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Erstattung ausländischer Vorsteuer: So geht’s

Die Möglichkeit der Erstattung ausländischer Vorsteuer ist für viele Unternehmer und Selbstständige nicht ganz klar.

Der Abzug der ausländischen Vorsteuer ist jedoch in den meisten Fällen ganz einfach und bringt finanzielle Vorteile! Unternehmer und Selbstständige, die Rechnungen von Unternehmen erhalten haben, die im Ausland ansässig sind, finden in diesem Artikel Hilfe beim Vorsteuerabzug.

Unterscheidung: EU – Drittstaaten

Bei der Rückerstattung von im Ausland gezahlter Vorsteuer ist zu aller erst der Herkunftsort des rechnungslegenden Unternehmens zu beachten.

Stellt ein Unternehmen aus einem EU-Mitgliedsstaat eine Rechnung aus – in der eine Umsatzsteuer ausgewiesen ist – so ist die Rückerstattung einfach und standardisiert möglich. Bei Unternehmen aus Drittstaaten müssen die individuellen Regelungen zwischen den Staaten beachtet werden.

Erstattung ausländischer Vorsteuer: Innerhalb der EU

Jeder Mitgliedsstaat der EU hat ein eigenes elektronisches Portal eingerichtet. Über diese elektronischen Portale können Unternehmer direkt von Ihrem Heimatstaat aus die in anderen EU-Ländern bezahlte Vorsteuer geltend machen.

In Deutschland ist das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) für die Vorsteuerrückvergütung zuständig. Die elektronischen Anträge müssen im Mitgliedstaat, in dem die Vorsteuerrückvergütung beantragt wird, bis spätestens 30.September des betroffenen Jahres, eingereicht werden. Ansonsten verfällt die Berechtigung auf die Rückvergütung der Vorsteuer.

Antrag zur EU-Vorsteuervergütung richtig einreichen

Vor der Einreichung eines Antrages zur Vorsteuerrückerstattung sollten Unternehmer prüfen, ob Besonderheiten zum Vorsteuerabzug im betroffenen EU-Mitgliedsstaat gelten. Eine Liste mit den Besonderheiten der einzelnen EU-Staaten finden Sie hier.

Zur Einreichung eines Antrages auf Rückerstattung von Vorsteuer aus dem EU-Ausland stellt das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) folgendes Online-Formular zur Verfügung. Für Unternehmer, die noch keinen Online-Account beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) haben, bietet das Ministerium hier eine detaillierte Erklärung zur Registrierung und zur Einreichung von Dokumenten.

Erstattung ausländischer Vorsteuer: Unternehmer außerhalb der EU

In vielen Fällen ist die Erstattung ausländischer Vorsteuer auch aus Drittstaaten möglich. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass zwischen Deutschland und dem Herkunftsland des rechnungslegenden Unternehmers eine sogenannte Gegenseitigkeit vorliegt.

Nur Staaten, die sich gegenseitig die bezahlten Vorsteuern verrechnen, ermöglichen es Unternehmen die Vorsteuer geltend zu machen. Eine Liste der Staaten mit denen Deutschland eine solche Gegenseitigkeitsvereinbarung abgeschlossen hat finden Sie hier. Die Details zur Abwicklung mit den jeweiligen Drittstaaten mit Gegenseitigkeitsvereinbarung finden Interessierte auf der Webseite des BZSt.

Fazit: Erstattung ausländischer Vorsteuer

Unternehmer, die im Ausland Vorsteuer bezahlt haben, sollten auf jeden Fall prüfen, ob es die Möglichkeit gibt, diese zurückzufordern. Besonders innerhalb der Europäischen Union ist dies sehr einfach möglich. Für Vorsteuerrückvergütungen aus Drittstaaten gelten individuelle Regelungen, hier sollten Unternehmer prüfen ob sich der Aufwand bezahlt macht.

Bedenken Sie: Bei hohen bürokratischen Auflagen zur Rückvergütung von kleinen Beträgen geht die Kosten-Nutzen-Rechnung oft nicht auf!

28. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Frei
Von: Michael Frei. Über den Autor

Der Autor beschäftigt sich seit 8 Jahren intensiv mit den Kapitalmärkten. Michael Frei ist studierter Ökonom und im Finanzsektor tätig. Mit seinem Wissen hilft er den Lesern von GeVestor wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.