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Valuta: Definitionen und Abgrenzungen

Wer als Kontoinhaber eine Überweisung tätigt, eine Gutschrift erhält oder eine sonstige Transaktion nachverfolgt, wird auf seinem Kontoauszug oder in den Kontodetails über das Online-Banking das Wertstellungsdatum (genannt Valuta) finden. Dieses weicht zumeist von dem Buchungsdatum ab. Das Buchungsdatum und das Datum der Wertstellung sind unterschiedlich definiert. Doch auch beim Wertpapierhandel und bei Währungen ist von Valuta die Rede. Was genau steckt hinter dem Begriff?

Valuta: Definition des Begriffs bei der Kontoführung

Als Valuta wird der Wertstellungszeitpunkt bzw. das Buchungsdatum für eine Belastung oder Gutschrift auf einem Konto definiert. Auf den Kontoauszügen ist dann ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt die Wertstellung erfolgt ist. Wird Geld vom Bankkonto zu einer gewissen Zeit – beispielsweise um 9 Uhr – abgebucht, dann erfolgt die „Valutierung“ innerhalb des Abbuchungstages.

Das Buchungsdatum ist dann immer der Bankgeschäftstag, an dem die Buchung vollzogen wird. Wenn Geld zum Beispiel an einem Sonntag per Automat verfügt wird, kommt es erst am Montag zu der entsprechenden Buchung (Buchungsdatum). Die Wertstellung erfolgt aber bereits am Sonntag, da das Geld effektiv schon am Sonntag nicht mehr auf dem Konto vorhanden ist. Dies ist unter anderem für etwaige Zinsgutschriften oder -belastungen relevant.

Mehr zum Thema: Welche Richtlinien für die Wertstellung bei einer Überweisung gelten

Valuta an der Börse

Auch Privatanleger und Aktionäre stoßen von Zeit zu Zeit auf den Begriff Valuta. Bei Depottransaktionen wird die Valuta als das Verrechnungsdatum der Wertpapiere nach Geschäftsabschluss an der Börse oder als der Zeitpunkt der Gutschrift bzw. Belastung auf dem Bankkonto durch die Bank bezeichnet. Beim Aktien- und Wertpapierhandel unterscheidet man zwischen 2 verschiedenen Arten von Valuta. Erfolgt die Wertstellung innerhalb von 2 Geschäftstagen, spricht man von einem Kassageschäft. Dauert die Valuta hingegen länger als 2 Tage, handelt es sich bereits um ein Termingeschäft.

Valuta als Sammelbegriff für fremde Währungen

Der Begriff Valuta tritt auch oft im Zusammenhang mit ausländischen Währungen auf. Hierbei trifft man auch häufig auf die Valutaschuld. Dabei handelt es sich um eine Geldschuld, die in ausländischer Währung ausgedrückt ist. Diese wird wiederum in eine echte und eine unechte Valutaschuld unterteilt.

Mehr zum Thema: Fremdwährungskredite: Worauf muss man achten?

Die echte Valutaschuld setzt voraus, dass diese Schuld nur in der entsprechenden ausländischen Währung getilgt werden darf. Bei der unechten Valuta hingegen geht es um den Wert an sich, die Währung spielt eine untergeordnete Rolle. Die Schulden können also auch in der jeweiligen Landeswährung beglichen werden.

3. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.