahre sein Vermögen vervielfachen. Heute ist er Multimilliardär sowie Vorsitzender der Interros Holding.

Platz 3: Alischer Usmanov (12,5 Mrd. US-$)

Der in Usbekistan geborene Usmanov gilt ebenfalls als enger Verbündeter Putins. Sein Vermögen erzielte Usmanov unter anderem als Generaldirektor des Gazprom-Tochterunternehmens Gazprominvestholding. Zudem ist er Mitbesitzer des Stahlkonzerns Metalloinvest und Eigentümer eines russischen Verlagshauses.

1980 wurde Usmanov wegen Erpressung zu 8 Jahren Gefängnisaufenthalt verurteilt. 1986 wurde er vorzeitig entlassen, im Jahr 2000 sogar durch Usbekistans oberstes Gericht rehabilitiert. Einige Politiker sehen diese Rehabilitation sehr kritisch.

Platz 2: Michail Fridman (13,3 Mrd. US-$)

Die Karriere des zweitreichsten Oligarchen Russlands Michail Fridman begann in den Zeiten der Perestroika Ende der 1980er Jahre mit einer eigenen Fensterputzfirma sowie im Computer- und Teppichhandel.

Sein riesiges Vermögen erzielte er allerdings als Hauptgründer des Industrie- und Finanzkonzerns Alfa Group und im Ölgeschäft. Auch der deutsche Energiekonzern RWE macht Geschäfte mit Fridman. Der Konzern verkaufte die Öl- und Gas-Tochtergesellschaft RWE Dea an ein von Fridman kontrolliertes Investorenkonsortium. Öffentlich bezeichnet sich Fridman als politisch unvoreingenommen.

Platz 1: Leonid Michelson (14,4 Mrd. US-$)

Der ebenfalls in Moskau wohnhafte Milliardär Michelson ist CEO (Geschäftsführer) und Vorsitzender des privaten Erdöl- und Erdgasunternehmens Novatek. Nach Gazprom gilt Novatek als zweitgrößtes Erdgasunternehmen Russlands.

Außerdem kooperiert Michelson oftmals mit Gennady Timschenko (Platz 5). Sie sind Partner und Hauptanteilseigner von Novatek und Sibur, einem russischen Unternehmen zur Verarbeitung von Gas und Petrochemikalien, uns die beiden Hauptsponsoren des Russischen Fußballverbands. Mit einem geschätzten Vermögen von 14,4 Mrd. US-$ führt Michelson die Liste der reichsten russischen Oligarchen mühelos an.

 

Weitere berühmte russische Oligarchen

Einige berühmte russische Oligarchen sucht man vergebens unter den 5 reichsten. Hierzu zählen unter anderem der FC Chelsea-Besitzer Roman Abramovitsch, der es mit einem Vermögen von etwa 7,5 Mrd. € nicht in die Rangliste der reichsten russischen Oligarchen geschafft hat.

Dies gilt auch für den Putin-Gegner Michail Chodorkowski, einst einer der reichsten Männer Russlands. 10 Jahre nach Chodorkowskis Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und Betruges ist von dem 5,9 Mrd. € Vermögen nicht mehr viel übrig. Auch heute noch scheint zu gelten: Wer es sich mit dem Kreml verscherzt, gehört schnell nicht mehr zum exklusiven Club der russischen Oligarchen.

15. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.