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Die Luft für Bareinzahlungen auf fremde Konten wird dünner

Nicht selten müssen Rechnungen noch am selben Tag beglichen werden, etwa weil Fristen abzulaufen drohen. In dem Fall ist die sofortige Einzahlung auf das Konto des Rechnungsstellers der schnellste Weg. Bei dieser Barüberweisung ist das Geld binnen Stunden gutgeschrieben.

Ein anderer Grund für eine Bareinzahlung auf ein fremdes Konto könnte sein, dass das eigene Konto gesperrt ist oder keines existiert. Rund 670.000 Menschen hierzulande haben kein Girokonto. Sie sind auf Barzahlungen angewiesen.

Bareinzahlung auf ein fremdes Konto mit Haken

Grundsätzlich ist die Bareinzahlung auf ein fremdes Konto kein Problem. So können etwa die Rundfunk- und Fernsehgebühren – heute Haushaltsabgabe – direkt auf eines der angegebenen Konten eingezahlt werden. Allerdings ist dieses Vorgehen teuer und kostet je nach Summe und Bank zwischen 5 € und 15 € Gebühr. Werden Münzen eingezahlt, wird es nochmals teurer.

Einer der Gründe für die Gebühren ist der Verwaltungsaufwand. Die Bank stellt eine Quittung aus und muss den Einzahlungsbeleg mit den Empfängerdaten aufheben. Üblicherweise werden Name und Anschrift des Einzahlenden hinterlegt, damit er bei eventuellen Fehlern kontaktiert werden kann. Theoretisch ist auch die Nennung einer anderen Kontaktperson möglich. Falsche Angaben sind das Risiko des Einzahlers.


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Größere Beträge nicht mehr anonym

Dies gilt aber nur für Beträge unter 1.000 €. Darüber muss man seit 2012 den Ausweis vorlegen. Und meist wird noch nach der Herkunft des Geldes gefragt. Das verschärfte Geldwäschegesetz lässt ab dieser Grenze keine anonymen Barüberweisungen mehr zu.

Das gilt EU-weit und in der Schweiz. Seitdem verlangen auch immer mehr Kreditinstitute wegen der erhöhten Sorgfaltpflichten sicherheitshalber einen Identitätsnachweis schon bei geringeren Beträgen.

Generell setzt eine Bareinzahlung auf ein fremdes Konto voraus, dass eine Filiale der Bank in der Nähe ist, bei der der Begünstigte sein Konto führt. Doch abgesehen von den unterschiedlich hohen Gebühren bieten nicht alle Kreditinstitute diesen Service an.

Teilweise nicht mehr möglich

Bei Direktbanken hängt es davon ab, ob sie zu einer Filialbank gehören oder mit einer solchen zusammenarbeiten. Hat der Empfänger sein Konto etwa bei der Comdirect, kann das Geld bei der Commerzbank eingezahlt werden. Die verlangt 1% der Summe und mindestens 5 €. Bei der Netbank geht das über die Reisebank – zu denselben Konditionen.

Wird das Fremdkonto bei der Norisbank oder der mit ihr kooperierenden Deutschen Bank geführt, geht der Versuch ins Leere. Die Deutsche Bank zum Beispiel lässt seit 2012 keine Fremdeinzahlungen mehr zu.

Bei den Sparkassen ist die Handhabung sehr unterschiedlich. Die Münchner Stadtsparkasse beispielsweise nimmt nur Beträge bis zu 999,99 € an. Zwar kann man größere Beträge auf verschiedene Tage verteilen, doch dann wird man schnell verdächtig.

Die Hürden werden höher gesteckt

Mit derartigen Beschränkungen müssen auch Reisende im Ausland rechnen. Da sie höchst verschieden sind, sollte man sich vorher erkundigen.

Die Luft für Bareinzahlungen zugunsten Dritter wird also zunehmend dünner. Wer darauf angewiesen ist, steht vor immer höheren Hürden. Dabei kann die schnelle Gutschrift beim Empfänger unter anderem auch bei Kassa- und Termingeschäften sinnvoll sein, etwa im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften oder dem Handel mit Silber bzw. Gold.

Gold übrigens kann nach wie vor anonym gekauft und verkauft werden. Im Gegensatz zu Bareinzahlungen auf ein fremdes Konto ist das im Wert bis zu 15.000 € möglich.

25. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.