Adidas-Aktie hat Potenzial

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Adidas ist bestens aufgestellt, um nach Corona wieder durchzustarten. Die Aktie des Sportartikelherstellers hat weiteres Aufwärtspotenzial. (Foto: Lutsenko Oleksandr)

Der Sportartikelhersteller Adidas hat die Corona-Krise deutlich zu spüren bekommen. Nach dem Corona-Jahr 2020 dürften die Franken aber auf ihren langjährigen Wachstumspfad zurückkehren. Der DAX-Titel bewegt sich in einem intakten Aufwärtstrend und hat auf mittlere Sicht weiteres Potenzial.

Corona-Pandemie sorgt für Gewinneinbruch

Die Pandemie hat das Unternehmen aus Herzogenaurach schwer getroffen. Während der Lockdowns blieben die nicht nur die eigenen Läden geschlossen. Auch der Umsatz aus dem Einzelhandel fehlte. Das machte sich im Verkauf von Sportschuhen und -kleidung bemerkbar. Zwar zogen im Gegenzug die Onlineverkäufe deutlich an. Diese konnten die Einbußen jedoch nur teilweise kompensieren.

In den ersten neun Monaten 2020 sank der Umsatz um 20% auf 14,3 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn brach um 82% auf 417 Mio. Euro ein. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 286 Mio. Euro sogar 84% weniger als im Vorjahr. Die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2020 präsentiert Adidas am 10. März.

Reebok wird verkauft

Auch wenn der Lockdown irgendwie kein Ende nehmen will (zumindest kommt es einem so vor), ist doch ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Und für die Zukunft ist der Sportartikelhersteller hervorragend aufgestellt. Der globale Fitness-Boom hat durch die Pandemie einen zusätzlichen Schub bekommen.

Davon wird Adidas maßgeblich profitieren. Denn Vorstandschef Kasper Rorsted setzt voll auf die Digitalisierung. Über seine mobile App erreicht Adidas mittlerweile fast 150 Mio. Nutzer. Diese werden dafür sorgen, dass die Online-Verkäufe auch weiterhin florieren.

Außerdem kündigte Rorsted der Verkauf von Reebok an. Die US-Marke, die Adidas vor 15 Jahren übernommen hatte, um zum Branchenprimus Nike aufzuschließen, erwies sich für den Konzern als Fehlinvestition. Steuerte Reebok nach der Übernahme noch rund ein Viertel zum Umsatz bei, liegt der Anteil inzwischen nur noch bei knapp 8%. Seit der Übernahme ist der Umsatz der US-Marke sogar zurückgegangen. Deshalb wird Reebok jetzt verkauft, möglicherweise an einen Finanzinvestor.

Adidas will wieder eine Dividende zahlen

Nach dem schwachen Corona-Jahr wird Adidas in diesem Jahr schon wieder auf den langjährigen Wachstumspfad zurückkehren. Bereits für das kommende Geschäftsjahr 2022 trauen Analysten dem Konzern neue Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn zu.

Auch die Dividendenzahlung wird wieder aufgenommen. Weil der Konzern einen Kredit der Förderbank KfW in Anspruch genommen hatte, musste Adidas die Dividende streichen. Jetzt kündigte das Unternehmen an, in diesem Jahr wieder eine Ausschüttung in Höhe von 3,00 Euro je Aktie zahlen zu wollen. Die Dividendenrendite liegt damit bei rund 1%.

Aufwärtstrend vor der Fortsetzung

Auch die Charttechnik gibt grünes Licht. Der nach dem Corona-Crash gestartete Aufwärtstrend ist intakt. Somit sollte einem baldigen Angriff auf das Allzeithoch vom Januar 2020 bei 317 Euro nichts im Wege stehen.

Gelingt der Ausbruch auf neue Höchststände, eröffnet sich weiteres Potenzial. In diesem Fall sind auf mittlere Sicht Kurse im Bereich von 350 Euro ein realistisches Ziel.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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