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Amazon und Alphabet – weitere Metaverse-Profiteure

Amazon und Alphabet – weitere Metaverse-Profiteure
Pixavril / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Gestern habe ich Ihnen den US-amerikanischen Software-Riesen Microsoft als Metaverse-Profiteur vorgestellt. Heute folgen mit Amazon und Alphabet zwei weitere US-Konzerne, die vom Megatrend Metaverse profitieren.

Blicken wir zunächst auf Amazon: Das Unternehmen tanzt auf (fast) allen Hochzeiten. Mit dem E-Book-Reader „Kindle“, dem Smartphone „Fire Phone“, dem Tablet-Computer „Kindle Fire“ oder dem „Echo“, dem Lautsprecher mit der Sprachsteuerung „Alexa“, hat Amazon auch die passende Hardware im Angebot.

Schon frühzeitig hat sich der Konzern auch im Video-Streaming positioniert. Bereits 2005 begann das Unternehmen, DVDs an Kunden zu verleihen. Heute ist Amazon mit seinem Dienst „Prime Video“ einer der führenden Video-Streaming-Anbieter.

Amazon: Weltmarktführer im Cloud-Bereich

Im vergangenen Jahr erzielte Amazon den Rekordumsatz von rund 470 Mrd. Dollar. Dafür, dass auch die Gewinne kräftig sprudeln, ist insbesondere Amazon Web Services (AWS) verantwortlich. Mit AWS ist Amazon Marktführer im Cloud-Markt. Die margenstarke Cloud-Sparte trägt einen großen Teil zum Unternehmensgewinn bei und wächst weiter kräftig.

Auch im Spielebereich, ein Vorreiter im Metaverse, ist Amazon mit seiner Tochter Amazon Games vertreten. Mit dem Online-Rollenspiel „New World“ brachte das Unternehmen 2021 sein erstes selbst entwickeltes Spiel auf den Markt.

Im Februar 2022 folgte mit „Lost Ark“ ein weiteres Online-Rollenspiel. Nur drei Tage nach dem Start hatten sich bereits mehr als 4,7 Mio. Spieler registriert. Firmengründer Jeff Bezos hat den Chefsessel Mitte 2021 geräumt und das Zepter an Andy Jassy übergeben.

Auch unter Jassy, zuvor Chef des boomenden Cloud-Geschäfts AWS, ist ein Ende der Erfolgsgeschichte nicht in Sicht. Als Weltmarktführer im Cloud-Segment ist Amazon ein großer Gewinner der fortschreitenden Digitalisierung.

Alphabet: Google-Mutter mischt nahezu überall mit

Auch die Google-Mutter Alphabet ist in der Internet- und Metaverse-Welt sehr umtriebig. Die Suchmaschine ist nicht der einzige Bereich, in dem der Konzern gut aufgestellt ist. Mit Google und der führenden Video-Plattform Youtube profitiert Alphabet maßgeblich vom weiter florierenden Online-Werbemarkt.

Experten erwarten im Markt für digitale Werbung auch für die kommenden Jahre zweistellige Zuwachsraten. Auch im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft hat sich das Unternehmen in Position gebracht. Hier liegt Alphabet derzeit zwar noch relativ deutlich hinter Amazon und Microsoft, holt aber auf. In diesem Segment wächst der Konzern kräftig.

Potenzial bieten auch die Aktivitäten im Bereich autonomes Fahren. Daneben expandiert das Konglomerat in immer neue Geschäftsfelder. Um die Chancen, die sich durch das Metaverse ergeben, noch besser nutzen zu können, hat Alphabet den Konzern umorganisiert und eine neue Abteilung ins Leben gerufen.

„Google Labs“ soll innovative Projekte und langfristige technologische „Wetten“ unter einem Dach vereinen. Der Name geht auf ein Innovationslabor zurück, das von 2002 bis 2011 schon einmal existierte. Aus ihm gingen zahlreiche Produkte hervor, wie beispielsweise Google Maps oder Google Docs.

Mit der Datenbrille „Google Glass“ hat sich das Unternehmen schon frühzeitig im VR-/AR-Markt engagiert. Das Projekt brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg, da damals die Zeit noch nicht reif war. Vor einiger Zeit übernahm Alphabet den Datenbrillen-Hersteller North. Mit dessen Technologie könnte der Konzern bald einen neuen Anlauf starten, das Metaverse zu erobern. Alphabet ist sehr breit aufgestellt, um von der Digitalisierung und dem Siegeszug des Metaverse zu profitieren. Beide Aktien – die von Alphabet und die von Amazon – sind aus den genannten Gründen für mich mindestens Kandidaten für die Beobachtungsliste.