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Graph Search für den Finanzmarkt: Wer nicht fragt, bleibt dumm

Unternehmen wie Google und Facebook definieren die Art und Weise, wie wir nach Informationen suchen, völlig neu. Dieser Wandel erreicht nun auch den Finanzmarkt – eine komplexe Welt, die ständig nach einfachen Mitteln und Wegen sucht, um Daten zu lokalisieren.

Finanzmarktteilnehmer sehen sich heutzutage mit einer wahren Datenflut konfrontiert:

Es gibt Daten, Kennzahlen und Berechnungen im Übermaß. Genau die richtigen Informationen zu finden, wird deswegen zu einer wahren Herausforderung.

Der Bedarf nach einem einfachen und unkomplizierten Weg, Daten und Analysen auf Anhieb zu finden, ist riesig.

Eine Möglichkeit bieten innovative Suchtechnologien. Denn wenn Prozesse sich verkürzen, spart das substanziell Zeit – und wo gilt die alte Weisheit, dass Zeit Geld ist, mehr als am Finanzmarkt?!

Auf die Frage kommt es an

Moderne Suchmaschinen konzentrieren sich längst nicht mehr nur auf Antworten, sondern auch auf Fragen. Denn wer die richtigen Fragen stellt, bekommt die richtigen Antworten.

Also antizipieren Suchmaschinen die Fragen, um effizienter passende Antworten liefern zu können.

In diesem sozusagen gelenkten Suchprozess spielen also 2 wichtige Aspekte eine Rolle: Die Suchmaschine muss nicht nur die richtige Antwort kennen, sondern auch die richtige Frage.

Die sogenannte „Graph Search“-Technologie wird beiden Anforderungen gerecht, denn sie beginnt bereits bei der Sucheingabe:

Sie lenkt den Nutzer durch den Frageprozess, gelangt so zu einer präzisen Suchanfrage und kann damit auch eine präzise Antwort liefern.

Wort für Wort

Für einen Suchmaschinenbetreiber wie Google ist die Herausforderung, Fragen und Antworten zu kombinieren, besonders groß, denn Google muss alle Webseiten auf der Welt abdecken – und das werden immer mehr.

In einem solchen, ständig wachsenden Raum die richtige Antwort zu finden, kommt der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen gleich.

Auf dem Weg zur Nadel haben Suchtechnologien aber bereits große Fortschritte gemacht; insbesondere beim Antizipieren der Frage und der Navigation durch mögliche Antworten.

Ein hervorragendes Beispiel für die Verbindung zwischen vorgeschlagener Frage und exakter Antwort bietet Facebook.


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Das soziale Netzwerk steht bei der Suche vor ähnlichen Herausforderungen wie Google, hat aber den großen Vorteil, in einem enger definierten Netz möglicher Fragen und Antworten zu agieren.

Facebook setzt Graph Search bereits ein, um die Nutzer durch den Suchprozess zu führen.

Mit jedem Wort, das der Nutzer bei der Suche eintippt, verengt sich der Korridor zur richtigen Frage, mit jedem Wort wird die Frage damit präziser und der Weg zur Antwort direkter.

So steht am Ende die richtige Frage und statt einer Liste möglicher Antworten nur eine einzige richtige Antwort.

Beginnt ein Nutzer etwa den Satz „Meine Freunde, die…“, so bietet Facebook sofort eine Liste möglicher Suchanfragen, die eine Verbindung zwischen dem Gedanken „meine Freunde“ und beispielsweise Orten oder Hobbies vorschlägt.

Mit dieser zugrundeliegenden Suchtechnologie können Nutzer sowohl sehr breite als auch sehr enge Suchanfragen durchführen, etwa „Meine Freunde, die in Berlin leben und gern Sport machen…“.

So lenkt Graph Search die Nutzer zu unmittelbaren Ergebnissen und optimiert den Suchprozess.

Zeit ist Geld – Suchmaschinen in der Finanzwelt

Die Finanzindustrie profitiert von einem besonders klar festgelegten Set möglicher Fragen und Antworten, die durch die Inhalte und Ressourcen der üblichen Desktop- oder Trading-Tools führen.

Deren Inhalte reichen von rohen Daten, etwa den Ergebnissen von börsennotierten Unternehmen oder Rohstoffpreisen, bis hin zu komplexen Funktionen oder Berechnungen.

