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ICSC-Goldman Index – das steckt dahinter

ICSC-Goldman steht für einen Index, der die Verkaufszahlen in Einkaufzentren wiedergibt. Die Abkürzung bedeutet International Council of Shopping Centers, also internationaler Rat von Einkaufzentren. Weil der Konsum extrem wichtig für die Börse ist, macht es für Privatanleger Sinn, diesen Index im Auge zu behalten. So hat der ICSC beispielsweise im Jahresvergleich Anfang 2009 wieder steigende Kurse angekündigt. Und das, kurz bevor die Märkte wieder nach oben drehten.

Einmal pro Woche gibt der Index die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr bekannt. Der direkte Vergleich zur Vorwoche hat weniger Aussagekraft und schwankt meist zwischen 2% Plus und Minus. Ein längerer Zeitraum ist deshalb bedeutender. Insofern sollten sich Anleger am Vorjahresvergleich orientieren.

Dabei werden die Verkäufe von großen Ketten mit Ausnahme von Restaurants und Fahrzeugen dargestellt. Der ICSC-Goldman Index wird auch als ICSC-UBS bezeichnet. Seit 2008 ist Goldman Sachs ebenfalls im ICSC involviert und seitdem trägt der Index auch den neuen Namen. Es werden dabei verkaufte Handelsartikel des Einzelhandels gemessen. Vom gesamten Einzelhandel umfassen diese Handelsartikel etwa 10% des Gesamtumsatzes.

Berechnung der ICSC-Goldman Verkaufszahlen

Der Index liefert nicht nur eine schnöde Statistik über die Verkaufszahlen einer Handvoll Einkaufzentren. Vielmehr geht es um eine ausgeklügelte Methode der Berechnung, die wiederum mit dem monatlichen Gesamtumsatz des Einzelhandels verglichen wird.

Die genaue Berechnungsmethode des ICSC-Goldman erfolgt über das geometrische Mittel. Dieses Verfahren wird häufig in der Statistik angewandt, wenn es darum geht, Produkte statt Summen zu interpretieren. Auf diese Weise wird nicht nur der Umsatz für den Index berechnet, sondern auch das Produkt. Insbesondere, wenn es darum geht, den Bezug von Wachstumsraten und Verhältnisse zum Vorjahreszeitraum darzustellen. So werden zum Beispiel neue Produkte, die es im Vorjahr noch nicht gab, mit Produkten verglichen, die diese ersetzen.

Um die Berechnung noch genauer zu machen,werden große Einzelhandelsketten jeweils als Kontrollgruppe für die wöchentlichen Umsatzzahlen genutzt. Beispiele für diese Ketten sind Macy’s, J.C. Penney und Kohl’s. Durch diese zusätzlichen Prüfungen erhöht sich die Genauigkeit und auch die Zuverlässigkeit des ICSC-Goldman.

Warum ist der ICSC-Goldman wichtig?

Ein großer Vorteil des ICSC-Goldman Index ist die wöchentliche Veröffentlichung. Daher ist er sehr nah am Puls der Zeit und kann somit Veränderung schnell darstellen. Andere Indizes werden seltener veröffentlicht und sind dementsprechend träge. Des Weiteren sind die Konsumentenausgaben ein großer Teil der Wirtschaft. Mehr als zwei Drittel des Wirtschaftsumsatzes ist auf den Konsum zurückzuführen.

Ändern also die Verbraucher ihr Kaufverhalten, wirkt sich das schnell auf den Aktienmarkt aus. Denn sollten die Umsätze sinken, gehen auch die Profite der Aktiengesellschaften zurück, und das wiederum führt zu fallenden Kursen.

ICSC-Goldman für Anleger

Privatanleger sollten auf Nachrichten über den ICSC-Goldman Index achten. Sind dessen Zahlen konstant oder gestiegen, so kann der Investor weiterhin Aktien aus diesem Segment in seinem Portfolio halten oder sogar nachkaufen. Gerät der ICSC-Goldman dagegen ins Stocken oder muss Abschläge hinnehmen, erhöht sich die Gefahr für einen Rücklauf am Aktienmarkt. Unternehmensanteile von Verbraucher-Konzernen sind dann eher zu meiden – vor allem, wenn der ICSC-Goldman mehrere Wochen hintereinander eine Senkung anzeigt.

12. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.