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Wo sind Leerverkäufe möglich?

Deutsche Trader kommen langsam auf den Geschmack, mit fallenden Kursen Geld zu verdienen.

In Deutschland war das sogenannte Leerverkaufen von Aktien bisher allerdings nur über Umwege einem bestimmten Klientel und nur für einen begrenzten Zeitraum möglich.

Aktien verkaufen, die man noch gar nicht besitzt, wird als Leerverkaufen oder Shorten betitelt.

Dazu „leiht“ sich der Anleger von seinem Broker Papiere aus, von denen er fallende Notierungen erwartet, und verkauft sie am Markt, mit dem Ziel sie später günstiger zurückkaufen zu können.

Mehr dazu: Leerverkäufe: Definition eines Börsenmonsters

2 Varianten von Leerverkäufen: Intraday- und Overnight-Short-Selling

Es gibt zwei Varianten in Deutschland Aktien leer zu verkaufen: Intraday- und Overnight-Short Selling.

Beim Intraday-Short Selling wird das Geschäft ab einer gewissen Uhrzeit, wenn noch nicht geschehen, automatisch vom Broker glattgestellt. Das Risiko bei dieser Art der Börsenspekulation ist jedoch groß.


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Fängt der Kurs entgegen der Erwartung an zu steigen, befindet sich der Anleger sofort im Verlustbereich. Bei Overnight-Short Selling sind Leerverkäufe bis zu maximal zehn Tagen möglich.

In Deutschland gibt es allerdings nur wenige Anbieter, die Leerverkäufe konkret auf Aktien anbieten. Meistens besteht für den Anleger nur die Möglichkeit über Termingeschäfte auf sinkende Kurse zu setzen.

Wie der Aktienleerkauf in Amerika funktioniert

Es bleibt die Möglichkeit, ein Konto in Amerika zu öffnen, um darüber Leerverkäufe abzuwickeln. Eine Begrenzung des Zeithorizonts besteht dabei nicht.

Dafür muss der Anleger allerdings einige andere Punkte beachten: So können ohne teure Aufschläge oftmals nur Aktien gehandelt werden, die auch in Amerika zum Handel zugelassen sind.

Weiterhin bestehen einige besondere Regeln: So ist das Shorten lediglich nach einem „uptick“, also einer Bewegung nach oben, möglich.

Somit sollen Manipulationen von Short-Sellern verhindert werden.

CFD – Contract for Difference

Mit „Contract for Difference“ (CFD) können Investoren auch in Deutschland zeitlich unbegrenzt auf fallende Kurse setzen.

Der Anleger verkauft dabei nicht selbst die Aktie, sondern den daran gekoppelten Differenzkontrakt. Dadurch reduzieren sich die Kosten spürbar.

Mehr dazu: CFD: Wie funktioniert der Handel mit Differenzkontrakten?

In der Regel variiert der Hebeleffekt zwischen zwei und fünf, kann jedoch vereinzelt auch bis zu 20 betragen.

Dann entsteht jedoch ein stark erhöhtes Risiko. Für den Anleger heißt das, dass er mit 10.000 Euro beispielsweise 50.000 Euro einsetzen und den Gewinn damit verfünffachen kann.

Leerverkäufe zur Depotabsicherung Welche der vorgestellten Möglichkeiten der Anleger auswählt, bleibt dennoch eine individuelle Entscheidung.

Diese hängt nicht zuletzt von Präferenzen bezüglich eines Ansprechpartners, dem verfügbaren Anlagevermögen oder Risikoverhalten ab.

Festzuhalten bleibt, dass Leerverkäufe zur Depotabsicherung dienen und damit ein durchaus sinnvolles Instrument sind.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Beitrag„Leerverkäufe und wie sie funktionieren – Ein Beispiel“.

17. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.