Von Hannover in die ganze Welt

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Während sich die Autobranche umkrempelt, müssen auch Zulieferer reagieren. Wir bewerten, wie das bei Continental klappt. Lesen Sie unsere Analyse! (Foto: Cassiohabib / shutterstock.com)

Die Autobranche steckt im größten Umbruch ihrer Geschichte. Die Elektrifizierung macht bestimmte Bauteile überflüssig, vor allem beim Antrieb. Darunter leiden Zulieferer. Andere Unternehmen aus der Zuliefererbranche können dagegen punkten, weil sie Teile im Angebote haben, die auch in E-Autos benötigt werden. Einer der bekanntesten Zulieferer der Welt ist Continental. Wir haben für Sie analysiert, was das Unternehmen kann und ob es seine PS auch auf die Straße bringt.

Zuvor aber das Unternehmen im Kurzportrait. Continental ist weltweit unter den ersten 5 und belegt in Europa Platz 2 der Automobilzulieferer. Mit der Akquisition der Siemens VDO Automotive AG im Jahr 2007 entwickelt sich das Unternehmen zum integrierten Systemanbieter in der Automobil-Zulieferindustrie für Bremssysteme, Systeme und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technische Elastomerprodukte.

Licht und Schatten bei Continental

Im 3. Quartal hat Conti mit den Strukturanpassungen die Weichen für ein neues erfolgreiches Kapitel der Unternehmensgeschichte gestellt. Gleichzeitig verschärfte sich die Liefersituation von Elektronikbauteilen. Die Sparte Automotive, deren Produktportfolio einen hohen Elektronikanteil enthält, war davon besonders betroffen. Dies führte zu erheblichen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis, die durch die positive Entwicklung beim Absatz von Ersatz- und Industrieprodukten nur teilweise kompensiert werden konnten.

Die Reifensparte hat insbesondere dank des guten Geschäfts mit Ersatzreifen sowie mit Industrieprodukten, trotz erhöhter Belastungen durch steigende Rohstoffpreise, Energie- und Logistikkosten, ein robustes Ergebnis erzielt. Der Quartalsumsatz von 8 Mrd € lag aufgrund der deutlich geringeren Fahrzeugproduktion 7,4% unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 727 auf 419 Mio €. Unterm Strich belief sich der Gewinn auf 309 Mio €, nach einem Verlust von 719 Mio € im Vorjahr. Der freie Cashflow vor Akquisitionen, Desinvestitionen und Carve-out-Effekten für die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten schrumpfte von 1,8 Mrd € auf 12 Mio €.

Das überzeugt uns!

Conti hat den Spin-off von Vitesco Technologies erfolgreich abgeschlossen, richtet ab 2022 die Sparten umfassend neu aus und schafft fünf schlagkräftige, flexible Geschäftsfelder, die sich an der Marktentwicklung orientieren. Derartige Umstrukturierungen können am Markt erst einmal für Verwirrung sorgen. Auch sind damit in der Regel auch Kosten verbunden. Langfristig sollten sich die Maßnahmen aber auszahlen. Anleger sollten aber die Lieferengpässe bei Halbleitern im Blick behalten. Continental bietet eine Dividendenrendite von rund 2,5% – die Aktie ist solide, greifen Sie zu!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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