MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Nominalzins und Rendite: Bei Staatsanleihen aufgepasst

Staatsanleihen gelten als sicherer Hafen für Anleger. Im Gegensatz zu Aktien und anderen Anlageklassen sind hier keine Volatilitäten zu befürchten.

Die Konditionen stehen von Anfang an fest.

Staatsanleihen = Festverzinsliche Wertpapiere

Staatsanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere. Sie werden an der Börse täglich gehandelt.

Anders als bei einer Aktie wird der Käufer nicht Anteilshaber, sondern Gläubiger. Er leiht dem Staat, der die Anleihe emittiert, sein Geld.

Dafür bekommt er einen Anspruch auf Rückzahlung zu einem festen Zinssatz und einem festgelegten Zeitpunkt. Dies macht die Geldanlage berechenbar und risikoarm.

Die Laufzeit beträgt in der Regel zehn Jahre. Über diese Zeit hinweg wird der verbriefte Zinssatz gezahlt. Die Auszahlung erfolgt jährlich. Es gibt auch kürzere Laufzeiten, doch die sind üblicherweise weniger lukrativ.

Staatsanleihen mit gegenläufiger Entwicklung von Kurs und Zins

Bei jeder neu aufgelegten Staatsanleihe wird der Zins festgeschrieben. Der richtet sich nach dem Marktzins und wird somit vom jeweiligen Leitzins bestimmt.

Um Anlegern einen Anreiz zu bieten, liegt der Zins jedoch meist darüber.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Je dringender ein Staat auf Geldbeschaffung angewiesen ist, desto höher sind die Risikoaufschläge. Dies ist der Preis für das höhere Ausfallrisiko und die schlechtere Bonität.

Angezeigt wird das höhere Risiko über die Zinsdifferenz, auch Zins-Spread genannt. Dabei lassen sich z.B. die niedrigen deutschen mit höheren italienischen oder spanischen Anleihezinsen vergleichen.

Bei schlechterer Bonität bzw. Rating sind also die Zinsen zwangsläufig höher, allerdings wird dann auch der Kurs niedriger.

Bei höherer Bonität wiederum stehen die Anleihen höher im Kurs. Umgekehrt sind dann eben die Zinsen niedriger. Die Entwicklung von Kurs und Zins ist somit gegenläufig.

Mehr zum Thema: Wertpapierkauf durch Notenbanken – Ein Spiel mit Höhen und Tiefen

In diesem Zusammenhang wird aber nicht nur von Kurs und Zins, sondern auch von Rendite gesprochen. Hierdurch soll zum Ausdruck kommen, dass mit einem bestimmten Zins auch eine entsprechende Rendite einhergeht.

Beim Begriff Rendite aber sollte man genauer hinschauen. Bei Rendite denkt man als Anleger gleich an den zu erwartenden Ertrag.

Effektivzins ist die tatsächliche Rendite

Die Rendite entspricht nicht dem verbrieften Nominalzins, der im sogenannten Kupon festgelegt ist. Sie drückt vielmehr den Effektivzins aus.

Und der berücksichtigt den Kaufpreis und die Restlaufzeit sowie die Entwicklung von Marktzinsen und Börsenkurs.

Beispiel: Liegt der Marktzins über dem Anleihezins sinkt der Kurswert und der Anleger macht Verluste. Die Rückzahlung wird zu 100% verbrieft.

Hinzu kommen Kosten wie Abschluss- und Verwaltungsgebühren sowie Spesen oder Provisionen.

All diese Kosten nagen an einem lukrativ erscheinenden Nominalzins. Bei Provisionen, Maklergebühren und Depotgebühren werden häufig Mindestbeträge berechnet.

Also: Bei der Rendite, dem Effektivzins, werden neben dem Nominalzins zusätzlich alle Gewinne und Kosten eingerechnet und ins Verhältnis zum eingesetzten Kapitalbetrag gesetzt.

Mehr zum Thema: Effektivverzinsung bei Anleihen – so wird sie berechnet

Kurzum: nach Abzug aller Kosten und Kursschwankungen zeigt die Rendite wie viel Gewinn ein Anleger erwarten kann – vor Steuern natürlich, und die gehen dann ebenfalls ab.

7. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.