Bosch-Aktie

Die Robert Bosch GmbH ist ein deutscher Mischkonzern mit Sitz in Stuttgart. Ein Großteil es Konzernumsatzes kommt aus der Automobilsparte, doch stellt das Unternehmen auch Gebrauchsgüter und weitere Technik her. Das Unternehmen ist aktuell nicht an der Börse notiert, insofern existiert auch keine Bosch-Aktie.
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Inhaltsverzeichnis

Bosch-Aktie: Aktuell nicht an der Börse notiert

Branche: Mischkonzern
Gründung: 1886
Sitz: Stuttgart, Deutschland
Rechtsform: GmbH
WKN: A0Z12P
ISIN: XS0433001137
Symbol: n/a
wichtigste Indizes: n/a

Bosch als Wertpapieranlage – das sollten Anleger über das Unternehmen zwischen Tradition und Moderne wissen

Nahezu jeder Einwohner Deutschlands kennt das Unternehmen Bosch. Weltweit geben gemäß einer Statistik ebenfalls 70 Prozent der Konsumenten in China und den USA an, Bosch als Unternehmen und seine Produkte zu kennen. Die Unternehmensgeschichte der Firma Bosch ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. 1886 von Robert Bosch als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ in Stuttgart gegründet, hat sich Bosch heute zu einem führenden und global agierenden Technologiekonzern entwickelt.

Dieser Artikel beleuchtet die Erfolge und die Geschäftsentwicklung von Bosch von den Anfängen bis in unsere heutige Zeit. Er beschreibt, für welche Branchen Bosch als Zulieferer wichtig ist und in welchen Bereichen Bosch im Endkundengeschäft punktet. Außerdem wird darauf eingegangen, wie sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren entwickelt hat und mit welcher ungewöhnlichen Unternehmensstruktur Bosch seit Jahrzehnten erfolgreich wirtschaftet. Darüber hinaus geht der Artikel darauf ein, warum sich der Mutterkonzern in Deutschland gegen einen Börsengang entschieden hat und ob ein Investment in Bosch India, ein Tochterunternehmen von Bosch eine Alternative darstellen könnte.

Robert Bosch GmbH – ein global agierender Technologiekonzern

Als Robert Bosch 1886 sein eigenes Unternehmen gründete, konnte er nicht absehen, zu welchem Schwergewicht der deutschen Wirtschaft sich die Bosch GmbH entwickeln würde. Im Jahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen weltweit einen Umsatz von 71,5 Milliarden Euro. Mehr als 395.000 Mitarbeiter arbeiten rund um den Globus in mehr als 440 Tochter- und Regionalgesellschaften für Bosch. Der Gewinn am Ende des Jahres 2020 betrug 1,7 Milliarden Euro.

Unternehmensbereiche und Top-Produkte die jeder kennt

Verbrauchern ist Bosch vor allem durch seine hochwertigen Haushalts- und Elektrowerkzeuge bekannt. Waschmaschinen, Gartengeräte, Akku-Elektrowerkzeuge und ein umfangreiches Zubehörangebot gehören zu den Verkaufsschlagern von Bosch und tragen zu mehr als einem Viertel zum weltweiten Umsatz von Bosch bei. E-Bikes mit Bosch-Antrieben sind ebenfalls bei vielen Endverbrauchern bekannt und stehen für hohe Qualität und Leistungsfähigkeit.

Den Markenkern von Bosch bildet der Automobilbereich. Bosch gehört weltweit zu den größten Automobilzulieferern. 2020 trug der Bereich Mobility Solutions zu nahezu 60 Prozent des Gesamtumsatzes bei. Vor allem die Geschäftsbereiche Automotive Solutions, Electrical Drives und Cross-Domain Computing Solutions nehmen den weltweiten Trend der E-Mobilität auf und verfolgen diesen konsequent weiter. Auf seiner Unternehmenshomepage gibt Bosch an, allein im Jahr 2020 500 Millionen Euro in die Entwicklung von Elektromobilität und die Brennstoffzelle investiert zu haben. Fahrerassistenzsysteme, die automatisiertes Fahren ermöglichen, werden ebenfalls an vielen der 129 Entwicklungsstandorte weltweit technologisch weiterentwickelt.

