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Konsum in Deutschland – Statistik zeigt Veränderungen

Mit dem Begriff Konsum ist der Verbrauch bzw. der Verzehr von Gütern gemeint. Diese Güter können sowohl Produkte als auch Dienstleistungen für den privaten Gebrauch sein. Dazu gehören Ausgaben für Essen, Bekleidung, Verkehr, Wohnung, Freizeit, Gesundheit, Kommunikation, Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sowie Bildung.

Wir alle konsumieren, und unser Konsumverhalten verändert sich ständig. Statistiken über den Konsum in Deutschland helfen dabei, diesen Wandel zu erkennen und zu verstehen – interessant für alle Verbraucher, die sich etwas bewusster über ihr Konsumverhalten werden wollen. Konsum: Eine Definition

Konsum in Deutschland – Wandel und Entwicklung

Der Konsum war im 18. Jahrhundert noch ganz anders als heute: Damals konnte sich nur der Adel Luxusgüter wie beispielsweise Gewürze leisten. Die Industrie wuchs in Europa und somit wurde das Einkommen der Bürger größer. Dadurch stieg auch der Konsum des Bürgertums an.

In Deutschland wurde die erste Litfaßsäule Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin gebaut. Mit dem Ausbau der Werbemaßnahmen stieg auch der Konsum an. Durch die Industrialisierung wurde der Bau von Konsumhäusern erstmals möglich. Es gab dadurch ein größeres Angebot, was den Konsum erneut verstärkte. Der Konsum in Deutschland: Verschiedene Ausgaben je nach Einkommen

Nach dem 2. Weltkrieg begann das Wirtschaftswunder und der heute noch herrschende Massenkonsum. Mit der Globalisierung wurde es auch einfacher, international einzukaufen. Das Internet revolutionierte den Massenkonsum noch einmal gewaltig. Denn heutzutage kann man sich jedes Produkt ganz einfach im Internet bestellen und es liefern lassen, selbst wenn es dabei die ganze Welt überqueren muss.

Privater Konsum: Das meiste wird in Deutschland für Wohnen ausgegeben

Der Konsum in Deutschland verändert sich ständig. Viele Statistiken versuchen dies möglichst genau zu erfassen. Im Jahr 2011 tätigten die Deutschen 34,4% ihrer Konsumausgaben für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung, so eine Auswertung des statistischen Bundesamts (auf Basis der laufenden Wirtschaftsrechnungen). Das meiste wird in Deutschland also fürs Wohnen ausgegeben.

Zum Vergleich: 13,9% der Konsumausgaben werden für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren fällig und 10,8% wurden für Freizeit, Unterhaltung und Kultur investiert.

Mehr als ¼ der Nahrungsmittelausgaben für Fleisch und Fisch

Auch der Konsum im Nahrungsmittelbereich ist interessant: Insgesamt 27% der Konsumausgaben für Nahrungsmittel wurden 2008 für Fleisch und Fisch ausgegeben, das hat das Statistische Bundesamt im Rahmen der EVS (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe) festgestellt.

Dicht gefolgt sind Fleisch und Fisch von den Nahrungsmittelausgaben für Obst, Gemüse und Kartoffeln mit 22%. Am wenigsten (16%) wurden im Jahr 2008 Lebensmittel wie Zucker, Süßwaren, Speisefette, Konfitüren usw. konsumiert. Natürlich konsumiert jeder anders. Statistiken zum Konsum in Deutschland helfen aber dabei, allgemeine Trends zu erkennen.

Es gibt beispielsweise immer mehr kritische und ökologisch bewusste Konsumenten, weshalb Bio-Produkte auch immer begehrter werden. Das könnte auch einer der Gründe sein, weshalb in Deutschland mehr Geld für Fleisch und Fisch ausgegeben wird. Wenn sich das so weiter entwickelt, sagen die Statistiken in 10 Jahren möglicherweise, dass sich die Ausgaben für Nahrungsmittel noch weiter erhöht haben.

10. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.