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Dow Jones im Minus: Anleger misstrauen Fed-Ankündigungen

Inhaltsverzeichnis

Die Fed beherrscht die Wall Street. Besonders deutlich wurde das in der vergangenen Woche.

Am Mittwoch verkündete die US-Notenbank ihren nächsten Zinsschritt. Wie allgemein erwartet, hoben die Währungshüter den Leitzins um 50 Basispunkte auf 0,75 bis 1,0 Prozent an. Erleichtertes Aufatmen am Parkett war die unmittelbare Folge: keine böse Überraschung, die Wall Street legte kräftig zu.

Folgen bald drastischere Zinsschritte?

Doch das Hoch war nur von kurzer Dauer. Obwohl die Notenbanker bekräftigten, keinen Zinsschritt von mehr als 0,5 Prozent zu planen, trauen Börsianer diesen Ankündigungen nicht so recht über den Weg.

Denn tatsächlich befindet sich die Fed in einer Zwickmühle, genau wie andere Notenbanken: Um die Inflation zu bekämpfen, muss sie an der Zinsschraube drehen und insgesamt ihre bislang expansive Geldpolitik deutlich straffen. Auf der anderen Seite drohen derartige Schritte, die konjunkturelle Erholung abzuwürgen, die mit dem Ende der meisten Corona-Beschränkungen so dringend nötig wäre.

Wall Street beendet Handelswoche im Minus

Nicht wenige Marktteilnehmer fürchten nun, da die Fed den Kurs der Zinserhöhungen seit März eingeschlagen hat und weitere Anhebungen für das laufende Jahr in Aussicht gestellt hat, dass diese auch höher ausfallen könnten. Ein Zinssprung von mehr als 0,5 Prozent auf einmal käme an den Märkten gar nicht gut an – das lässt sich bereits jetzt ablesen am Kursverlauf der wichtigsten US-Indizes. Diese sind aufgrund entsprechender Befürchtungen zum Ende der vergangenen Handelswoche in die Verlustzone gerutscht.

So beendeten der Leitindex Dow Jones und der breiter gefasste S&P 500 die Handelswoche jeweils mit Abschlägen von rund 0,2 Prozent. Deutlicher abwärts ging es einmal mehr für den Auswahlindex der Technologiebörse Nasdaq: Hier lag das Minus auf Wochensicht bei 1,3 Prozent.

Damit setzt sich der allgemeine Abwärtstrend an den Aktienmärkten fort, der bereits seit Beginn des Jahres eingesetzt hat. Seit dem Jahreswechsel hat der Dow Jones um 10 Prozentpunkte nachgegeben. Der S&P 500 hat im gleichen Zeitraum rund 14 Prozent eingebüßt. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es mit rund 23 Prozent noch deutlich kräftiger bergab.

Teuerungsraten im April: Neue Inflationsdaten diese Woche erwartet

Für Verunsicherung sorgt unter anderem die nach wie vor angespannte Situation der globalen Lieferketten. Ein Mangel an Rohstoffen und fehlender Nachschub von Bauteilen lässt die Preise in die Höhe schnellen, für Erzeuger wie Verbraucher gleichermaßen. Die geopolitischen Verwerfungen westlicher Staaten mit Russland wegen des Krieges in der Ukraine verschärfen die Situation zusätzlich und lassen die ohnehin schon hohen Energiepreise weiter steigen. Unternehmen und Privathaushalte ächzen unter der finanziellen Mehrbelastung, die im März mit 8,5 Prozent in den USA so hoch ausfiel wie seit mehr als 40 Jahren nicht.

Neue Inflationsdaten für den Monat April werden in dieser Woche erwartet. Manche Beobachter halten den Zenit für überschritten, andere halten eine Entspannung kurzfristig für unwahrscheinlich. Der Blick auf die Entwicklung der Verbraucherpreise könnte wiederum das künftige Vorgehen der Federal Reserve beeinflussen.