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Schwarzer Freitag: Die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen

Der Schwarze Freitag ist als Beginn der Weltwirtschaftskrise in die Geschichte eingegangen.

Sie hatte ihren Ursprung in den USA und breitete sich dann über die ganze Welt aus. Die Krise hatte nicht nur für die Anleger, sondern auch für die Unternehmen schwerwiegende Folgen.

Wie am Schwarzen Freitag die Weltwirtschaftskrise begann

Vom Aufschwung der „Goldenen Zwanziger Jahre“ wollten viele Amerikaner profitieren. Der Dow Jones-Index war immens angestiegen, was zu großer Euphorie an der Börse führte. 1923 stand der Index noch bei 100 Punkten und kletterte dann zügig auf ganze 331 Punkte – ein Rekordstand.

Viele entschieden sich für den Kauf von Aktien – ohne zu wissen, dass die Kurse bald deutlich einbrechen würden. Als der Dow Jones ohne erkennbaren Grund im zweistelligen Bereich Prozentpunkte verlor, brach Panik aus und die Anleger verkauften ihre Aktien.

Sie versuchten zu retten, was noch zu retten war. Sage und schreibe 16 Mio. Aktien waren am 24. Oktober auf dem Markt. Für die Börsen war das eine Katastrophe, es folgte der Zusammenbruch.

Mehr zum Thema: Die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre

Problematisch war auch, dass viele der Anleger ihre Aktienkäufe auf Pump getätigt hatten. Sie wollten am Aufschwung mitverdienen, obwohl ihr eigenes Vermögen nicht ausreichte, um an der Börse einzusteigen. Für viele Menschen war es dann nach dem Kurssturz nicht mehr möglich, die eigenen Kredite zu finanzieren. Viele Anleger waren also hoch verschuldet.

Die Wirtschaft in der Krise

Nach dem Schwarzen Freitag ging es für die Wirtschaft nicht nur in den USA, sondern auch in ganz Europa bergab. Viele Unternehmen gerieten in Probleme. Einige mussten Mitarbeiter entlassen oder gar Insolvenz anmelden. Grund dafür war der große Produktionsüberhang.

Mehr zum Thema: Die Deflation 1930

Es wurde einfach mehr produziert als abgesetzt werden konnte – eine schwierige Situation für die meisten Unternehmen. Insgesamt brach in den USA 50% der Industrieproduktion zusammen. Das wirkte sich natürlich auch auf den Arbeitsmarkt aus. So stieg die Arbeitslosenquote im Jahr 1929 auf ganze 26,4%.

Nach der Krise: „New Deal“ sollte amerikanische Wirtschaft stärken

Erst im Jahr 1932 erreichte der Dow Jones-Index schließlich seinen Tiefpunkt bei 41 Punkten. Weltweit versuchte man danach, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und zugleich weitere Krisen zu verhindern. Börsenaufsichten wurden gegründet und Kredite für die Investition in Aktien wurden beschränkt.

In den USA gab es einen Regierungswechsel. 1932 gewann Franklin D. Roosevelt die Präsidentschaftswahl gegen seinen Vorgänger Herbert Hoover, dem viele die Schuld an der Weltwirtschaftskrise gaben. Die Bevölkerung erwartete vom neuen Präsidenten wirkungsvolle Maßnahmen gegen das soziale Elend und die Wirtschaftskrise.

Roosevelt setzte daher den „New Deal“ durch, der verschiedene Reformen umfasste und die Wirtschaftspolitik neu ausrichtete. Dazu gehörten beispielsweise die Einführung einer Arbeitslosen- und Altersversicherung oder auch die Vergabe großer staatlicher Aufträge, die zur Arbeitsbeschaffung dienen sollten.

20. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.