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Wie Nominalzins und Inflation den Realzins bestimmen

Banken geben meist den Nominalzins an. Dieser gibt Aufschluss darüber, was das Geldinstitut dafür bezahlt, dass man Geld bei ihm anlegt, oder – auf der anderen Seite – dafür verlangt, dass es Geld verleiht.

Für den Verbraucher ist es jedoch wichtig, dass der Nominalzins mit der Inflation in Zusammenhang gesetzt wird – dies nennt man dann Realzins. Der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate ergibt den Realzins.

Bietet die Bank also einen nominalen Zinssatz von 2,00% jährlich, die Inflationsrate liegt jedoch bei 1,50% pro Jahr, so ergibt sich ein realer Zinssatz von 0,50%.

Nominalzins, Inflation, Realzins: Konsequenzen für den Verbraucher

Für den Verbraucher hat der Realzins praktischen Nutzen, denn: Ist die Inflationsrate höher als die nominale Zinsrate, so kann der reale Zinssatz sogar negativ ausfallen.

Die Anlage verliert also trotz eines positiven Nominalzinses an Wert. Daher ist es für den Verbraucher wichtig, vor einer Anlage oder vor Aufnahme eines Kredites den Realzins zu ermitteln.

Negative Realzinsen werden in der Praxis sogar noch durch die Abgeltungssteuer verstärkt, da Zinserträge vom Fiskus besteuert werden – das Finanzamt interessiert sich jedoch nicht für den Realzins, sondern einzig für den Nominalzins.


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Umgekehrt kann bei einer Deflation der Realzins höher ausfallen als der Nominalzins, da der Wert des Geldes steigt.

Mehr zum Thema: Deflation – wenn das Geld mehr Wert ist

Liegen also der Nominalzins bei 2,00% und die Inflationsrate bei minus 2,00%, kehrt sich das Vorzeichen um und der Realzins beträgt 4,00%.

Das Problem mit der Inflationsrate

Die Berechnungsformel sieht zunächst einfach aus, dennoch ergibt sich ein Problem: Während der Nominalzins einfach zu klären ist, ist die einbezogene Inflation – und damit auch der Realzins – immer nur eine Schätzung.

Eine Inflationsrate lässt sich immer erst im Nachhinein, zum Ende eines Anlagezeitraumes, genau bestimmen. Zu Beginn einer Anlage spricht man daher von einer Inflationserwartung.

Ein gutes Beispiel dafür sind Rentenzahlungen, die oftmals mehrere Dekaden umfassen und so eine genaue Prognose der Inflation sehr schwer machen.

Mehr zum Thema: Inflation, Geldentwertung, Teuerung

Nominalzins in Abgrenzung vom Effektivzins

Nimmt ein Verbraucher bei einer Bank einen Kredit auf, so sollte er vor Verrechnung von Nominalzins und Inflation zur Bestimmung des Realzinses den Effektivzins feststellen.

Auch bei Kreditvergabe geben Bankinstitute den Nominalzins an. Der Nominalzins plus die Tilgung ergibt für den Kreditnehmer die Finanzierungsrate seines Kredits.

Es macht jedoch Sinn, bei der Berechnung der Finanzierungsrate, den Effektivzins heranzuziehen.

Mehr zum Thema: Effektivverzinsung – Wie funktioniert die Berechnung des Jahreszins?

Der ist meist höher als der Nominalzins, da viele Kreditgeber neben den eigentlichen Zinskosten noch weitere Kosten in Rechnung stellen. Dies sind etwa Bearbeitungsgebühren, Disagio oder Versicherungen.

Statt dem Nominalzins sollte im Falle der Kreditnahme also die Inflation vom Effektivzins abgezogen werden, um einen aussagekräftigen Realzins zu berechnen. Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, den effektiven Zinssatz anzugeben.

11. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.