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Die Silberreserven der Notenbanken

Edelmetalle – allen voran Gold und Silber – dienen seit jeher entweder direkt als Zahlungsmittel oder als Alternative zu einer Währung.

Der meist wachsende oder zumindest stabile Wert der Edelmetalle sorgte stets dafür, dass sie als Krisenschutz heiß begehrt sind.

Dies gilt gleichermaßen für Privatleute wie auch für ganze Staaten. Denn auch wenn das Vertrauen in die eigene Währung groß ist, so will man doch auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Den Notenbanken dieser Welt kommt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, die Wertstabilität einer Währung im jeweiligen Land oder Währungsraum zu gewährleisten.

In vergangenen Zeiten wurde beispielsweise viel mit dem sogenannten reinen Goldstandard gearbeitet. Dieser verlangte, dass die in Umlauf befindliche Geldmenge von den Edelmetallreserven einen Landes gedeckt wurde.

Mehr zum Thema: Die Wurzeln des Goldstandards

Auch wenn diese Zeiten nun vorbei sind, so horten die Notenbanken weiterhin Edelmetalle. Und auch der Einfluss auf die Preise von Silber und Gold ist nicht zu unterschätzen.

Silberreserven der Notenbanken rückläufig

Heute dienen die Gold- und Silberreserven der Notenbanken nicht mehr zur Deckung der heimischen Währung.


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Der Sinn ist vielmehr, sich vor Krisenzeiten zu schützen. So könnten die Reserven zum Beispiel bei einem Zusammenbruch des Währungssystems zum Einsatz kommen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Silberreserven der Notenbanken seit Jahrzehnten rückläufig sind.

Es wird davon ausgegangen, dass viele Notenbanken ihre Edelmetallreserven komplett auf Gold umgestellt und ihre Silberreserven veräußert haben. Auch auf die USA und Deutschland soll dies zutreffen.

Lediglich im asiatischen Raum sollen noch Silberreserven existieren. Doch auch dort waren in der Vergangenheit viele Verkäufe zu verzeichnen.

Somit gibt es inzwischen kaum noch nennenswerte staatliche Silberreserven. Notenbanken können erstaunlicherweise trotzdem einen Einfluss auf den Preis dieses Edelmetalls haben.

Der Einfluss von Notenbanken auf den Silberpreis

Betrachtet man die Geldpolitik während der weltweiten Wirtschaftskrise und der Staatsschuldenkrise, so wird der Zusammenhang schnell deutlich.

Zur Rettung von Bankensystemen oder Staaten wird und wurde sehr viel Geld in die Märkte gepumpt. Viele Experten warnen schon seit geraumer Zeit, dass aus diesem Grunde mit einer starken Inflation zu rechnen ist.

Da das Vertrauen von Anlegern in die Währungsstabilität dadurch stark gesunken ist, stieg die Nachfrage nach Silber und Gold als privater Krisenschutz an.

So sorgten die Notenbanken durch ihre Geldpolitik zeitweise für einen enormen Boom an den Märkten und für große Preisanstiege bei Silber und Gold.

Preisentwicklung bei Silber nicht absehbar

Es gibt inzwischen stark unterschiedliche Meinungen, was die künftige Preisentwicklung von Silber angeht.

Klar ist, dass Silber auch industriell nachgefragt und somit verbraucht wird. Unklar ist, wie sich diese Nachfrage entwickelt, sollte die Weltwirtschaft einknicken.

Mehr zum Thema: Silber als begehrter Rohstoff

Da der Silbermarkt generell nicht den Umfang des Goldmarktes hat, können Angebot und Nachfrage zu raschen Kurssprüngen und Schwankungen führen.

Eine sichere Prognose ist kaum möglich, da viel von dem Vertrauen der Anleger in die heimische Währung und der industriellen Nachfrage abhängt.

Und auch wenn nicht damit zu rechnen ist, dass die Notenbanken ihre Silberreserven wiederbeleben, so bleibt ihr Einfluss durch die Geldpolitik groß. Ein Augenmerk ist also auch immer auf die Aktivitäten dieser Institutionen zu lenken.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.