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So profitieren Anleger von fallenden Kursen

An der Börse geht es nicht immer nur bergauf. Erfahrene Anleger können ein Lied davon singen.

Selbst wenn hervorragende Kennzahlen und Prognosen hochfliegende Erwartungen auf satte Gewinne geschürt hatten, kann es dennoch passieren, dass das auserkorene Wertpapier abstürzt. Dann gilt es, zu reagieren. Also zunächst einmal: verkaufen. Aber was dann?

Die unterschiedlichen Phasen eines Kursverlaufs werden als Auf- und Abwärtstrend bezeichnet, deren jeweilige Tendenz sich von selbst erklärt. Daneben gibt es den so genannten Seitwärtstrend. Dieser ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Wertpapiers auf einem Niveau verharrt – quasi um die gleichen Kurse pendelt.

Und auch wenn es nicht besonders logisch klingt: Anleger können selbst von fallenden Kursen profitieren. Dies geschieht mithilfe von Leerverkäufen – im englischen Sprachraum short selling genannt. Dabei handelt es sich im Finanzsektor um den Verkauf von Wertpapieren oder Devisen, über die der Verkäufer zum Verkaufszeitpunkt nicht verfügt.


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Wann sollten sich Anleger für Leerverkäufe entscheiden?

Leerverkäufe sind empfehlenswert, wenn das sich das ins Auge gefasste Wertpapier, z.B. eine bestimmte Aktie, in einem intakten Abwärtstrend befindet. Einen solchen erkennt man daran, dass sich der Kurs in einem so genannten Abwärtstrendkanal nach unten bewegt. Er bewegt sich also wellenförmig in Richtung immer niedrigerer Kurse.

Ist ein intakter Abwärtstrend identifiziert, können Anleger einen Leerverkauf wagen. Dies bedeutet, man verkauft beispielsweise eine Siemens-Aktie zum aktuellen Kurs von 95 € und muss diese zu einem späteren Zeitpunkt – etwa in drei Monaten – liefern. Dabei spekuliert er darauf, dass der Kurs fällt. Wenn also die Siemens-Aktie in drei Monaten bei 85 € notiert, hätte man 10 € verdient.

Das erhöhte Risiko beim Leerverkauf

Aber Vorsicht: Der Kurs kann sich aber auch in unerwarteter Weise entwickeln. Und dabei offenbart sich auch das in der Tat vorhandene höhere Risikopotenzial der Leerverkäufe. Theoretisch kann die Siemens-Aktie ja auch „durch die Decke gehen“. Steigt der Kurs von Siemens also auf 200 €, verlieren Anleger 105 €. Und damit sogar einen höheren Betrag, als sie eingesetzt haben.

Das kann bei einem „normalen“ Wertpapiergeschäft nicht passieren. Denn hier riskieren Anleger – selbst bei einem Totalverlust – maximal 100 % der Investitionssumme. Für weniger erfahrene Anleger sind Leerverkäufe daher eher nicht zu empfehlen.

Eine interessante Alternative im Bereich der Leerverkäufe stellen die so genannten short ETFs dar. Hierbei setzen Anleger auf die negative Tendenz ganzer Märkte. Und da sich das Risiko dabei auf viele Aktien verteilt und weil Investoren bei einem ungünstigen Kursverlauf jederzeit aussteigen können, sind auch die Risiken überschaubarer.

3. Januar 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.