Ein kleinerer Teil des weltweiten Umsatzes von Bosch wird mit Sicherheits- und Kommunikationslösungen erwirtschaftet. Gebäudesicherheit, Energieeffizienz sowie Dienstleistungen sind in diesem Geschäftsbereich die Umsatztreiber. Ähnlich verhält es sich mit dem Unternehmensbereich Industrial Technology. Als Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnologien von Maschinen und Anlagen konzentriert sich Bosch vor allem auf den zukunftsorientierten Bereich Industrie 4.0. Die Unternehmensbereiche Industrial Technology sowie Energy and Building Technology erwirtschaften gemeinsam einen Anteil von 15 % am Gesamtumsatz des Konzerns.

Unternehmensorganisation – Bosch setzt erfolgreich auf wenig Mitbestimmung von außen

Bosch ist als Konzern aufgrund seiner langjährigen Erfolge, seiner hochwertigen Produkte und seiner Diversifizierung ein gefragtes Unternehmen. Anleger, die sich näher mit Bosch als Firma beschäftigen, fragen sich bei Durchsicht der Unternehmenskennzahlen und der zukunftsorientierten Entwicklungen im Konzern, wie sie am Erfolg partizipieren können.

Ein Investment durch den Zukauf von Aktien über den Deutschen Aktienindex (DAX) ist aktuell nicht möglich, da Bosch in Deutschland keine Aktiengesellschaft ist. In Deutschland firmiert Bosch als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und ist mit einem Stammkapital von 1,2 Milliarden Euro eine der größten Kapitalgesellschaften. Wer in das Unternehmen Bosch investieren möchte, kann dies über ein Investment bei der indischen Tochtergesellschaft Bosch India tun. Aktien von Bosch India werden an der Börse in Mumbai gehandelt und können über einen Broker online gekauft werden.

Gesellschafterstruktur von Bosch in Deutschland

Die Gesellschafterstruktur von Bosch in Deutschland ist übersichtlich aufgebaut. Ein Prozent der Anteile hält die Robert Bosch GmbH, fünf Prozent entfallen auf die Familie Bosch. Mit 94 Prozent gehört der überwiegende Teil der Anteile am Unternehmen der Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Robert Bosch Stiftung GmbH setzt sich für ein soziales und gesellschaftliches Engagement ein und fördert unter anderem Themen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und globale Fragen und Projekte wie zum Beispiel den Klimawandel, Migration und Einwanderungsgesellschaft oder Demokratie.

Bei den Stimmrechten entfallen sieben Prozent auf die Familie Bosch und 93 Prozent auf die Robert Bosch Industrietreuhand KG. Die Robert Bosch Industrietreuhand KG besteht aus 10 Gesellschaftern. Durch die Stiftungskonstruktion werden die Manager des Unternehmens gleichzeitig zu Gesellschaftern.

Unternehmensentwicklung und Meilensteine in den letzten 125 Jahren

Die Entwicklung des Unternehmens Bosch hat viel mit Mut, Unternehmertum, Innovationskraft und sozialem Engagement zu tun. Betrachtet man wichtige Meilensteine des Unternehmens, fällt auf, dass diese in den meisten Fällen erkennbare Schnittmengen mit dem technologischen Fortschritt der verschiedenen Zeitepochen hatten. Innovationen und Produkte wurden aufgegriffen, weiterentwickelt und weltweit erfolgreich verkauft. Zunächst erledigte Bosch als regionales Unternehmen in Stuttgart feinmechanische und elektrotechnische Auftragsarten, zum Beispiel bei Telefonanlagen oder elektrischen Klingeln.

Erste technologische Erfolge erzielte das Unternehmen bei der Weiterentwicklung eines Magnet-Zündapparats für einen stationären Motor. Die Magnetzündung, die bis circa 1960 bei allen motorbetriebenen Fahrzeugen zum Standard gehörte, war Anfang des 20. Jahrhunderts revolutionär, da für den Zündvorgang eines Motors kein zusätzlicher Energiespeicher benötigt wurde. 1902 stellte der Chefentwickler von Bosch, Gottlob Honold, eine weitere technische Innovation vor. Der Hochspannungsmagnetzünder mit Zündkerze legte den Grundstein für Bosch als weltweit führenden Autozulieferer. Heute erfolgt die Zündung des Motors standardmäßig durch die Autobatterie.  

