Coca-Cola Aktie bricht ein: Ronaldo sendet klare Botschaft

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Fußballstar Ronaldo hat einen der Hauptsponsoren der EM düpiert – es ist nicht die einzige Kritik an UEFA-Sponsoren in diesem Turnier. (Foto: Fotazdymak / Shutterstock.com)

Das dürfte Warren Buffett nicht geschmeckt haben. Im Gegensatz zur Börsenlegende aus Omaha ist Fußballstar Cristiano Ronaldo ganz offensichtlich kein Fan der Softdrinks aus dem Hause Coca-Cola.

Ronaldo legt vor, Pogba zieht nach

Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des portugiesischen Auftaktspiels bei der Europameisterschaft blickte Ronaldo die vor ihm aufgestellten Cola-Flaschen missbilligend an – und räumte sie dann kurzerhand ab. Anschließend hielt er eine Flasche Wasser in die laufenden Kameras und forderte mit einem simplen „Agua“ die Fans und Zuschauer dazu auf, Wasser zu trinken anstelle der Süßgetränke, die nicht unbedingt für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt sind.

Damit düpierte der Superstar einen der Hauptsponsoren des Turniers – und er blieb mit dieser Aktion nicht allein. Auch Frankreichs Stammspieler Paul Pogba entfernte kurzerhand das Produkt eines Sponsors von der Pressekonferenz. Zwar ließ er die Cola-Flaschen stehen, doch das Bier der Marke Heineken musste dran glauben.

Coca-Cola Aktie bricht ein – Brausehersteller verliert 4 Mrd. Dollar Börsenwert

Für die Sponsoren sind das denkbar peinliche Momente. Mit ernsthaften Konsequenzen werden aber wohl weder Ronaldo noch Pogba rechnen müssen – zu groß ist ihr Ansehen, zu glänzend ihr Star-Status. Sich mit ihnen öffentlich anzulegen, würde für noch mehr Negativschlagzeilen sorgen.

An der Börse waren die Auswirkungen auch so schon zu spüren: Die Aktie von Coca Cola sackte nach Ronaldos Statement kurzzeitig ab, innerhalb kürzester Zeit wurden so mal eben 4 Milliarden Dollar Kapital verbrannt.

Werbebotschafter für Coke wird Ronaldo wohl nicht

Dass ausgerechnet Hersteller von Süßwaren, zuckerhaltigen Getränken oder Salzgebäck regelmäßig als Sponsoren bei Großevents des Spitzensports auftreten, ist ein durchaus zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite könnte die Diskrepanz kaum größer sein – auf der anderen Seite wird eben doch die nicht gerade kleine Zielgruppe erreicht, die Fußballturniere oder auch Wintersportereignisse vor allem von der heimischen Couch aus verfolgen, und dabei eben nicht selten jene Produkte konsumieren, die im Umfeld stark beworben werden.

Als Werbebotschafter für Coca-Cola wird Ronaldo wohl eher keinen Vertrag bekommen, allerdings scheint er daran auch nicht interessiert zu sein. Warren Buffett hingegen, das „Orakel aus Omaha“ zeigt sich bekanntlich stets gern mit seiner Cherry Coke.

Greenpeace entschuldigt sich für misslungene Aktion

Mit Volkswagen wurde auch ein anderer Großsponsor dieses Turniers kritisiert, die Aktion ging allerdings gründlich schief: Ein Greenpeace-Aktivist hatte über der Münchener Allianz Arena kurz vor Beginn der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich am Dienstag einen Ball abgeworfen – verhedderte sich mit seinem Gleitschirm dann aber in den über das Spielfeld gespannten Drahtseilen für die Kameraführung und verletzte bei seiner Bruchlandung zwei Menschen.

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verdiente der Aktivist es lediglich dem gut sichtbar auf dem Schirm prangenden Logo der Umweltorganisation, dass er nicht vorab von Scharfschützen vom Himmel geholt wurde. Die Kritik an Volkswagen schlug damit vollständig fehl, stattdessen sieht sich Greenpeace selbst nun schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die Organisation hat sich mittlerweile für die Aktion entschuldigt.

Die Handbewegung von Ronaldo war demgegenüber zwar weniger spektakulär – aber wesentlich wirkungsvoller, und zwar auch am Parkett.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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