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easyJet: Hier wird nachhaltig geflogen

easyJet: Hier wird nachhaltig geflogen
IlkerErgun / Shutterstock.com
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Schnell mal nach Paris, Nizza oder in die Toskana? Dank Airlines wie easyJet ist das noch immer recht günstig möglich. Doch wie läuft das Geschäft angesichts von Flugscham und CO2-Steuer? Wir haben für Sie ganz genau hingeschaut und erklären Ihnen, ob neben einem günstigen Ticket in die Sonne auch die Aktie von easyJet ein spannendes Papier sein kann.

Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen. easyJet ist Europas Billigflieger Nummer 2. Mit einer Flotte von über 300 Maschinen befördert das Unternehmen über 20 Mio Passagiere. easyJet wurde 1995 von Stelios Haji-Ioannou, dem Großaktionär des Unternehmens, gegründet. Sie war eine der ersten Fluggesellschaften, die ihre Flugtickets über das Internet verkaufte.

Diese Zahlen sind ordentlich

Die Passagierzahlen erholen sich auch bei easyJet mit dem Abklingen der Corona-Krise. Im 3. Quartal lag das Passagieraufkommen mit 22 Mio Passagieren bei 87% im Vergleich zu 2019. Für das 3. Quartal wurde lediglich ein Trading-Update veröffentlicht, das Umsatz und Gewinn nicht beinhaltet. Für 2022 soll eine Auslastung auf über 90% erreicht werden. Der CEO betonte easyJets Rolle für eine nachhaltige Flugwirtschaft. So hat der Konzern seine Emissionen pro Passagierkilometer seit der Jahrtausendwende bereits um ein Drittel senken können.

Künftig sollen neben nachhaltigen Treibstoffen (SAF) besonders die Modernisierung der Flotte und ein effizienter Betrieb die Nachhaltigkeitsziele bewältigen. Auch easyJet musste ein paar Rückschlage bei der Erholung hinnehmen. Zahlreiche Flüge mussten wegen Personalmangels gestrichen werden. Auch Streiks, hauptsächlich in Spanien, waren ein Thema. Viele Airlines haben zu viel Personal entlassen, das jetzt nicht mehr zurückkommen kann. Einige Arbeitnehmer haben bereits neue Jobs oder sind in Ruhestand.

Nachhaltigkeit als Pluspunkt

Einzig der Fokus auf die Nachhaltigkeit könnte langfristig einen Wettbewerbsvorteil bringen. Zu den zukünftig stark steigenden CO2-Abgaben kommen bereits jetzt hohe Kosten für Treibstoff hinzu. Eine effiziente Flotte mit niedrigen Kosten ist für jede Airline der wichtigste Hebel zur Profitabilität. easyJet muss stärker als erwartet Investitionen tätigen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Die Erholung sollte den Konzern dennoch 2023 in die Gewinnzone bringen. easyJet ist für die Zukunft zwar gut gewappnet, die Aktie drängt sich aber trotzdem nicht bedingungslos auf. Das liegt auch daran, dass das Unternehmen keine Dividende ausschüttet. Behalten Sie den Wert aber dennoch gerne auf dem Schirm!