In der Vergangenheit benötigte man für die Suche von Inhalten innerhalb der Desktop-Anwendung teils undurchsichtige Codes und nicht selten langwierige Umwege über verschiedene Seiten – nicht nur um eine Antwort zu finden, sondern um überhaupt erst eine Suchanfrage abgeben zu können.

Graph Search kann den Alltag von Finanzmarkt-Akteuren dadurch signifikant erleichtern, dass diese bei der Ausführung ihrer Aufgaben schnell und effizient geleitet werden.

Finanzprofis denken typischerweise in handelbaren Einheiten, Handelssymbolen oder Funktionen.

Graph Search hilft dem Nutzer, die richtige Einheit und die richtige Funktion aus möglichen Vorschlägen auszuwählen, führt ihn mit jedem weiteren eingegebenen Begriff durch die Suche und gestaltet so die gesamte Suchanfrage.

Der Nutzen liegt dabei vor allem in der enormen Zeitersparnis. Aus einem komplexen, mehrstufigen Vorgang und verschiedenen Suchen wird ein einfacher und intuitiver Prozess.

Ein Beispiel: Ein Händler tippt einen Aktiennamen oder ein Symbol – etwa IBM – in die Suchmaske ein und erhält sofort eine Liste möglicher Tools zur Analyse von IBM.

Wählt er dann etwa eine VWAP-Berechnung aus, erhält er umgehend Vorschläge für die Zeitmarken, die für die Berechnung nötig sind.

Ohne die Nutzung von Graph Search könnte dieser Vorgang viel Zeit in Anspruch nehmen. Zudem müsste der Nutzer zwischen Microsoft Excel, einem Berechnungs-Tool und einer Inhaltsseite zu IBM hin- und herwechseln.

Die Suchmaschine an meiner Seite …

Viele Berechnungen und Recherchen, die Finanzprofis jeden Tag durchführen, sind komplex und langwierig.

Die Sekunden, die beim Navigieren durch Seiten mit Funktionen und Informationen verloren gehen, summieren sich schnell zu wertvollen Stunden – und jede verlorene Stunde ist eine vergebene Gelegenheit.

Produkte in der Finanzmarktwelt sind daher darauf zugeschnitten, Navigation und Design an den Arbeitsablauf des Nutzers anzupassen und ihm so viel Zeitaufwand wie möglich zu ersparen.

Graph Search kann Nutzern dabei helfen, Informationen zu finden, zu klären, wie Funktionen sich nutzen lassen und wie man diese an die persönlichen Bedürfnisse anpasst.

Durch die Technologie wird von Anfang an nach dem richtigen Ergebnis gefragt. Das spart Zeit und eröffnet letztlich auch Lösungsansätze, an die die Nutzer vorher vielleicht gar nicht gedacht haben. So können völlig neue Ideen entstehen.

… ist ein verständiger Lotse

In ihrem Ursprung glich die Nutzung der ersten Suchmaschinen der Adlertaktik: „Kreisen, zielen, zuschlagen“.

Heute zielen Suchmaschinen darauf ab, möglichst komplexe Fragen zu beantworten, um möglichst präzise Antworten geben zu können. So können die Nutzer durch die riesigen Datenfluten geführt werden, die heute verfügbar sind.

Graph Search hilft dabei, die Suchmaschine zu einem verständigen Lotsen weiterzuentwickeln; einem intelligenten, personalisierten Führer, der den Nutzer an die Hand nimmt und ihn binnen Sekunden durch die Fülle an Informationen und Werkzeugen lenkt.

Die Akteure am Markt fangen gerade erst an, sich des Ausmaßes an Möglichkeiten leistungsfähiger Suchmaschinen bewusst zu werden.

Sie nutzen diese nicht nur, um Informationen und Daten zu finden, sondern auch, um neue Investitions-Strategien und -gelegenheiten zu erkennen.

Ein besseres Suchergebnis hilft, bei der Recherche keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Im Umkehrschluss führt das auch dazu, Handels-Strategien schneller und intuitiver zu entwickeln und umzusetzen.

Intelligente Suche eröffnet dem Finanzmarkt somit völlig neue Möglichkeiten.

11. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alex Tyrrell
Von: Alex Tyrrell. Über den Autor

Alex Tyrrell ist Head of Search Financial & Risk bei Thomson Reuters. Er verantwortet die Strategie und die Entwicklung von Suchfunktionen innerhalb der Plattform Thomson Reuters Eikon sowie bei mobilen Applikationen.