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Was bedeutet Underlying im Zusammenhang mit Finanzgeschäften?

05Geschäfte mit Options- oder Terminkontrakten sind kaum etwas anderes als Wetten auf steigende oder fallende Werte. Dieser (Basis-)Wert, welcher der Wette zugrunde liegt, wird auch als Underlying bezeichnet. Dies können zum Beispiel eine Aktie, ein Rohstoff, ein Index oder Staatsanleihen sein.

Dabei sollte man auf die Funktionsweise von Optionsscheinen kennen. Geschäfte mit Optionsscheinen oder Terminkontrakten sind mit einem hohen Risiko behaftet. Daher sind Investitionen dieser Art für weniger erfahrene Anleger nicht geeignet. Aber auch gewiefte Marktteilnehmer wenden diese Geschäfte eher als Beimischung zu ihren sonstigen Investitionen an.

Wie Geschäfte mit Optionsscheinen ablaufen

Normalerweise garantiert das Recht eines Optionsscheins, dass der Besitzer eine festgelegte Menge eines bestimmten Wertes an einem fixen Tag oder im Laufe einer vorher bestimmten Spanne zu einem festen Preis handeln darf. In den Konditionen des Optionsscheins sind die genaueren Modalitäten festgelegt.

Beispiel: Ein Optionsschein verbrieft das Recht, eine Daimler-Aktie zum Kurs von 100 € in sechs Monaten zu kaufen. Wenn in einem halben Jahr der tatsächliche Kurs von Daimler bei 150 € liegt, muss der Emittent das Wertpapier auch für 100 € verkaufen. Ein auf steigende Kurse spekulierendes Geschäft mit einem Optionsschein wird als Call, ein auf fallende als Put bezeichnet.

Wenn das Termin- oder Optionsgeschäft fällig oder ausgeübt wird, muss das Underlying geliefert oder erhalten werden. Zwischen dem Termin- bzw. Optionsgeschäft und dem dazugehörigen Underlying besteht eine sehr hohe Abhängigkeit.

Die Grundlage eines Optionsscheins – die Underlying

In unserem Beispiel ist das Underlying oder der Basiswert des Optionsscheins die Daimler-Aktie. Als Basiswerte dienen aber neben Aktien auch ganze Indices, Rohstoffe wie Weizen oder Edelmetalle, Staatsanleihen, Devisen oder Termingeld.

Underlyings werden einerseits in konkrete lieferbare Waren wie Metalle, Erdöl, Aktien oder Devisen oder andererseits in künstlich geschaffene, standardisierte Handelsobjekte unterteilt werden.

Beispielsweise liegt dem so genannten Bund-Future ein abstrakter Basiswert zu Grunde, der eine repräsentative Bundesanleihe mit einer Verzinsung von 6 % und einer Laufzeit von 10 Jahren darstellt.

Und auch Aktienindices wie der DAX können synthetische Basiswerte sein. Das Underlying ist dann ein Portfolio von Aktien, das die verschiedenen Werte des DAX mit ihren zugehörigen Gewichtungen repräsentiert.

Termin- oder Optionsgeschäfte nicht für jeden geeignet

Umgangssprachlich ausgedrückt sind Optionsscheine Wetten auf sinkende oder steigende Werte. Die Bezugsgröße, auf die sich die Wette bezieht, ist das Underlying, der Basiswert. Aus diesem Grunde bieten solche Geschäfte große Chancen, bergen aber auch erhebliche Risiken.

Daher sind Termin- oder Optionsgeschäfte nicht für Börseneinsteiger geeignet. Wegen der erhöhten Risiken eignen sich Optionsscheine auch für erfahrene Investoren lediglich als Beimischung von höchstens 10 % im Depot.

5. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.