Dow Jones auf 33.000 Punkte! Kommt jetzt die Korrektur?

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Diese Woche könnte der Hexensabatt in den Hintergrund treten, denn morgen spricht die FED. Entscheidend ist hier, wie es mit der Zinspolitik am Kapitalmarkt weitergeht. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Alle Ziele abgearbeitet! So könnte die Situation im Dow Jones bezeichnet werden. Am Freitag ist Hexensabatt, da werden die Optionen abgerechnet. Wer Calls im Depot hat, wird sich über ein sattes Plus freuen.

Dass die Kurse derart schnell hochgeschoben wurden, hatte die Masse nicht erwartet. Der Anstieg ist auch Zeichen einer Übertreibung und die hat irgendwann einmal ein Ende.

Dow Jones im Tageschart: 33.000 Punkte sind erreicht

Die beiden grünen Striche im Chart waren meine Zielmarken aus einer Chartformation. Irgendwie ist es auch verständlich, dass die Kurse nicht bei den eingezeichneten 32.922 Punkten aufhörten laufen. Wenn wir so nahe an der 33.000 sind, sollten wir die auch noch kurz mitnehmen. Einfach, weil dort sicherlich noch einige Stops liegen.

Das offizielle Tageshoch wird derzeit bei 33.005 Punkte notiert. Eine stabile Leistung des Dow Jones. Zum Jahresbeginn lagen wir noch unter 30.000 Punkten! 3.000 Punkte Zugewinn in zweieinhalb Monaten kann sich sehen lassen und wird bisher nur getoppt von der V-Erholung nach dem Corona-Crash. Da stiegen innerhalb derselben Zeitspanne um satte 9.000 Punkte!

Aber wie geht es jetzt weiter? Wird der Dow müde und konsolidiert ein paar Wochen? Ein Rücklauf an die eingezeichnete Aufwärtstrendlinie wäre durch gesund. Die verläuft Ende März bei 31.800 Punkten. Das sind ja nur gut 1.000 Punkte Abstand! Eine solche Strecke kann der Dow in zwei Tagen zurücklegen. Wundern Sie sich also nicht, wenn wir plötzlich zwei große rote Kerzen im Chart sehen.

Was macht der DAX?

Der hat sein Allzeithoch heute ebenfalls ausbauen können. Wie beim Dow Jones, ging es nur noch einen kleinen Schnaps auf die letzten Höchststände oben drauf. Aber das reicht, um einen neuen Rekord aufzustellen. 14.601 Punkte laut Xetra. Auch hier musste es offiziell über die runde Marke gehen.

Beim großen Verfall am Freitag dieser Woche geht es jetzt um viel. Die größten Call-Optionen sind alle meilenweit im Plus. Vermutlich haben die Stillhalter sich bereits letzte Woche abgesichert und dadurch den DAX nach oben gezogen. Inzwischen wurden aber auch schon wieder viele Call-Positionen aus dem Markt genommen. Eventuell ein Zeichen dafür, dass die Inhaber dieser Optionen mit dem Ergebnis zufrieden waren und sich keinen weiteren großen Anstieg im DAX vorstellen können.

Das geht mir ähnlich. Aber nur, weil ich mir etwas an der Börse nicht vorstellen kann, ist es trotzdem machbar. Das hat auch der Anstieg im Dow bewiesen. Dass der meine Zielmarken irgendwann erreicht, daran konnte ich schon glauben. Nur nicht so schnell. Deshalb war ich hier nicht mit von der Partie.

Fazit:

Eine Woche mit großem Verfall bedeutet üblicherweise noch eine Chance auf größere Marktbewegungen. Diesmal könnte der Hexensabatt aber vorerst in den Hintergrund treten, denn morgen spricht die FED in Form von Jerome Powell. Wie es hier weitergeht mit der Zinspolitik – vor allem am Kapitalmarkt – könnte entscheidender sein, als zu welchem Preis die Optionen abrechnen. Auch wenn die ersten beiden Tage der Woche eher ruhig waren, gehen Sie nicht davon aus, dass es so bleibt!

Wenn Sie jetzt traden, reduzieren Sie in diesen Tagen lieber die Positionsgröße, denn die Ausschläge könnten größer werden.

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Wall Street – Dow Jones Szenario könnte aufgehen!Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters John Gossens Daily Dax. Täglich analysiere ich zwei Mal für Sie die internationalen Aktienmärkte und morgens starten wir immer mit dem Blick… › mehr lesen


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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