MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Dot.com-Blase: Vom weltweiten Boom zum Börsencrash

Der Begriff Dotcom-Blase bezeichnet eine im Jahr 2000 geplatzte Spekulationsblase, die ihren Ursprung bereits im Jahr 1995 fand.

Eine erhöhte wirtschaftliche Entwicklung, vor allen Dingen auf dem Markt der Technologieunternehmen, hatte zur Mitte der 1990er Jahre zur Folge, dass viele neue Start-up-Firmen gegründet wurden. Auch immer mehr Anleger wurden auf die steigende Nachfrage der Aktien dieser jungen Unternehmen aufmerksam. Es kam zu einem weltweiten Boom.

Was meint der Begriff „Dotcom-Blase“?

Der Begriff Dotcom-Blase ist ein medial geprägter Kunstbegriff und bezieht sich auf die Endung „.com“ zahlreicher Internetadressen. Als dem Internet in der Mitte der 90er Jahre ein immer höherer Stellenwert beigemessen wurde, bildeten sich zahlreiche Unternehmen, die ihr Geschäft hauptsächlich auf dieses Medium ausrichteten.

Da es nach einem circa fünfjährigen Aufschwung dieses Marktsegmentes zu einem weltweiten Absturz der Aktien kam, etablierte sich ein Begriff, welcher dieses Phänomen in direkten Zusammenhang mit dem Internet stellte.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Der große Boom: Start-up-Unternehmen als Begründer der Dotcom-Blase

Auslöser für den großen Boom war die allgemein verbreitete Euphorie rund um die neuen technologischen Entwicklungen. Gerade in den Industriestaaten gewannen Internet und Mobiltelefone immer mehr an Wichtigkeit.

Als Reaktion auf diesen weltweiten Hype tummelten sich ab 1995 zahlreiche junge Start-up-Unternehmen an den Aktienmärkten. Die deutsche Börse etablierte sogar den sogenannten Neuen Markt als eigenes Marktsegment für zukunftsweisende und stark wachsende Technologieunternehmen.

Neue Technologien geben den Aufschwung: Wie die Euphorie auf den Anleger überschwappte

Gerade dieser zukunftsweisende Charakter verleitete viele Anleger dazu, ihr Geld in die Aktien dieser Unternehmen zu investieren. Von den Medien angestachelt hegten sie die Hoffnung, an vermeintlich zukünftigen Gewinnen teilzuhaben.

Von den hochgesteckten Erwartungen geblendet, ignorierte ein Großteil der Anleger jedoch fundamentale Unternehmensbewertungen sowie Jahresabschlüsse. Da Start-up-Firmen in der Regel ihr Kapitel benötigen, um zu wachsen, konnten die Anleger infolgedessen keine Gewinne oder Dividenden erzielen. Vielen wurde dies jedoch zu spät bewusst.

Die Deutsche Telekom: Ein Beispiel zur „Blütezeit“

Betrachtet man die Aktie der Deutschen Telekom zu ihrer Blütezeit, wird deutlich, dass auch Deutschland von der Euphorie um die Dotcom-Blase nicht verschont geblieben ist. Im März 2000 notierte die Aktie bei 104,90 € – bis heute der absolute Höchststand.

Der Absturz: Verkauf um jeden Preis

Zu spät wurde vielen Anlegern bewusst, dass die Unternehmen ihren Börsenwert durch keinen materiellen Gegenwert abdecken konnten, sondern vielmehr durch die geistigen Leistungen ihrer Mitarbeiter. Nach den ersten Insolvenzmeldungen wurden die Zweifel an dem vermeintlichen Hoffnungsträger Internet lauter. Erste Spekulanten begannen zu verkaufen.

Im März 2000 verwandelte sich der Kursabfall schließlich in einen regelrechten Kurssturz, als viele Anleger aufgrund der aufkommenden Panik ihre Aktien um jeden Preis zu verkaufen begannen.

Gerade Kleinanleger aber auch erfahrene Börsianer spekulierten auf eine baldige Erholung des Marktes, verpassten den Absprung und verloren so einen Großteil ihres Vermögens.Diesen Börsencrash bezeichnet man heute als das „Platzen der Dotcom-Blase“.

27. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.