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Dow Jones setzt Talfahrt fort – 8. Verlustwoche in Folge

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Die Stimmung an der Wall Street bleibt angespannt. Abermals sah es in der vergangenen Woche nach herben Kursverlusten aus. Doch am Freitag hellte sich die Stimmung der Anleger merklich auf, die Indizes drehten ins Plus – zumindest der Dow Jones und der weiter gefasste S&P 500 konnten mit minimalen Gewinnen den Handelstag beenden. Die Technologiebörse Nasdaq hingegen schnitt einmal mehr schwächer ab als der restliche Markt und ging 0,3 Prozent schwächer aus dem Handel.

Gefangen zwischen Inflations- und Konjunktursorgen

Doch der Schwung zum Wochenausklang kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt nach wie vor die Bären an der Wall Street regieren: Mit einem Minus von 2,9 Prozent verzeichnete der Dow Jones die achte Verlustwoche in Folge. Für den S&P 500 ging es um 3 Prozentpunkte abwärts, der Nasdaq gab auf Wochensicht mit 3,8 Prozent noch stärker nach.

Dominiert werden die Märkte auch jenseits des Atlantiks von den zinspolitischen Entscheidungen der Notenbanker. Ihnen obliegt die kaum zu lösende Aufgabe, auf der einen Seite die galoppierende Inflation einzudämmen, ohne auf der anderen Seite die Konjunktur abzuwürgen. Es ist ein wackliger Drahtseilakt, den die Währungshüter vollführen müssen – und niemand kann den Erfolg oder Misserfolg ihrer Entscheidungen vorhersehen. Zu viele unberechenbare Variablen können die Gemengelage in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen.

Fed plant weitere Zinsschritte im laufenden Jahr

Als besondere Risikofaktoren im Fokus stehen dabei weiterhin der Krieg in der Ukraine und die Eskalation mit Russland sowie auch die Null-Covid-Strategie der chinesischen Regierung, die die angespannten globalen Lieferketten zusätzlich unter Druck setzt.

Die Inflationsrate in den USA lag zuletzt bei mehr als 8 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit mehr als 4 Jahrzehnten. Zugleich wächst die Angst vor einer Rezession – zumal die Federal Reserve für das laufende Jahr noch mehrere weitere Zinsanhebungen in Aussicht gestellt hat.

Ausverkauf an der Wall Street betrifft vor allem Technologiewerte

Bereits seit Monaten herrscht die pure Panik an den Märkten. Es geht immer weiter abwärts. So hat der Dow Jones seit Jahresbeginn rund 15 Prozentpunkte eingebüßt. Der S&P 500 notierte zuletzt knapp 20 Prozent unter dem Niveau von Anfang Januar. Auch auf lange Sicht trifft es die Technologiebörse Nasdaq besonders hart: Auf fast 30 Prozent türmt sich das Minus des Auswahlindex Nasdaq-100 seit dem Jahreswechsel mittlerweile. Eine Trendumkehr ist bis dato nicht in Sicht.

Tatsächlich stehen gerade die US-Technologieriesen unter Druck. Sie zählten vielfach zu den großen Profiteuren der Pandemie, als sich Unternehmen wie Privathaushalte digital neu aufstellen mussten. Doch mit dem Wegfall vieler Beschränkungen scheint auch das Interesse an den Angeboten aus dem Silicon Valley zurückzugehen.

Apple nicht mehr wertvollstes Unternehmen der Welt

Im vergangenen Oktober geriet Amazon am Parkett massiv unter Druck, Anfang Februar traf es Facebook und zuletzt enttäuschte Googles Mutterkonzern Alphabet seine Anleger mit der Quartalsbilanz.

Selbst Apple wird nicht geschont: In der vergangenen Woche wurde der iPhone-Hersteller vom Thron gestoßen, als der Ölmulti Saudi Aramco den Kultkonzern aus Cupertino als wertvollstes Unternehmen der Welt mit Blick auf die Marktkapitalisierung ablöste. Saudi Aramco brachte es auf einen Börsenwert von 2,42 Billionen US-Dollar und lag damit vor Apple, das am gleichen Tag „nur“ 2,37 Billionen Dollar auf die Waage brachte.