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Wirtschaftlichkeit berechnen und interpretieren leicht gemacht

Mit Hilfe bestimmter Daten kann leicht die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens berechnet werden. Interessant ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Unternehmens einerseits für die betreffenden Unternehmer. Andererseits kann sie aber auch für Privatanleger von Interesse sein und als Hilfestellung bei einer Investitionsentscheidung dienen.

Wirtschaftlichkeit berechnen: Mit dieser einfachen Formel geht’s

Die für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens erforderlichen Werte sind hier Aufwand und Ertrag (es gibt auch alternative Methoden, um die Wirtschaftlichkeit zu berechnen). Diese beiden werden zueinander in ein Verhältnis gesetzt. Anhand dieses Verhältnisses kann dann eine Aussage über die Wirtschaftlichkeit des jeweiligen Unternehmens getroffen werden.

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Dabei wird sowohl der Aufwand als auch der Ertrag in zum Zeitpunkt der Berechnung aktuellen monetären Werten wie z.B. Preisen ausgedrückt. Unter Aufwand werden hierbei alle Leistungen und Güter, die insgesamt für die Produktion nötig waren, erfasst. Als Ertrag wird der gesamte Wertzuwachs, der durch die Produktion zustande kam, verstanden.

Wirtschaftlichkeitsberechnung: Faustregeln zur Interpretation

Bei der Interpretation der Wirtschaftlichkeitsberechnung helfen folgende Faustregeln:

Wirtschaftlichkeit = 1: Das Unternehmen arbeitet wirtschaftlich und macht keine Verluste, allerdings erzielt es auch keinen Wertzuwachs (Ertrag = Aufwand).

Wirtschaftlichkeit > 1: Das Unternehmen ist wirtschaftlich und erzielt einen Wertzuwachs (Ertrag > Aufwand).

Wirtschaftlichkeit < 1: Das Unternehmen ist nicht wirtschaftlich und erzielt einen Wertverlust (Ertrag < Aufwand).

Dabei können die Ergebnisse so interpretiert werden, dass 1 = 1,00 € entspricht. Dadurch wird schnell ersichtlich, wie viel Euro Ertrag ein Unternehmen für 1 € Aufwand erwirtschaftet hat.

Zur Erläuterung ein Beispiel: Ergibt die Berechnung eine Wirtschaftlichkeit von 0,67, so bedeutet dies, dass ein Unternehmen für 1 € Aufwand 0,67 € Ertrag erwirtschaftet hat. Es hat also Verlust gemacht. Ergibt die Berechnung dagegen beispielsweise 2,34, so hat das Unternehmen für einen Aufwand von 1 € einen Ertrag von 2,34 € erzielt und somit einen deutlichen Wertzuwachs realisiert.

Unbedingt vergleichen

Damit die Wirtschaftlichkeitsberechnung jedoch aussagekräftiger ist, sollte das gegenwärtige Ergebnis eines Unternehmens mit denen aus Vorjahren und/oder anderen Unternehmen verglichen werden. Dann erst wird deutlich, ob ein Unternehmen seine Wirtschaftlichkeit verbessern konnte, ob sie stagniert oder sich gar verschlechtert hat.

Durch den Vergleich mit Konkurrenten wird deutlich, wie die Wirtschaftlichkeit im Branchenkontext zu bewerten ist. Insbesondere bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung zwecks Hilfestellung bei einer Investitionsentscheidung von Privatanlegern zeigt erst ein Vergleich, wie gut oder schlecht die Wirtschaftlichkeit tatsächlich zu bewerten ist.

Achtung: Verwechslungsgefahr

Keinesfalls sollte man als Anleger die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens mit dessen Rentabilität verwechseln. Hier handelt es sich um 2 Paar Schuhe, deren Ergebnisse unterschiedlich ausfallen können. Selbiges gilt für den Firmenwert, der ebenfalls nicht mit der Wirtschaftlichkeit gleichzusetzen ist.

2. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.