Frühzeitig, im Jahr 1898 erfolgte mit einer Vertretung in London der erste Schritt in die Internationalisierung. Ab 1905 wurden in Paris Magnetzünder hergestellt, deren Marktpotenzial schnell dazu führte, dass ebenso in anderen Ländern Fabriken und Dependancen eröffnet wurden. Erwähnenswert ist unter anderem die Fabrik in Springfield, Massachusetts, die im Jahr 1912 eröffnet wurde. 1913 erwirtschaftete das Unternehmen nahezu 88 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland. Neben den Magnetzündern wurden Lichtprodukte, Lichtmaschinen und Anlasser ebenfalls weltweit Verkaufsschlager. 1921 wurde international der Grundstein für die Bosch-Dienste gelegt. Ziel waren unabhängige Reparatur- und Einbauwerkstätten, die den gleichen Standard verfolgten und schnell und kostengünstig reparierten.

Nachdem die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920-Jahre auch an Bosch nicht spurlos vorbeiging, begann das Unternehmen mit der Diversifikation seines Produktportfolios. Mit der Strategie, Produkte zu verbessern und zur Serienreife zu bringen, wurden unter anderem der Bosch-Kühlschrank oder die sogenannten Power-Tools wie zum Beispiel Bohrhämmer entwickelt. 1936 kam im Automobilbereich die erste serienreife Dieseleinspritzpumpe von Robert Bosch auf den Markt. Im Rundfunk- und Fernsehmarkt machte sich Bosch in den 1930-er-Jahren ebenfalls einen guten Namen.

Erfolgreicher Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg

Nach den Kriegswirren und schwierigen Jahren des Wiederaufbaus waren die 1950-er und 1960-er Jahre der Beginn des erneuten Erfolgs von Bosch. Vor allem Küchenmaschinen, Bohrmaschinen und Autoradios gehörten zu den Produkten, die in Deutschland und Europa am meisten verkauft wurden. Ab 1958 konzentrierte sich Bosch ebenfalls auf die Entwicklung elektronischer Bauteile. Heute macht diese Sparte den Löwenanteil des Umsatzes des Konzerns aus. Die 1960er bis 1980er-Jahre waren bei Bosch vor allem von Transformationszyklen geprägt. Das Unternehmen entwickelte sich nach und nach zu einem global agierenden Konzern mit selbstständigen Geschäftsbereichen und zum Marktführer in der Automobilelektronik.

Als ein bekanntes Beispiel für den weltweiten Erfolg von Bosch im Bereich der Automobilelektronik dient das Antiblockiersystem ABS, das nach wie vor als Standard im Automobilbau gilt und milliardenfach eingesetzt wurde und wird. Die Lambda-Sonde, die den Sauerstoffgehalt im Abgas vor dem Katalysator misst, wurde ebenfalls von Bosch entwickelt und zur Serienreife gebracht. Negative Schlagzeilen musste das Unternehmen im Rahmen des VW-Dieselskandals verkraften, bei dem Bosch-Technologien einen Anteil hatten.

In den letzten 30 Jahren standen für Bosch vor allem technische Innovationen, die Expansion in andere Länder sowie die Globalisierung im Fokus. Ein wesentlicher Meilenstein war 1995 die Entwicklung des Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP® oder das Navigationssystem Travel Pilot mit Sprachausgabe und Routenführung. Seit 2003 setzt Bosch mit der Elektroschrauber-Marke IOX auf sehr leichte und kleine Geräte für Handwerker und auf hochwertige Akku-Systeme, die beispielsweise erfolgreich in E-Bikes eingesetzt werden. Automatisiertes Fahren, Internet of Things (IoT) und die vernetzte Industrie 4.0 sind aktuell die wichtigsten und zukunftsorientiertesten Geschäftsbereiche des Unternehmens.

Bei einer Reise durch die Geschichte von Bosch wird klar, dass die Produkte von Bosch im Leben der meisten Menschen eine Rolle spielen. Jeder, der Haushaltsgeräte nutzt, ein Auto fährt, Spaß an handwerklichen Herausforderungen hat oder sich für zukunftsorientierte Innovationen interessiert, kommt mit Bosch-Produkten in Berührung.

