Nestlé-Aktie bietet Ihnen Sicherheit

Nestlé-Aktie bietet Ihnen Sicherheit
Ken Wolter / shutterstock.com
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Sind Sie mit der Krisenfestigkeit Ihres Depot zufrieden oder suchen Sie noch sichere Investments? In den vergangenen Monaten hatte ich Ihnen einige sichere Werte aus der Pharmabranche vorgestellt. Aber natürlich gibt es diese auch in anderen Bereichen, darunter die Nahrungsmittelbranche. Gegessen wird schließlich immer und Marktführer Nestlé ist seit Jahrzehnten eine sichere Bank. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern.

Neuausrichtung beim Nahrungsmittel-Giganten  

Mit seinen diversen Marken bringt es der Schweizer Nahrungsmittel-Weltmarktführer mittlerweile auf einen Jahresumsatz von rund 90 Mrd. Schweizer Franken, was etwa derselben Summe in Euro entspricht.

Seit einigen Jahren verfolgt Nestlé eine Neuausrichtungs-Strategie: Wachstumsschwache Sparten sowie Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden verkauft und mit dem Geld Übernahmen in wachstumsstärkeren Bereichen getätigt

2021 hat Nestlé mit The Bountiful Company eine der führenden Marken aus dem Bereich Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel übernommen. Mit der Übernahme wertet Nestlé seine Gesundheitssparte weiter auf. Diese umfasst u.a. Nahrungsmittel, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern, Allergikern, Senioren und bestimmten Patientengruppen (z.B. Krebspatienten) zugeschnitten sind. Das Gesundheitsgeschäft teilt sich in Consumer Care (Produkte für den Einzelhandel und Apotheken) und Medical Nutrition (Produkte für medizinische Fachkreise). 

Gute Zahlen zum ersten Quartal

Die Geschäfte laufen auch in der Krise: Nestlé konnte mit seinen Ergebnissen zum ersten die Prognosen übertreffen. Von Januar bis März betrug das Wachstum +7,6%. Der Quartalsumsatz von 22,2 Mrd. Franken lag um 400 Mio. höher als im Vorfeld erwartet. Dabei profitierte der Schweizer Konzern auch von höheren Preissteigerungen für seine Produkte (+5,2% im Jahresvergleich, im Vorquartal lag die Preissteigerung im Schnitt noch bei +3,1%).

Zudem gaben die Schweizer bekannt, dass die Umsatzeinbußen in Russland keine negativen Auswirkungen auf die Jahresziele haben. Obwohl Nestlé sein  Russland-Geschäft inzwischen weitgehend eingestellt hat (mit Ausnahme von Grundnahrungsmitteln und medizinischer Tiernahrung) bleiben die Jahresziele (5% Umsatzwachstum und Steigerung der Gewinnmargen) unverändert.

Nestle will eigene Aktien im Wert von 20 Mrd. CHF zurückkaufen

Ende 2021 hat Nestlé den Start eines neuen (größeren) Aktienrückkaufprogramms angekündigt. In den Jahren 2022 bis 2024 will der Konzern eigene Aktien im Wert von 20 Mrd. Schweizer Franken (CHF) zurückkaufen (ca. 20 Mrd. Euro). Die zurückgekauften Aktien werden von Nestle vernichtet. Dies hat für investierte Anleger den Vorteil, dass für jede im Umlauf befindliche Aktie der Anteil am Unternehmen steigt (da sich dieser auf weniger Aktien verteilt). Auch die Dividende wird auf weniger Aktien verteilt. Bei gleicher Dividendensumme steigt dann automatisch auch die Dividende pro Aktie.

Ein weiterer Vorteil des Aktienrückkaufprogramms: Im Falle einer schwachen Kursentwicklung kann es ein stabilisierender Faktor werden. Denn bei niedrigeren Aktienkursen werden tendenziell mehr Aktien vom Unternehmen zurückgekauft als bei höheren Kursen. 

Finanziert wird das Aktienrückkaufprogramm u.a. mit der Reduzierung der Beteiligung am französischen Kosmetikkonzern L’Oréal von 23% auf 20%. Diese Beteiligung sind die Schweizer bereits 1974 eingegangen. Der damalige Kaufpreis von 260 Mio. Euro ist inzwischen mehr als das 200-Fache wert. Damit spülte der Verkauf von 3% der Aktienteile 8,9 Mrd. Euro in die Kassen von Nestlé.

Aktie für Langfristanleger weiterhin attraktiv

Die Nestlé-Aktie zeichnet sich schon seit Jahrzehnten durch eine hohe Krisenresistenz aus. Das dürfte auch in den nächsten Jahren so bleiben. Langfristanleger, die eine Investment mit gutem Chance/Risiko-Verhältnis suchen, werden hier fündig.