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Dow Jones trotz Zinsdruck mit Gewinnen

Inhaltsverzeichnis

Die Fed macht Tempo bei der Zinswende – und bremst damit die US-Aktienmärkte aus.

Weil sich zuletzt die Konjunkturdaten, unter anderem die Arbeitslosenzahlen, recht robust entwickelten, sehen die Notenbanker Spielräume für eine schnellere Straffung der Geldpolitik. Erst kürzlich hatten die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell den US-Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben – zum ersten Mal seit 2018.

Kommen die US-Zinssprünge schneller und höher?

Dass dies nicht der letzte Zinsschritt in diesem Jahr gewesen sein dürfte, war allen Beobachtern klar. Nun aber könnte es ganz schnell gehen. Auch größere Zinsschritte von 0,5 Prozent seien denkbar, wenn die Konjunkturentwicklung dies hergebe, so der Tenor von Seiten der Fed.

Aktionäre reagierten nervös auf entsprechende Äußerungen. Steigende Zinsen belasten nicht nur Unternehmen und Privatverbraucher, die Kredite aufnehmen oder zurückzahlen müssen. Darüber hinaus machen sie andere Anlageformen wieder rentabler und damit attraktiver, wodurch insbesondere riskante Wertpapiere weniger stark nachgefragt werden.

US-Leitzins noch vor Jahresende bei 3 Prozent?

Noch in diesem Jahr könnte der US-Leitzins in mehreren Schritten auf etwa 3 Prozent ansteigen. Aktuell liegt der Leitzins nach der jüngsten Anhebung in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Eine raschere Zinserhöhung könnte auch die Europäische Zentralbank unter Zugzwang setzen. Sie hält bislang noch an ihrer Nullzinspolitik fest, hat aber eine Kehrtwende für die zweite Jahreshälfte angedeutet – ohne dabei jedoch konkret zu werden. Wann und in welchem Umfang auch im Euroraum die Zinsen steigen, ist bis dato also noch ungewiss.

Unterdessen beendete der Dow Jones bereits die zweite Woche in Folge mit leichten Gewinnen, auch der breiter gefasste S&P 500 konnte ein Wochenplus verbuchen. Demgegenüber standen die Technologiewerte der Nasdaq erneut auf den Verkaufszetteln der Anleger.

Tech-Werte weiterhin auf Verkaufszetteln – Nasdaq gibt erneut nach

Mit einem Stand zum Ende der Handelswoche von rund 34.860 Zählern hat der Dow Jones seit Beginn des Jahres fast 5 Prozent eingebüßt. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich auch der S&P 500 in der Verlustzone. Die Tech-Börse Nasdaq hingegen schmiert zweistellig ab, zuletzt lag der Auswahlindex bei gut 14.750 Punkten.

Das alte Börsensprichwort, wonach politische Börsen kurze Beine haben, bewahrheitet sich in diesem Auftaktquartal nicht. Die Berichtsaison, in der die Unternehmen ihre Bilanzen für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt haben, verlief in vielen Fällen besser als die Entwicklung der jeweiligen Aktienkurse vermuten lässt.

Ukrainekrieg dominiert Marktgeschehen im Auftaktquartal

Geprägt wurde das Geschehen an den Märkten jedoch sehr wesentlich vom Kriegsgeschehen in der Ukraine. Seither sind Lieferketten unterbrochen worden, harte Wirtschaftssanktionen in Kraft getreten und Energiepreise in die Höhe geschnellt.

Gerade die rasante Inflationsentwicklung ist es nun auch, die die US-Notenbanker dazu veranlasst, bei der Zinswende aufs Tempo zu drücken – und alles rauszuholen, was die Konjunktur gerade zulässt.