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Zeitwertabzug bei der Haftpflichtversicherung: Wissenswertes auf einen Blick

Das Thema Haftpflichtversicherung ist für jeden interessant. Denn nicht nur diejenigen, denen schon mal etwas kaputt gegangen ist, sondern auch die Verursacher eines Schadens kommen schnell damit in Berührung.

In der Regel stellt sich als allererstes die Frage: In welcher Höhe wird mein Schaden ersetzt? Und hier kommt schnell der Zeitwertabzug ins Spiel, denn meistens ersetzen die Haftpflichtversicherungen nur den Zeitwert und nicht den Neuwert eines Gegenstands.

Das kann für Geschädigte zum Teil sehr ärgerlich sein. Einige Informationen zum Zeitwertabzug verhelfen zu einem besseren Verständnis und erklären, wann es sinnvoll ist, doch den Neuwert einer Sache von der Versicherung zu verlangen.

Zeitwertabzug der Haftpflichtversicherung: So kommt er zustande

Grundsätzlich ersetzt die Haftpflichtversicherung bei einem Schaden immer nur den Zeitwert einer Sache. Das ist nachvollziehbar, denn ansonsten würden die Versicherungen verstärkt zum Versicherungsbetrug anregen. Zudem achtet die Haftpflichtversicherung natürlich darauf, dass ihre Kosten bei der Schadensregulierung möglichst gering bleiben.

Ausgangspunkt bei der Feststellung des Zeitwertes ist der Neuwert. Den können Geschädigte mit einer Quittung oder dem Kaufbeleg nachweisen, ansonsten wird er von der Haftpflichtversicherung geschätzt.


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Um den Zeitwertabzug bei jedem Einzelschaden zu berechnen, müsste die Versicherung fortan den natürlichen Verschleiß und eventuelle Schäden berücksichtigen. Das ist in der Praxis allerdings faktisch unmöglich. Daher gibt es die sogenannte mittlere Nutzungsdauer, mit der die Versicherung einen pauschalen Zeitwertabzug schnell ermitteln kann.

Ein einfaches Beispiel: Ein PC, der 2010 neu gekauft wurde, geht im Jahr 2012 zu Bruch. Der Neupreis des PCs wird nun von der Haftpflichtversicherung um eine pauschale, zweijährige Nutzung gemindert. Zum Leidwesen der Geschädigten liegt der erstattete Wert nach dem Zeitwertabzug unter dem tatsächlichen Wiederbeschaffungswert.

Es gibt allerdings auch eine Ausnahme: Ist der beschädigte Gegenstand nicht älter als 6 Monate, erstatten viele Haftpflichtversicherungen den Neuwert. Das ist eine Frage der Kulanz, denn dazu verpflichtet sind die Versicherungen nicht.

Wann der Zeitwertabzug berechtigt ist – und wann nicht

Insbesondere bei technischen Geräten kann der erstattete Wert nach dem Zeitwertabzug eine große Enttäuschung sein. Das liegt daran, dass technische Geräte wie Fernseher, PCs oder Handys nach 3 Jahren schon mehr als die Hälfte ihres Neuwerts eingebüßt haben.

Umso besser ist es, wenn Sie nachweisen können, dass  das Gerät nicht älter als 6 Monate ist. Bei teuren Anschaffungen ist daher auch immer sinnvoll, den Rechnungsbeleg aufzubewahren.

Der Zeitwertabzug setzt sich grundsätzlich aus dem Verschleiß, Gebrauch, eventuellen Schäden und der Zeitspanne zwischen dem Neukauf und dem Zeitpunkt des Schadens zusammen.

In einigen Fällen ist der Zeitwertabzug allerdings nicht angebracht. Einige Gegenstände, wie zum Beispiel Antiquitäten, Kunstwerke oder Sammlerstücke, gewinnen mit der Zeit sogar an Wert. In diesen Fällen wird von der Haftpflichtversicherung nicht der Zeitwert, sondern der Wiederbeschaffungswert angesetzt, um dem Schaden gerecht zu werden.

In einigen Fällen kann man als Geschädigter auch vor Gericht gegen den zu erstattenden Betrag, den die Haftpflichtversicherung festgelegt hat, klagen. Das kann unter Umständen aber sehr lange dauern und zum Nachteil des Geschädigten ausgehen.

Fazit: Neuwert zur Hand haben

Ein Schaden, insbesondere an technischen Geräten, ist in den meisten Fällen sehr ärgerlich. Oft ist es hilfreich, den Neuwert mit einer Rechnung nachweisen zu können, vor allem, wenn der Gegenstand noch keine 6 Monate alt ist.

Bei sehr wertvollen Gegenständen sollte man den Erstattungsbetrag der Haftpflichtversicherung immer prüfen und eventuell den Wiederbeschaffungswert einfordern.

6. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.