Die richtigen Kennzahlen zum Erfolg

Bei der Wahl der Aktien, kommt es auf die Kennzahlen an.

Durch eine Bilanzanalyse erfahren Sie, wie es um den Erfolg eines Unternehmens steht.

Um den Geschäftsbericht richtig deuten zu können, müssen Sie wissen auf welche Kennzahlen es ankommt.

Mit welchen Kennzahlen Sie den Erfolg eines Unternehmens richtig beurteilen können

Für die Liquiditätsbeurteilung sollten Sie wie in der Praxis üblich den Cashflow heranziehen.

Er soll Ihnen zeigen, wieviele Mittel für die Tilgung von Schulden, für Investitionen, für Dividenden und schließlich für Abschreibungen zur Verfügung stehen. In einer erweiterten Form werdensogar noch außerordentliche Aufwendungen berücksichtigt.

So können Sie den Cashflow ermitteln:

Cashflow = Jahresüberschuss + Abschreibungen (+ Erhöhung langfristiger Rückstellungen, + außerordentliche Aufwendungen)

Tipp: Sie sollten den  Cashflow nicht isoliert werten, weil auch hier „manipulierte“ Posten enthalten sein können.

Die Rentabilitätskennzahlen für Ihre Erfolgsanalyse

Weitere Erfolgskennzahlen beziehen sich auf die Rentabilität der Unternehmen. Als Aktionär ist für Sie besonders die Eigenkapitalrendite interessant. Sie zeigt, wie sich das jeweilige Eigenkapital pro Jahr „verzinst“ hat und gibt Ihnen damit Auskunft über die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Die Umsatzrendite zeigt Ihnen, wie sich ein steigender Umsatz durch Wachstum auf die Gewinnentwicklung auswirken kann.

Je höher sie ist, desto mehr profitieren Sie vom Umsatzwachstum, weil der Gesamtgewinn damit stärker steigt als bei einer geringeren Umsatzrendite. Diese Kennzahl verdeutlicht Ihnen, welcher Anteil vom Umsatz Ihnen und anderen Aktionären gehören könnte.

Schließlich werden Sie in Analysen oft mit dem „ROI“ konfrontiert. Hinter der Kennzahl steckt diese Beziehung:

Return on Investment = Umsatzrendite x Kapitalumschlag

Mit dem ROI gewichten Sie die Umsatzrendite mit der Häufigkeit, mit der der Umsatz das Kapital übersteigt. Der Return on Investment bezieht sich ebenfalls auf den Gesamtgewinn.

Eine hohe Umsatzrendite hilft Ihnen nur, wenn der Umsatz im Vergleich zum Kapitalvolumen hoch ist. Deshalb ist – im Branchen und/oder Zeitvergleich – der ROI besser, je höher er ist.

Tipp: Als Jahresüberschuss wird oft das „Ergebnis nach DVFA“, der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung, verwendet. Den DVFAAbschluss finden Sie im Zusatz zum Geschäftsbericht.

Auf diese Weise haben Sie die Gewähr, dass unterschiedliche Daten auch miteinander vergleichbar sind.

Weitere Kennzahlen, mit denen Sie die Kursaussichten von Aktien beurteilen

Als Anleger müssen Sie sich bei der Beurteilung der Aktienchancen insbesondere auf relative Werte konzentrieren:

Kurs/GewinnVerhältnis (KGV) : Aus dem KGV (englisch: PER für PriceEarningsRatio) können Sie sehen, wie lange es bei gleichbleibendem Gewinn dauern würde, bis Ihr Kaufkurs bezahlt ist.

Das KGV zeigt damit den „Preis“, den Sie für eine Einheit Gewinn zahlen müssen. Je nach Branche und/oder Region sind unterschiedliche KGVs zu erwarten. Deshalb können Sie AGs sinnvoll auch nur innerhalb einer Region oder Branche anhand Ihres KGVs vergleichen.

Bedenken Sie darüber hinaus, dass es bei einigen Unternehmen gute Gründe geben kann, wenn für den aktuellen Gewinn wenig gezahlt wird dann, wenn für die Zukunft keine Gewinne mehr erwartet werden.

Kurs/BuchwertVerhältnis: Die Faustregel für Sie: Liegt der Buchwert pro Aktie unter 1, ist die Aktie vergleichsweise günstig.

Kurs/CashflowVerhältnis: Das KCV ist gegenüber dem KGV eine bessere Kennzahl, da sich hierin nicht nur der Gewinn, sondern auch die Finanzund Ertragskraft widerspiegeln.

Dividendenrendite: Eine hohe Dividendenrendite ist für Ihre Aktien günstig.

Zum einen mussten Sie vergleichsweise wenig für die Ausschüttungen (= Dividenden) zahlen, zum anderen orientieren sich viele private und institutionelle Anleger gerade in schlechten Zeiten an der soliden Kennziffer Dividendenrendite, weil eine hohe Dividendenrendite den Kurs nach unten absichert.

Tipp: Einige dieser Kennzahlen finden Sie in Tageszeitungen sowie im Internet. Beachten Sie, dass einige der soeben vorgestellten Kennziffern mit zukunftsorientierten Schätzungen ermittelt worden sein könnten.

Entsprechend vorsichtig sollten Sie sein und – wenn Sie die notwendige Zeit aufbringen können – auch mit ungünstigen Gewinnannahmen noch einmal nachrechnen.

Viele Analysten orientieren sich bei ihren Schätzungen nur an der Mehrheit der anderen Analysten. Ideal ist es, wenn Sie auch die in der Bilanz vorliegenden Fakten aus der Vergangenheit zu Rate ziehen.

 
 
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