+++ Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Bei diesem Technologiewert könnte sich jetzt der Einstieg lohnen

Inhaltsverzeichnis

Ich hatte Ihnen zuletzt geschrieben, dass die extrem schlechte Stimmung unter den Anlegern darauf hindeutet, dass nach der massiven Korrektur eine Erholung nicht mehr weit ist.

Gestern setzte sich die Verkaufswelle zunächst fort. Der DAX verzeichnete ein dickes Tagesminus von fast 4%. Und auch an der Wall Street rutschten die Kurse erst einmal tief in den roten Bereich. Während des Handelsverlaufs kam es jedoch zu einer eindrucksvollen Wende. Der S&P 500, der um bis zu 4% abgerutscht war, ging mit einem kleinen Plus von 0,3% in den Feierabend. Der Nasdaq 100, der zeitweise sogar um 5% eingebrochen war, schloss mit einem Aufschlag von 0,5%.

Die Korrektur ist damit noch nicht vom Tisch. Aber es ist zumindest schon mal ein gutes Zeichen, dass sich die Käufer wieder aus der Deckung trauen. Als Anleger sollte es sich für Sie lohnen, die derzeitige Schwäche zu gezielten Käufen zu nutzen.

Reaktion der Anleger ist überzogen

Die Reaktion der Anleger auf die Erwartung steigender Zinsen ist aus meiner Sicht maßlos überzogen. Zuletzt ging es mit den Kursen auf breiter Front gen Süden. Von der Verkaufswelle besonders betroffen sind aber weiterhin vor allem Technologie- und Wachstumswerte.

Den Zusammenhang hatte ich Ihnen bereits erläutert. Bei Wachstumswerten wird die Zukunft gehandelt. Wächst ein Unternehmen rasant, wird sein Wert an den Ge­winnen bemessen, die es vielleicht in zwei, drei oder fünf Jahren erzielt. Und dieser Wert hängt eben maßgeblich davon ab, wie hoch der Zins ist, mit dem künftige Gewinne abgezinst werden.

Die Kursabschläge mögen halbwegs nachvollziehbar sein, wenn eine Firma noch gar keine Gewinne macht. Aber zuletzt wurde wirklich alles rasiert. Bei Unternehmen, die bereits stattliche Gewinne einfahren und weiter wachsen, halte ich die Reaktion nicht für gerechtfertigt.

Broadcom: Führender Hersteller von Kommunikationschips

So ein Unternehmen ist Broadcom. Der US-Konzern, der vor einigen Jahren durch den Zusammenschluss von Broadcom und Avago Technologies entstand, ist eine große Nummer im Chipsektor. Der Hersteller von Kommunikationschips produziert unter anderem Chips für Smartphones, Rechenzentren oder Netzwerkinfrastrukturen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2020/2021, das im Oktober endete, erzielte Broadcom bei einem Umsatz von 27,45 Mrd. Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 6,74 Mrd. Dollar. In den vergangenen fünf Jahren wuchsen die Gewinne im Schnitt um über 30% pro Jahr. Für die kommenden fünf Jahre prognostizieren Analysten durchschnittliche Gewinnsteigerungen von rund 15% pro Jahr.

Aufwärtstrend ist weiter intakt

Trotz des starken Wachstums ist die Broadcom-Aktie nicht teuer. Auf Basis der Gewinnschätzungen für das kommende Geschäftsjahr liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gerade einmal bei 15. Unter diesem Aspekt sind weitere, deutliche Kursabschläge aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt.

Daher halte ich es für wahrscheinlich, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, wenn sich die Lage an den Märkten wieder beruhigt. Gestern hat die Aktie nahezu punktgenau an der steigenden 200-Tage-Linie nach oben gedreht – ein positives Zeichen. Ich sehe gute Chancen, dass die Broadcom-Aktie in den nächsten Monaten wieder ihr Allzeithoch, das kurz vor dem Jahreswechsel bei rund 678 Dollar erreicht wurde, anvisieren kann.