Wesentliche Gründe für den langfristigen Erfolg von Bosch auf globalisierten Märkten

Einer der Hauptgründe für die vielen Erfolge, Innovationen und die Marktmacht von Bosch ist Kontinuität. Der Unternehmensgründer Robert Bosch wird auf der Unternehmens-Internetseite mit dem Zitat wiedergegeben: „Sei Mensch und ehre Menschenwürde.“ Dieses Zitat spiegelt die Unternehmenswerte wider, die unter anderem Verantwortung, Offenheit, Vertrauen, Fairness und Vielfalt beinhalten. Mitarbeiterförderung und eindeutige und verlässliche Strukturen werden bei Bosch großgeschrieben, was unter anderem daran zu erkennen ist, dass in den letzten 125 Jahren erst sechs Vorstandsvorsitzende die Leitung des Unternehmens übernommen haben.

Neben dem Fokus auf die Mitarbeiter und auf ein soziales und professionelles Management steht Zukunfts- und Ertragsorientierung an erster Stelle des Wertekodex des Unternehmens. Die ständige Veränderung von Geschäftsfeldern, der Innovationsdrang auf neuen Märkten und die Konsequenz im Verfolgen von selbst gesteckten Zielen hat Bosch in seiner mehr als 125-jährigen Geschichte trotz Tiefen, zwei Weltkriegen und vielen weiteren Herausforderungen fortlaufend in die Erfolgsspur zurückgebracht.

Kurzfristige Geschäftsentwicklung und Investmentmöglichkeiten

Es liegt auf der Hand, dass viele Anleger in Bosch einen heißen Kandidaten für ein Investment sehen. Das Unternehmen ist in Bezug auf seine Geschäftsfelder mehr als breit aufgestellt und agiert weltweit in mehr als 60 Ländern. Veränderungen auf globalisierten Märkten kann Bosch gelassen entgegensehen, da Bosch stets vorausschauend in neue Marktentwicklungen investiert und in vielen Fällen als Innovationstreiber an vorderster Front gilt.

Schaut man sich die Umsätze und Gewinne der letzten Geschäftsjahre an, fällt auf, dass Umsätze und Gewinne bis zum Beginn der Corona-Pandemie fortlaufend gesteigert werden konnten. 2020 brach der Umsatz erstmals weltweit um knapp 6 Milliarden Euro ein. Von 2014 bis 2019 konnte gleichzeitig ein Umsatzwachstum von nahezu 30 Milliarden Euro gemessen werden.

Der größte Umsatzsprung mit einer Steigerung von 44,3 % zum Vorjahr gelang 2015. Von 48,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2014 wuchs der Umsatz auf über 70 Milliarden 2015, was vor allem an der vollständigen Übernahme der früheren paritätischen Gemeinschaftsunternehmen BSH Hausgeräte GmbH und der Robert Bosch Automotive Steering GmbH lag. In den folgenden Jahren konnten Umsatzzuwächse zwischen 0,5 % und 6,7 % erreicht werden.

Neben den positiven Geschäftsergebnissen ist Bosch ein solides und finanziell abgesichertes Unternehmen. Es verfügt über große Mengen stillen Kapitals in der GmbH. Gewinne werden konsequent reinvestiert, beispielsweise aktuell im Fortschrittsmarkt der künstlichen Intelligenz (KI). Durch Innovationen, Investments in zukunftsorientierte Projekte und durch eine nachhaltige Marktdurchdringung in verschiedenen Produktsparten wird Bosch in den nächsten Jahren ein wichtiger Player bleiben. Vor allem in Wachstumsmärkten wie Indien oder China investiert der Konzern hohe Summen und erwirtschaftet aktuell knapp 50 % seiner Umsätze auf ausländischen Märkten.

Investment in Bosch Aktien – nicht ohne Umwege möglich

Grundsätzlich ist es in Deutschland nicht realisierbar, in eine Aktie des Unternehmens Bosch zu investieren, da Bosch als GmbH keine Aktien ausgibt. Aus diesem Grund existiert für das deutsche Unternehmen kein Basisprospekt und eine Anlageentscheidung für Bosch ist aufgrund fehlender Wertpapiere nicht möglich.

