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Floater: Berechnung mit Beispielen

Floater sind Anleihen, die ihren Zinssatz während der Laufzeit flexibel anpassen. Doch wie funktioniert das im Detail und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Anleger?

So funktionieren Floater-Anleihen

Um die genaue Funktionsweise eines beliebigen Floaters zu erkennen, muss man zunächst wissen, an welchen Referenzzinssatz er gekoppelt ist. Im Euroraum ist dies für gewöhnlich der Euribor (Euribor steht dabei für Euro Interbank Offered Rate), also der Referenzzinsatz, der täglich festgesetzt wird. Der Euribor wird für die Perioden 1, 3, 6 und 12 Monate festgestellt.

Dazu wird börsentäglich eine festgelegte Reihe von Banken befragt, die jeweils ihre entsprechenden Zinsen für das Interbankengeschäft nennen. Aus diesen Zinssätzen wird der jeweilige Euryök errechnet. Weiterführende Informationen können Sie hier nachlesen.

Je nachdem, gegen welchen Referenzzinsatz die Anleihe „gestellt“ ist, wird der neue Zinssatz alle 1, 3, 6 oder 12 Monate neu festgelegt, man nennt diesen Vorgang „Fixing“. Erhöht sich der Euribor, so steigt auch der Zins eines solchen Floaters beim nächsten Fixing. Wenn der Euribor sinkt, spiegelt sich das natürlich ebenfalls in den Zinsen der variablen Anleihen wieder.


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Die Zinshöhe bei Floatern hängt nun allerdings nicht ausschließlich vom gekoppelten Leitzinssatz ab. Je nachdem, wer die Anleihen herausgegeben hat, kommen noch Aufschläge beziehungsweise Abzüge hinzu.

Dieser Aufschlag auf den Referenzzins hängt mit dem Bonitäts-Rating des jeweiligen Emittenten zusammen. So könnte ein Floater von Ford beispielsweise einen Aufschlag von 190 Basispunkten aufweisen, da deren Bewertung durch die Ratingagenturen im positiven Bereich von AAA bis A- liegt.

190 Basispunkte entsprechen einer prozentualen Anhebung von 1,9 Prozent auf den Floater-Zinssatz. Die Höhe des Auf- oder Abschlags hängt mit der jeweiligen Bonität des Emittenten am Begebungszeitpunkt der Anleihe zusammen. Normalerweise wird der während der gesamten Laufzeit nicht mehr geändert.

Liquidität von Floatern von Unternehmen und Ländern

Floater von großen Unternehmen haben einen großen Vorteil. Einerseits ist deren Liquidität höher als bei kleineren Unternehmen, weil mehr Anleger diese Wertpapiere kaufen und verkaufen wollen. Der Nachteil besteht darin, dass normalerweise der Aufschlag auf den Referenzzzins geringer als bei kleinen Unternehmen ausfällt.

Es gibt auch Floater-Anleihen, die von Staaten herausgegeben werden. Bei diesen Papieren sieht die Situation ähnlich aus. Floater von Deutschland weisen eine höhere Liquidität auf als beispielsweise Floater von Portugal. Je stärker die jeweilige Wirtschaftskraft des Landes, desto geringer der Aufschlag.

Wichtig: achten Sie immer darauf, dass die Anleihe, die Sie erwerben möchten, eine ausreichende Liquidität aufweist.

Kursrisiko von Floatern

Weil die Zinssätze bei Floatern regelmäßig angepasst werden, schwanken ihre Kurse deutlich weniger als entsprechende festverzinsliche Anleihen.

Kursbewegungen resultieren alleine aus Veränderungen der Bonität der Emittenten. Ganz extrem ist dies zu beobachten, wenn beispielsweise die Ratings von den Ratingagenturen angepasst werden. Aber in einem solchen Fall würden Sie als Besitzer von festverzinslichen Anleihen mindestens genauso große Kursauschläge erleben.

Floater eignen sich besonders in Situationen, in denen Sie steigende Zinsen erwarten. Weil der Zins durch die variable Festlegung mit steigt, erleiden Sie keine nennenswerten Kursverluste sondern profitieren sogar von steigenden Zinsen. Ganz im Gegensatz zu Anleihen mit festen Zinsen, die gleichzeitig Kursverluste hinnehmen müssen.

12. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.