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VIX springt nach oben: Wie groß ist die Gefahr für die Börsen?

Inhaltsverzeichnis

Holen Sie sich schon einmal Ihre Cracker! Wir steuern auf den nächsten Dip zu. Ganz so lecker wird es diesmal vielleicht nicht ausgehen, wenn ich mir die Charts so anschaue. Einige große Spieler, wie beispielsweise Facebook könnten bereits jetzt schon wieder nach oben drehen. Aber erstens ist das nicht sicher und die Masse macht bereits neue Tiefs.

Deshalb sollten wir auch gedanklich auf die Euphoriebremse treten. Noch beruhigen sich die Märkte nicht. Gang im Gegenteil. Der VIX steigt heute um 16 Prozent. An dem können wir uns orientieren. Hier ist auf jeden Fall klar zu sehen, ab wann es eine Beruhigung geben kann und davon sind wir noch weit entfernt.

VIX im Tageschart

Dieser Volatilitätsindex gibt uns die erwartete Schwankungsbreite des Marktes an. Je höher die Werte, desto mehr wackeln die Kurse. Wie Sie sehen können, haben wir hier eine deutliche Trendlinie, an der die Kurse seit Monaten nach oben klettern.

(Quelle: Tradingview.com)

Sobald diese nach unten durchbrochen wird, haben wir eine große Chance auf Ruhe an den Märkten mit wieder schier langweilig steigenden Kursen. So wie es vor der Pandemie war. Das ist derzeit aber nicht abzusehen, wann das soweit sein wird. Eines ist klar. Es braucht einiges an Entschärfung in der Geopolitik, damit der VIX neue Tiefs machen kann.

Dow Jones Transportation Average im Wochenchart

Das hier ist nicht der übliche Dow Jones, sondern hier geht es rein um Unternehmen, die Waren transportieren. Das hat insofern den Vorteil, dass Sie sehen können, in welche Richtung sich die Wirtschaft bewegt. Einfach ausgedrückt: Wird viel Umsatz gemacht und viel gekauft, muss viel transportiert werden.

Das funktioniert aber auch andersherum. Gibt es ausreichend Rohstoffe? Dann kann der Nachfrage entsprochen werden. Fehlt Material, dann kann dies nicht per Luft, Straße oder Schiene transportiert werden und der Index fällt.

(Quelle: Tradingview.com)

In der Wochenansicht sehen Sie, dass die Kurse bis zu Corona fast nur seitwärts liefen in den Monaten davor. Dann gab es einen Crash auf rund 6.500 Punkte und danach einen gigantischen Anstieg. Eine Verdoppelung. Wir sind immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die Transportunternehmen haben also dank der Pandemie wesentlich an Wert gewinnen können.

Solange wir hier nicht unter die letzten wichtigen Tiefs bei 14.000 Punkte fallen, ist auch noch alles in Butter. Als Frühwarnung dient der Index leider nicht, wie wir beim Corona-Beispiel sehen. Davor wurde nur deutlich, dass die Kurse Probleme haben, wenn es darum geht, neue Hochs zu machen.

Fazit

Neue Tiefs gibt es reichlich bei den Indizes. Von einem attraktiven Dip sind wir noch weit weg. Auch der DAX hat seinen Drahtseilakt beendet, den ich Ihnen gestern gezeigt hatte. Das Gap-Close bei 13.917 Punkten könnte jetzt die nächste Zielmarke sein. Der Markt ist auf jeden Fall angezählt. Nur ganz wenige Gewinner gab es heute. Darunter RWE. Die stehen kurz vor einem Mehrjahreshoch.