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Dispositive Liquidität: Jederzeit zahlungsfähig sein

Bei der dispositiven Liquidität geht es um die Sicherung der Liquidität. Durch die Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Unternehmen wird gewährleistet, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit und in voller Höhe beglichen werden können.

Dispositive Liquidität – genügend Geld für Zahlungsverpflichtungen

Genügend Liquidität, sprich flüssige Mittel, ist für jedes Unternehmen lebenswichtig. Die Liquidität muss ihrer Höhe nach zumindest ausreichen, damit Verbindlichkeiten rechtzeitig beglichen werden können. Im schlechtesten Fall steht bei Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit, die Insolvenz ins Haus.

Mehr zum Thema: Liquidität – für Unternehmen die Luft zum Atmen

Um dies zu verhindern, bedarf es eines qualifizierten Liquiditätsmanagements. Ob die Liquidität eines Unternehmens hoch genug oder zu niedrig ist, lässt sich anhand von Liquiditätskennzahlen ermitteln.

Es geht darum, kurzfristige Verbindlichkeiten wie Rechnungen oder Gehälter kurzfristig zu begleichen. Dies ist zunächst der Ansatz einer relativen Liquiditätsbetrachtung.

Ist die Liquidität zu niedrig und zeichnen sich Krisen ab, so gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Liquidität zu verbessern.

Mehr zum Thema: Verbesserung der Liquidität – Wie man seine Zahlungsfähigkeit erhält

Dispositive Liquidität vs. Strukturelle Liquidität

Beim Thema Liquidität gibt es verschiedene Begriffe, die von der jeweiligen Betrachtungsweise abhängen. Ein Ansatz ist die Steuerung des Liquiditätsrisikos durch das Finanzmanagement.

Hier kann man zwischen struktureller und dispositiver Liquidität unterscheiden. Die strukturelle Liquidität bzeieht sich auf die Sicherung der Zahlungsfähigkeit durch die Sicherung einer gleichgewichtigen Kapitalstruktur im Unternehmen. Dabei kommen auch Überlegungen zum Einsatz, inwieweit sich Vermögenswerte zu Geld machen lassen. Dies ist ein langfristiger Ansatz.

Mehr zum Thema: Strukturelle Liquidität – langfristige Sicherung der Zahlungsfähigkeit

Die dispositive Liquididät ist der Ansatz, allen kurzfristigen Verpflichtungen durch die entsprechende Steuerung von Einnahmen und Ausgaben gerecht zu werden. Dies beinhaltet die Fähigkeit eines Unternehmens, Vermögensposten zu Geld zu machen. Voraussetzung ist eine sorgfältige Liquiditätsplanung. Sie ist kurzfristig ausgerichtet.

Im Verhältnis zur strukturellen Liquidität ist die dispositive Liquidität der richtungsweisende Ansatz. Denn umgekehrt trägt die strukturelle Liquiditität zur Sicherung der dispositiven Liquidität bei. Die strukturelle Liquidität sichert eine gleichgewichtige Kapitalstruktur. Die dispositive Liquidität sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens.

Dispositive Liquidität – Zahlungsfähigkeit und finanzielles Gleichgewicht

Die dispositive Liquidität charakterisiert die Fähigkeit, fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Ist die dispositive Liquidität also vorhanden, kann ein Unternehmen seine Rechnungen ohne Probleme begleichen – es ist also zahlungsfähig. Sofern die liquiden Mittel genau so groß sind wie die Zahlungsverpflichtungen, spricht man von einem finanziellen Gleichgewicht.

Noch besser ist es jedoch, wenn zusätzliche Zahlungsmittelreserven bestehen. Die dispositive Liquidität ist dann also nicht nur vorhanden, sondern übererfüllt.

Fazit: Dispositive Liquidität

Die Sicherung ausreichender Liquidität ist eine der zentralen Aufgaben des Finanzmanagements. Damit ist die Fähigkeit eines Unternehmens gemeint, seinen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Diese Fähigkeit ist zugleich die dispositive Liquidität.

Letztlich beinhaltet eine umfassende Steuerung des Liquiditätsrisikos sowohl eine Steuerung der kurzfristigen dispositiven Liquidität als auch der, durch die Bilanzstruktur widergegebenen langfristige strukturellen Liquidität. Das Ziel ist in jedem Fall, eine drohende Unterliquididät und damit die Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.

20. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.