MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Riester Banksparpläne – Hidden-Champions der Riester-Reihe

Riester Banksparpläne haben attraktive Vorteile. Dennoch sind sie relativ wenig verbreitet und werden vielfach nur unwillig angeboten. Zum einen leiden sie unter dem ramponierten Image anderer Riester-Produkte, Stichwort: Hohe Kosten, niedrige Zinsen oder gestrichene Zulagen. Zum anderen bringen sie Banken und Finanzvertrieben kaum Geld. Denn Abschluss- und Vertriebskosten sowie Provisionen entfallen hier.

Riester Banksparpläne – schlank, einfach, keine Kostenfallen  

Gerade das aber ist ein zentraler Vorteil für Sparer. Im Vergleich zu anderen Vorsorgeprodukten müssen keine hohen Anfangskosten über Jahre mühsam wieder eingeholt werden. Deshalb sind sie auch fürs fortgeschrittene Alter interessant.

Aber selbst Jugendliche, die mit mal einem Riester-Sparplan anfangen, machen keinen Fehler – wenn sie ihren Vertrag auflösen, fallen keine Kosten an. Das ist auf jeden Fall günstiger als bei einer Lebensversicherung. Nur die Fördergelder sind dann zurückzahlen. Und die bleiben hier wegen der fehlenden Kosten und Gebühren voll erhalten.

Riester Banksparpläne – Viele Vorteile

Da bei Riester Banksparplänen der Einstieg quasi kostenfrei ist, kann man eigentlich nichts falsch machen. Die staatlichen Zuschüsse wie Grundzulage, Kinderzulage und Steuerersparnisse lassen sich bequem mitnehmen und ansammeln. Da stören auch Verwaltungsgebühren von höchstens 10 € bis 15 € im Jahr kaum. Viele Spar- und Genossenschaftsbanken verzichten sogar ganz darauf.

Auch wenn das derzeitige Zinsniveau niedrig ist – für die Rendite kommt es auf die verschiedenen Zusatzangebote an. In vielen Fällen gibt es zum Basiszins Zuschläge, Treue- oder Schlussboni. Meist richtet sich die Grundverzinsung nach der Umlaufrendite öffentlicher Anleihen.

In anderen Fällen ist es der aktuelle Marktzins. Kommen nun die verschiedenen Boni hinzu, so kann die Rendite bis zu 3,5% ausmachen. Im Extremfall bis zu 5%.

Kosteneffizienter als andere Versicherungen

Was die Zinsen angeht, so kommt es bei der Auswahl also unter anderem darauf an, welcher Zins zugrunde gelegt wird und ob es irgendwelche Abschläge gibt. Je näher das Angebot am Referenzzins liegt, desto besser.

Doch nicht nur die Boni und Zuschläge peppen die Rendite auf – entscheidend ist eben, dass keine Kosten am Ertrag nagen. Dadurch brauchen sich Riester Banksparpläne nicht hinter anderen Versicherungen zu verstecken, deren Gebühren sowie offenen und versteckten Kosten erst nach Jahren aufgeholt werden.

Wende in der Rentenphase

Bei allen Vorzügen, auch Riester Rentensparpläne haben einen kleinen Haken. Wieviel sie am Ende tatsächlich bringen, zeigt sich erst zu Beginn der Rentenphase, also bei Auszahlungsbeginn.

Dann erst werden nämlich die Einzelheiten dazu festgelegt. Genauere Angaben hierüber sucht man zu Anfang, also beim Vertragsabschluss, vergeblich. Die Kreditinstitute sind dazu nicht verpflichtet.

Sie können zum Rentenbeginn die angelaufenen Ersparnisse plus Erträge entweder auf einen Schlag in eine Rentenversicherung stecken oder einen individuellen Auszahlungsplan anbieten. Diese Gestaltungsfreiheit gilt aber per Gesetz nur bis zum 85. Lebensjahr.

Danach übernimmt ohnehin eine Versicherung den Vertrag und zahlt dem Kreditinstitut die monatlichen Renten für den Kunden. Für die Versicherungen ein gesetzlich verankertes Geschäft. Die Übernahme lassen sie sich mitsamt den entsprechenden Sicherheiten von den Kreditinstituten gut bezahlen.

Bankensparpläne nur bei kleineren Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Abgesehen davon kann dies einem Sparer bei guten Angeboten relativ gleich sein. Er sollte allerdings im Auge behalten, dass bei aller Flexibilität ein Anbieterwechsel bis zu 150 € kosten kann. Einige Anbieter verlangen aber auch kein Geld.

Wer einen attraktiven Riester Bankensparplan sucht, sollte – trotz des Begriffs – gerade nicht bei Banken anfragen. Die geben sich damit nicht ab. Fündig wird man vor allem bei örtlichen und regionalen Sparkassen, Volks- oder Raiffeisenbanken bzw. Genossenschaftsbanken.

Manche fordern für ihr Angebot, dass der Interessent ein Konto dort eingerichtet hat. Bei anderen wiederum verläuft ein Abschluss reibungslos per Post und Internet.

1. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.