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Orderscheck übertragen – wie das funktioniert

Ein Orderscheck darf grundsätzlich nur an denjenigen ausgezahlt werden, der auch als Zahlungsempfänger benannt wurde.

Orderscheck übertragen

Durch ein sogenanntes Indossament können alle Rechte aus einem Orderscheck vom Aussteller an den Empfänger übertragen werden. Den Scheckaussteller nennt man in diesem Fall auch Indossanten und den Empfänger den Indossatar.

Das Übertragen des Orderschecks muss außerdem durch eine ordnungsgemäß ausgewiesene Person erfolgen.

Die Banken bieten für Orderschecks bereits vorgefertigte Belege an, die am rechten Rand mit einem senkrechten roten Strich und dem Vermerk Orderscheck gekennzeichnet sind. Aber auch ein Inhaberscheck kann mit einem zusätzlichem Vermerk Orderscheck zu einem solchen umgewandelt werden.

Das Übertragen von Orderschecks ist nur mithilfe eines Indossaments möglich. Dieses erfolgt auf der Rückseite des Schecks.

Mehr dazu: Orderscheck: Indossieren und Bezugsrecht weiterreichen


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Es kann zwischen 3 Arten von Indossamenten unterschieden werden, nämlich dem Vollindossament, dem Blankoindossament und dem Inkassoindossament.

Das Vollindossament beinhaltet den Vermerk „für mich an die Order der…“. Außerdem enthält es den Namen sowie die Unterschrift des Scheckausstellers. Man kann sofort sehen, wer den Scheck an wen überträgt, da beide Personen namentlich genannt werden.

Das Blankoindossament beinhaltet hingegen keine Namen. Er enthält lediglich den Zusatz „an Order“ und die Unterschrift des Scheckausstellers. Es ist also nicht ersichtlich, an wen der Scheck ursprünglich übertragen wurde.

Es ist somit nur der Aussteller zu erkennen und nicht der Empfänger, daher kann die Bank die Zahlung an jede Person vornehmen, die den Scheck vorlegt. Der Ordercheck wird in diesem Fall wie ein Inhaberscheck behandelt.

Das Inkassoindossament beinhaltet den Vermerk „Wert zum Einzug“ oder auch „Wert zum Inkasso“. Deswegen darf der Einzug durch den Empfänger nur für den Aussteller erfolgen.

Vor- und Nachteile eines Orderschecks

Die Überprüfung des Indossaments bedeutet einen zusätzlichen Arbeitsaufwand für die Bankmitarbeiter. Deswegen sind Orderschecks nicht sehr beliebt und werden in Deutschland nur selten genutzt.

Wenn Schecks per Post versendet werden müssen, bieten Orderschecks jedoch eine höhere Sicherheit. Auch im internationalen Zahlungsverkehr werden sie häufig verwendet.

Ein Indossament beinhaltet eine Garantie-, Transport- und Legitimationsfunktion. Allein bei einem Inhaberscheck besitzt es lediglich eine Haftungsfunktion.

Mehr dazu: Orderscheck einlösen: So geht’s richtig

Die Transportfunktion bedeutet eine Übertragung der gesamten Rechte auf den Empfänger. Wegen der Legitimationsfunktion gilt der Empfänger als Eigentümer beziehungsweise Gläubiger des Schecks. Das heißt, dass er die Erbringung der Leistung vom Schuldner (also dem Aussteller) verlangen kann.

Die Garantiefunktion kann auch als Haftungswirkung bezeichnet werden. Der Scheckaussteller haftet mit seiner Unterschrift – falls ein Rückgriff erfolgen sollte – nur gegenüber seinem Nachfolger.

Diese Haftung kann allerdings mithilfe einer Angstklausel ausgeschlossen werden. Dies kann durch den Vermerk „ohne Obligo“ erfolgen.

10. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.