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Trends zeigen Marktrichtung besser an als das Tagesgeschehen

Aktienmärkte bewegen sich in Trends.

Die Charttechnik hält zu deren Bestimmung zahlreiche Möglichkeiten für Sie bereit.

Eines der einfachsten Instrumente stellt in meinen Augen der Gleitende Durchschnitt (englisch: Moving Average) dar, auch Tagelinie genannt.

Um einen solchen zu berechnen, werden die Schlusskurse einer zuvor bestimmten Zeitperiode addiert und durch die Anzahl der Abschnitte dieser Spanne dividiert.

Für einen Gleitenden Durchschnitt über 50 Tage würde also die Summe der Schlusskurse der letzten 50 Handelstage durch 50 dividiert. Durch die börsentägliche Berechnung und Fortschreibung wird der Durchschnitt „gleitend“.

Aufgrund der Mittelung der Kurse wird der Kursverlauf geglättet – das tägliche Auf und Ab wird ausgeblendet und der zugrunde liegende Trend sichtbar.

Klar ist: Je mehr Kurse Sie zur Berechnung einer Tagelinie heranziehen, umso stärker fällt die Glättung aus. Die Trend-Richtung wechselt weniger häufig.

Kurz-, mittel- und langfristige Trends

Bei geschickter Wahl der Zeitperioden können Sie sich im Chart auf diese Weise Trends für eine kurz-, eine mittel- und eine langfristige Betrachtung anzeigen lassen.

Für diesen Zweck haben sich die Zeitperioden 20, 50 und 200 Tage bewährt. Bei unterstellten 5 Handelstagen pro Woche decken Sie so mithin Abschnitte von 4, 10 und 50 Wochen (also fast 1 Jahr) ab.


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In der nun folgenden Grafik habe ich für Sie einmal ausschließlich die genannten 3 Tagelinien eingeblendet.

tagelinien pur-11-12-2014

20-, 50- und 200-Tagelinie eines Marktes

Wie würden Sie bei Betrachtung dieses Charts die Trends beurteilen? – Vermutlich ähnlich positiv wie ich:

Alle Trends aufwärts gerichtet

Alle 3 Tagelinien tendieren aufwärts. Somit liegen kurz-, mittel- und langfristig jeweils Aufwärtstrends vor.

Doch Sie können aus der Lage dieser 3 Tagelinien zueinander noch etwas herauslesen:

Die Gleitenden Durchschnitte liegen, entsprechend ihrer Fristigkeit, übereinander: Die 20-Tagelinie verläuft über der 50-Tagelinie, die sich wiederum beide über dem Durchschnitt der letzten 200 Tage bewegen.

Zeichnete sich ein Trend-Wechsel nach unten ab, dann würde sich das als erstes in der 20-Tagelinie widerspiegeln. Beispiele dafür habe ich mit einem gelben bzw. blauen Rechteck versehen.

Es dauert also einige Zeit, bis der mittelfristige Trend dem kurzfristigen zu folgen beginnt. Der langfristige Trend zeigt sich von dieser Entwicklung sogar völlig unbeeindruckt.

Fazit

Damit sind wir bei des „Pudels Kern“:

Bei dem oben gezeigten Chart handelt es sich um die Tagelinien des Nasdaq Composite, also dem Barometer der US-Technologieaktien.

Im nächsten Chart habe ich nun auch den Index-Verlauf eingeblendet.

nasdaq composite-11-12-2014

Nasdaq Composite mit 20-, 50- und 200-Tagelinie 2013-2014

Sie sehen: Ende 2014 gab es einen heftigen Kursrücksetzer, der in den Börsenmedien auch wieder prompt mit martialischen Begriffen wie Absturz bezeichnet wurde.

Nachdem Sie nun die Basis-Trends des Nasdaq Composite kennen, ist die Schlussfolgerung für den Charttechniker simpel:

Ein solcher Rücksetzer ist nach der vorausgegangenen Rallye völlig normal und ändert nichts an dem bestehenden Aufwärtstrend.

11. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.