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Fallendes Dreieck in der Chartanalyse

Eine der typischen Dreiecksformationen der technischen Analyse von Wertpapiercharts ist das fallende Dreieck.

Dieses gilt als Indikator für eine rasche Anschlussbewegung.

Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass ein fallendes Dreieck auch einen anschließenden Kurseinbruch nach sich zieht. Hierbei sollten mehrere Faktoren beachtet werden.

Mehr dazu: Charttechnik: Wie Sie die wichtigsten Grundregeln nutzen

Fallendes Dreieck im Chart erkennen

Die nachstehende Grafik zeigt, wie sich ein fallendes Dreieck in einen Chart einzeichnen lässt:

Hierbei verläuft die „Unterstützungslinie“ nahezu horizontal, während die kleineren Hochpunkte einen Abwärtstrend darstellen – diese Linie wird Widerstandslinie genannt. An der Spitze des Dreiecks entlädt sich sozusagen die angestaute Marktstimmung.

Die Entstehung des fallenden Dreiecks

Das fallende Dreieck entsteht, wenn ein Kurs an Wert verliert und durch den gesunkenen Kursstand neue Käufer gewinnen kann.


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Diese Käufer verhelfen dem Kurs zu einem erneuten kurzzeitigen Aufschwung, der aber schon bald durch weitere Verkäufe sein Ende findet.

Dieser Vorgang wiederholt sich einige Zeit. Die neuen Hochpunkte erreichen dabei nicht mehr den Wert der vorherigen, wie auch die folgenden nicht mehr den Wert des aktuellen erreichen werden.

Insgesamt sinkt also der Kurs. Widerstands- und Unterstützungslinie nähern sich dabei immer weiter an, so dass ein Dreieck entsteht.

Das fallende Dreieck und seine Bedeutung

In der oben angezeigten Grafik deutet sich eine „bearishe“, also eine abfallende Kurstendenz an, da ein Durchbruch der unteren Linie zu erwarten ist.

Wer der Charttechnik vertraut, geht davon aus, dass noch weitere Händler an diesem Punkt ihre Stopps gesetzt haben.

Erreicht der Kurs nun den unteren Bereich der Unterstützungslinie, so werden Verkaufsorders ausgeführt und der Kurs fällt.

Beachtung der übergeordneten Zeiteinheit

Auch wenn das fallende Dreieck tendenziell bei einem Ausbruch nach unten eine abfallende Kursbewegung impliziert, so gilt es dennoch den zeitlich übergeordneten Trend zu beachten.

Nehmen wir etwa einmal an, unsere grafische Darstellung ist auf einer 5-Minuten-Basis erstellt worden. Nun ergibt es definitiv Sinn, sich den Kurs in einer größeren Zeiteinheit anzuschauen.

Sollte auf einer Basis von beispielsweise 30 Minuten insgesamt ein Aufwärtstrend zu identifizieren sein, so verliert das fallende Dreieck hinsichtlich der bearishen Aussagekraft an Wertigkeit.

In dieser Grafik ist deutlich zu erkennen, dass das fallende Dreieck in einer übergeordneten Betrachtung lediglich eine kurze Kurskonsolidierung  darstellt und sich der Kurs anschließend trendgerecht fortsetzt.

Allerdings ist dies nur ein Entwicklungsszenario. Selbstverständlich kann ein fallendes Dreieck auch eine Trendumkehr einläuten und nach dem Durchbruch der Unterstützungslinie eine heftige Abwärtsbewegung hervorrufen.

Mehr dazu: Wie Sie aus Durchschnittslinien Kaufsignale ableiten können

Grundlegende Empfehlungen für die Chartanalyse

Als Anleger sollten Sie stets darauf achten, dass diese „simple“ Einzeichnung von Chartmustern nicht pauschal und alleine betrachtet werden dürfen.

Nehmen Sie sich Zeit und gönnen Sie sich Ruhe, um den Kurs ganz genau zu studieren. Betrachten Sie verschiedene Zeitintervalle und entscheiden Sie sich anschließend für eine Richtung, in die Sie spekulieren wollen.

14. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.