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Disagio: Definition des Abschlages

Der Disagio spielt vor allem für die Menschen eine Rolle, die einen Darlehensvertrag oder eine Schuldverschreibung haben. Auch für Personen im Währungsgeschäft ist der Disagio wichtig.

Disagio: Definition

Disagio ist ein Abschlag oder auch Abgeld. Das Wort bezeichnet den Abschlag auf den Nennwert bei einem Darlehensbetrag, einer Schuldverschreibung oder ganz allgemein bei Währungsgeschäften.

Mehr dazu: Disagio: Baufinanzierung – eine Alternative zu herkömmlichen Krediten

Bei Anleihen ist es meist so, dass Emittenten entweder einen Agio, also einen Ausgabeaufschlag, verlangen oder einen Disagio (Ausgabeabschlag) einbehalten.

Beides führt während der Anlagelaufzeit zu einer Verminderung des Ertrages entweder beim Anleger (Agio) oder beim Emittenten (Disagio). Bei Aktien und GmbH-Anteilen ist die Ausgabe unter Einbehaltung eines Disagios jedoch unzulässig.

Bei fixen Nominalzinsen wird mit einem Disagio die Effektivverzinsung vergrößert. Das gilt im Übrigen auch im Darlehensbereich. Hier wird das Disagio auch Damnum genannt.

Dort wird es jedoch dazu verwendet, um eine geringe Nominalverzinsung angeben zu können. Wegen des Abschlages vermehrt sich dann wieder die Effektivverzinsung.


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Die Höhe des Disagios wird entweder in Prozent des Kreditbetrages inklusive des Disagios angegeben oder als Auszahlungsbetrag oder Auszahlungskurs. Die folgenden Beispiele machen die ganze Sache sehr viel verständlicher:

Beispiele zum Disagio

Beispiel 1:

Der Gesamtbetrag eines Darlehens beträgt 150.000 €. Der Auszahlungskurs beziehungsweise der Auszahlungsbetrag liegt bei 90%.

Das bedeutet: An den Darlehensnehmer werden 135.000 € ausgezahlt (90% von 150.000 €). Der Auszahlungskurs oder Auszahlungsbetrag bezieht sich dann in Prozent auf den Nennwert.

Beispiel 2:

Der Gesamtbetrag eines Darlehens beträgt 150.000 €. Es wird ein Disagio in Höhe von 10% bei der Auszahlung berechnet.

Das bedeutet: Vom Gesamtbetrag des Darlehens (150.000 €) werden 10% (also 15.000 €) Disagio einbehalten.

An den Darlehensnehmer werden somit insgesamt 135.000 € ausgezahlt (10% von 150.000 €). Als Darlehensbetrag inklusive des Disagios.

Darlehenszinssatz: Auswirkung des Disagios

Bei einer Darlehensaufnahme spielt die Definition des Disagios eine besonders wichtige Rolle.

Das liegt vor allem daran, dass der nicht an den Darlehensnehmer ausgezahlte Betrag als Vorauszahlung auf die Darlehenszinsen betrachtet wird und so der Nominalzinssatz gesenkt wird.

Die Berechnung des zu zahlenden Nominalzinssatzes gestaltet sich wegen des Disagios sehr kompliziert. Sie ist nur mit einem aufwändigen Iterationsverfahren möglich. Dieses Verfahren ist in der Preisangabenverordnung (PAngV) genau festgelegt.

Mehr dazu: Disagio als Werbungskosten – Abzug bei Immobilienerwerbern

Bei der Rückzahlung muss jedoch der höhere Nennwert beachtet werden. Daher sollte man bei einem Vergleich der verschiedenen Darlehenskonditionen den Effektivzinssatz als Vergleichsgrundlage nutzen, da dieser auch die Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren berücksichtigt.

Insgesamt ist die Definition des Disagios im Währungsgeschäft also sehr wichtig. Der Abschlag wird schließlich in den meisten Währungsgeschäften wie dem Darlehensvertrag, der Schuldverschreibung und dem Wertpapiergeschäft berechnet.

Mehr zum Thema: Auf einen Blick: Disagio im Steuerrecht

18. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.