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Ökonomisches Prinzip – Beispiele und Anwendungsgebiete

„Ökonomisches Prinzip“ ist ein anderer Begriff für das sogenannte Wirtschaftlichkeitsprinzip oder auch die Input-Output-Relation. Diesem Prinzip liegt die Annahme zugrunde, dass die Wirtschaftsteilnehmer ein optimales Verhältnis zwischen Input und Output anstreben und somit die Wirtschaftlichkeit optimieren wollen.

3 verschiedene Ausprägungen werden als ökonomisches Prinzip zusammengefasst. Diese verschiedenen Formen gehen jeweils von unterschiedlichen Ausgangssituationen aus. Die Gemeinsamkeit ist jedoch in allen Fällen, dass die eingesetzten Mittel und das erzielbare Ergebnis in einem bestmöglichen Verhältnis zueinander stehen sollen.

Das ökonomische Prinzip lässt sich an einigen Beispielen sehr anschaulich erläutern. Auf diese Weise wird klar, dass es sich hierbei mitnichten um eine praxisferne Wirtschaftstheorie handelt. Vielmehr handelt eigentlich jeder Wirtschaftsteilnehmer nach dem ökonomischen Prinzip. Bei Unternehmen spiegelt sich der Erfolg des ökonomischen Handelns beispielsweise in der Rentabilität wider.

Ökonomisches Prinzip – Beispiele für das Minimalprinzip

Beim Minimalprinzip wird von einem definierten Ziel ausgegangen, welches durch einen möglichst geringen Input erreicht werden soll. Ein klassisches Beispiel für das Minimalprinzip kann eine Autofahrt sein: Hier hat man einen definierten Zielort und möchte diesen mit einem möglichst geringen Benzinverbrauch erreichen.

Ein weiteres Beispiel lässt sich in der Industrie finden: Unternehmen brauchen eine klar definierte Menge eines Gutes, Materials oder Rohstoffs und bemühen sich, diese Menge zu einem möglichst günstigen Preis einzukaufen.

Da es jedoch nicht immer ein klar definiertes Ziel gibt, existiert mit dem sogenannten Maximalprinzip noch ein weiteres ökonomisches Prinzip.

Beispiele für das Maximalprinzip

Das auch Ergiebigkeitsprinzip genannte Maximalprinzip geht von einem definierten Input aus, mit dem ein maximaler Output erreicht werden soll. Der Unterschied lässt sich am besten aufzeigen, wenn man sich der zuvor genannten Beispiele für das Minimalprinzip bedient. Übertragen auf das Maximalprinzip heißt das:

Man hat eine definierte Menge an Benzin (Input) und versucht nun, mit dieser Menge die größtmögliche Distanz zu fahren (Output). Oder: Ein Unternehmen hat ein festes Budget, mit dem es die größtmögliche Menge eines Gutes, Materials oder Rohstoffs einzukaufen versucht.

Das Minimalprinzip und das Maximalprinzip werden jedoch noch durch das sogenannte Extremum- oder Optimumprinzip ergänzt.

Der Mittelweg – das Extremumprinzip

In der Realität finden die zuvor genannten Ausprägungen des ökonomischen Prinzips häufig nur bei sehr einfachen Sachverhalten Anwendung. Wesentlich häufiger anzutreffen ist jedoch das sogenannte Extremumprinzip.

Dabei wird davon ausgegangen, dass sowohl Input als auch Output in einem gewissen Maße variabel sind. Diese Größen können also verändert werden, um das bestmögliche Verhältnis zueinander herzustellen.

Dieses bestmögliche Verhältnis muss jedoch nicht zwingend immer auf reinen Zahlen und Fakten beruhen. Gerade bei privaten Wirtschaftsteilnehmern können auch irrationale Beweggründe eine Rolle spielen.

Um bei dem zuvor angeführten Beispiel der Autofahrt zu bleiben: Die Fahrt über die Autobahn mit konstanten 80km/h mag zwar zu einem geringen Benzinverbrauch führen, ist jedoch möglicherweise zu zeitaufwändig. Hier kann nun ein höheres Tempo und damit ein höherer Benzinverbrauch in Kauf genommen werden, um eine Zeitersparnis herbeizuführen. Der Fahrer wählt hier in der Regel das für ihn optimalste Verhältnis aus Kosten und Zeitaufwand.

Man sieht also, dass sich das ökonomische Prinzip leicht auf Situationen in Unternehmen, aber auch auf private Lebenslagen übertragen lässt. Gerade im privaten Bereich finden die Entscheidungen jedoch häufig unbewusster statt, als es im unternehmerischen Umfeld der Fall ist. Die Prinzipien und Funktionsweisen bleiben jedoch dieselben.

11. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.