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Volkswagen: Anleger und Analysten trotz Absatzeinbruch optimistisch

Es ist ein gigantisches Projekt, das Volkswagen in Kooperation mit dem weltweit größten Automobilzulieferer Bosch auf die Beine stellen will: Demnach planen die beiden Unternehmen nicht nur den Bau von Batterien für die Elektroflotte von Volkswagen, sondern wollen auch zum Ausstatter für Batterie- und Systemhersteller in ganz Europa werden. Hierzu soll laut einer Absichtserklärung bis Ende 2022 die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vorangetrieben werden.

Für Bosch ist es ein erster wichtiger Schritt auf den Markt der Elektromobilität. Hier war das Unternehmen bislang nicht aktiv. Volkswagen plant indes für das laufende Jahrzehnt eine große Elektrooffensive, basierend auf seiner Plattform Trinity. In den kommenden Jahren soll nach und nach die gesamte Flotte auf Batteriebetrieb umgerüstet werden, ausgestattet mit hauseigenen Batteriezellen. Damit wollen die Wolfsburger unabhängiger werden von Zulieferern aus Fernost.

Lieferkettenprobleme und Produktionsausfälle drücken Absatzzahlen bei VW

Wie fragil das bestehende System mit just-in-time-Lieferungen rund um den Globus ist, musste auch Volkswagen im vergangenen Jahr leidvoll erfahren. Die globalen Materialengpässe und Lieferschwierigkeiten, insbesondere der Angebotsmangel am Halbleitermarkt, sorgten in der gesamten Autobranche für die kuriose Situation, dass die Nachfrage das Angebot überstieg.

Konkret konnten die Hersteller zahlreiche Fahrzeuge nicht fertigstellen, weil wichtige Bauteile fehlten, zumeist Computerchips, von denen inzwischen eine Vielzahl in jedem Auto verbaut sind. Kunden müssen deswegen inzwischen nicht selten mehrere Monate auf die Auslieferung eines bestellten Fahrzeugs warten.

Was die Konkurrenz von BMW und Daimler mit hohen Margen noch einigermaßen kompensieren konnten, fällt bei einem Massenhersteller wie Volkswagen umso stärker ins Gewicht. Rund 600.000 Fahrzeuge konnte allein Volkswagen demnach nicht fertigbauen.

Rückschläge für Volkswagen in der Volksrepublik China

Hinzu kommt die strikte No-Covid-Strategie einzelner Länder, darunter viele in Ostasien. Schon bei einem einzelnen nachgewiesenen Infektionsfall werden dort ganze Metropolen abgeriegelt, immer wieder kommt es deswegen zu Produktionsausfällen auch deutscher Firmen mit Standorten in China und anderen asiatischen Ländern.

China gilt auch für Volkswagen längst als wichtigster Einzelmarkt. Umso schmerzhafter fiel der Absatzrückgang im zurückliegenden Jahr aus: Im Vergleich zum Vorjahr verkaufte Volkswagen in China 14 Prozent weniger Fahrzeuge. Der Anteil am chinesischen Markt fiel von rund 15 auf nur noch 11 Prozent zurück.

Luxusautos besonders gefragt

Besonders betroffen waren dabei die volumenstarken Marken VW und Skoda. Für Audi lief es etwas besser, die Premiummarke fuhr lediglich ein Minus von gut 3 Prozent ein. Im Luxussegment verzeichnet die Gruppe sogar deutliche Zuwächse: Porsche und Bentley waren bei den Kunden besonders gefragt und konnten ihre Verkaufszahlen ebenso steigern wie der nicht zu Volkswagen gehörende Konkurrent Rolls Royce, der vor wenigen Tagen ebenfalls über gestiegene Verkaufszahlen berichtet hatte.

Insgesamt liegt ein schwieriges Jahr hinter der Autobranche, das vor allem Hersteller von Klein- und Kompaktfahrzeugen hart getroffen hat: Wegen geringerer Gewinnmargen sind sie auf hohe Stückzahlen im Verkauf angewiesen, die jedoch wegen der Materialengpässe nicht erreicht werden konnten.

Immerhin: Der Markt ist weitgehend leergefegt, selbst Gebrauchtfahrzeuge sind kaum noch zu haben. Die sonst üblichen hohen Rabatte müssen Hersteller und Händler zurzeit jedenfalls nicht mehr gewähren, sie werden die Autos auch zum Listenpreis los.

VW Aktie: Anleger und Analysten bleiben optimistisch

Für das neue Jahr gehen Branchenexperten von einer weiterhin hohen Nachfrage aus. Ob diese jedoch auch bedient werden kann, bleibt abzuwarten. Vieles deutet darauf hin, dass Chipkrise und Lieferengpässe uns noch bis weit ins Jahr 2022 hinein begleiten dürften. Mit einer Normalisierung ist demnach womöglich erst im Folgejahr zu rechnen.

Anleger zeigten sich zuletzt dennoch optimistisch: Seit Jahresbeginn hat die im Dax gelistete VW Vorzugsaktie um gut 6 Prozentpunkte zugelegt. Auch mehrere Analysten bekräftigten zuletzt ihre positiven Einschätzungen zur VW Aktie und bestätigten ihre Kaufempfehlungen für das Papier, darunter die Experten von der Deutschen Bank (Kursziel: 210 Euro), JP Morgan (Kursziel: 235 Euro), Goldman Sachs (Kursziel: 238 Euro) und der Schweizer Großbank UBS, die dem Papier einen Anstieg auf 280 Euro zutraut. Zuletzt war die VW Vorzugsaktie für gut 190 Euro zu haben.

 

Autor: David Gerginov (20.01.2022)

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