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Was Sie unbedingt über Warren Buffett wissen sollten

Inhaltsverzeichnis

Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause starte ich in diesen Tagen meine traditionelle USA-Reise. Hier im Schlussgong werde ich Sie über die Höhepunkte informieren.

Am Samstag dieser Woche findet in Omaha, im US-amerikanischen Bundesstaat Nebraska, die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway statt. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Hauptversammlung. Denn: Berkshire Hathaway ist nicht irgendein Unternehmen.

Berkshire ist die Beteiligungs-Holding der US-amerikanischen Börsenlegende Warren Buffett. Ich besuche diese Hauptversammlung schon seit rund 20 Jahren und werde es auch dieses Jahr wieder tun.

Anlässlich meines Besuchs der Berkshire-Hauptversammlung möchte ich mich in den nächsten Tagen hier im Schlussgong ganz den Themen Buffett und Berkshire sowie dem Value-Investing, der Strategie, die Buffett zu einem der reichsten Menschen dieses Planeten machte, widmen.

Mein Ziel ist es, auch auf dieser USA-Reise wieder ein Value-Schnäppchen für meine Leser zu finden. Dazu aber später mehr. Beginnen werde ich heute mit einem kurzen Portrait über Warren Buffett.

Warren Buffett: So fing alles an

Buffett wurde am 30. August 1930 als zweites Kind des Brokers und späteren Kongressabgeordneten Howard Buffett und dessen Frau Leila in Omaha geboren. Sein erstes Geld verdiente Buffett schon als Kind im Sommer 1936, indem er Coca-Cola-Sixpacks für 25 Cent kaufte und die Einzelflaschen für jeweils 5 Cent wieder verkaufte. Seine Rechnung: 25 Cent investiert, 30 Cent Umsatz = 20% Rendite!

Später verdiente er Geld als Zeitungsbote, mit der Vermietung von Flipperautomaten und dem Verkauf gebrauchter Golfbälle. Seine ersten Erfahrungen mit Geldanlagen und dem Aktienhandel machte er im Unternehmen seines Vaters. Dort erwarb er im Alter von 11 Jahren seine ersten 3 Aktien.

Später studierte er Wirtschaft und traf im Rahmen seines Studiums auf seinen späteren Lehrmeister Benjamin Graham, der als einer der Väter des Value-Investing gilt. Nach Beendigung seines Studiums arbeitete Buffett eine Zeit lang als Wertpapieranalyst bei Graham-Newman, einem Brokerunternehmen, das sein ehemaliger Professor Benjamin Graham mitbegründet hatte.

Im Jahr 1956 gründete Buffett sein erstes eigenes Unternehmen, die Kommanditgesellschaft Buffett Partnership. Er zahlte symbolisch 100 US-Dollar ein und sammelte zusätzlich 105.000 US-Dollar bei Verwandten ein. In der Folge erzielte Buffett Jahr für Jahr beachtliche Renditen von über 20% pro Jahr und mehrte so das in sein Unternehmen eingezahlte Kapital.

Buffett machte viele Menschen zu Millionären

Im Jahr 1969 löste Buffett seine im Jahr 1956 gegründete Buffett Partnership auf und bot seinen Investoren an, ihr Geld in Anteile von Berkshire Hathaway, der heutigen Investment-Holding von Buffett, zum damaligen Kurs von etwa 43 US-Dollar je Anteil zu tauschen.

Aktuell notiert die Berkshire-A-Aktie bei gut 500.000 US-Dollar! Das bedeutet: Wer im Jahr 1969 nur 1.000 US-Dollar in Berkshire-A-Aktien investiert hat, besitzt heute ein Vermögen von knapp 11,8 Mio. US-Dollar!

Und weil Buffett in den vergangenen Jahrzehnten so überaus erfolgreich war, pilgern Jahr für Jahr zehntausende von Anlegern zur Hauptversammlung seiner Beteiligungs-Holding Berkshire Hathaway – so wie auch dieses Wochenende wieder.