Grund für die ungewöhnliche Unternehmensstruktur von Bosch und das Negieren von Aktien in Deutschland ist die Tatsache, dass Bosch über genügend Eigenkapital verfügt und keine fremden Gesellschafter und damit externe Stimmberechtigte in die Gesellschaft integrieren möchte. Dies führt dazu, dass die von einer Industrietreuhand gelenkte GmbH in der Hand weniger Anteilseigner ist und über die Unternehmensausrichtung weitgehend eigenmächtig entscheiden kann.

Trotz der fehlenden Wertpapiere auf dem deutschen Parkett gibt es eine Möglichkeit, Wertpapiere von Bosch zu erwerben. Die Aktien werden von der indischen Tochterfirma Bosch India unter der ISIN INE323A01026 ausgegeben und werden an der Börse in Mumbai gehandelt. Ein Aktieninvestment ist mit Bosch-India-Aktien derzeit ebenfalls nicht möglich. Eine Alternative ist ein Investment in Coupons. Dezidierte „Shareholder Informationen“ zum Aktienkurs, zu „Board of Directors“ oder aktuelle Annual Reports finden Anleger auf der Internetpräsenz von Bosch India.  

Wichtig: Bosch India investiert Profite ausschließlich ins eigene Unternehmen und in die firmeneigene Stiftung. Es finden keine Dividendenausschüttungen für Privataktionäre statt.

Betrachtet man den Kurs und das Aktien-Chart der Bosch-India-Aktie, die unter BoschLtd. im Internet zu finden ist, fällt auf, dass diese ab dem Jahr 2014 starke Steigerungsraten aufwies. 2020 kam es in Folge der Corona-Pandemie zu einem Einbruch des Kurses, von dem sich die Aktie teilweise erholen konnte. Vom Allzeithoch von knapp 28.000 Rupien hat sich der Kurs der Aktie im August 2021 nahezu halbiert.

Anlageentscheidung abwägen – das sind die Chancen und Risiken bei Bosch India

Bei einer Anlageentscheidung für die in Indien gehandelte Bosch-Aktie bzw. für Coupons müssen die Risiken und Chancen einbezogen werden. Im ersten Schritt gilt es zu bedenken, dass nicht die Aktie des deutschen Stammunternehmens, sondern des indischen Tochterunternehmens gehandelt wird.

Grundsätzlich handelt es sich bei Bosch um ein äußerst gesundes und leistungsfähiges Unternehmen, das Traditionen mit Zukunftsorientierung verbindet und damit seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Anleger mit kurzfristiger Orientierung sollten ihre Anlageentscheidung überdenken, da keine schnellen Gewinnmitnahmen zu erwarten sind. Anleger, die im Gegensatz langfristig denken und bereit sind, auf Dividenden zu verzichten, kommen in vielen Fällen zu einer Befürwortung und Kaufentscheidung. Sie erhalten durch den Zukauf wertvolle Anteile an einem indischen Tochterunternehmen von Bosch, das große Summen in die Weiterentwicklung von Mitarbeitern und in innovative Techniken und die Forschung investiert.

Fazit: Bosch – ein wertstabiles und zukunftsorientiertes Schwergewicht der deutschen Wirtschaft

Zusammenfassend gehört Bosch zu den wichtigsten deutschen Industrie- und Technologieunternehmen. Ein Investment an der Deutschen Börse ist nicht möglich, da Bosch eine GmbH ist. Über einen Umweg ist es gleichzeitig möglich, in das Unternehmen Bosch zu investieren. Hierfür müssen Aktien bzw. Coupons der indischen Tochterfirma Bosch India unter der ISIN INE323A01026 über einen Broker an der Börse in Mumbai gekauft werden.

Anleger, denen ein langfristiges und sicheres Investment wichtig ist, können von einem etablierten und zukunftsorientierten und gleichzeitig in Teilen unflexiblen Unternehmen profitieren. Wer sich schnelle Gewinne verspricht, sollte seine Anlageentscheidung überdenken und alternativ in Aktien deutscher DAX-Unternehmen investieren, die über eine offensivere Unternehmensstruktur verfügen und Dividenden ausschütten.

Ob sich der deutsche Bosch-Mutterkonzern in der Zukunft entschließt, als Aktiengesellschaft zu firmieren und Wertpapiere an der Deutschen Börse auszugeben, steht in den Sternen. Wäre dies der Fall, gäbe es wenig Gründe, keine Wertpapiere einer Bosch AG zu kaufen.