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Zaubert der Dow Jones uns ein Weihnachtsgeschenk?

Inhaltsverzeichnis

Eigentlich wollte ich den Titel heute nehmen: „Es gibt keinen Weihnachtsmann und auch keine Rallye!“ Aber vielleicht lesen Ihre Kinder ja mit und das muss dann nicht sein. Meine kann noch nicht lesen, das „A“ erkennt sie aber schon. Egal ob an der Apotheke oder auf Kleidung mit Text.

Diese Mustererkennung ist zwar teilweise trügerisch, aber an der Börse durchaus von Vorteil. Denn wir hören immer wieder, wie die Algorithmen den Handel bestimmen. Und die arbeiten einfach nun einmal nach Mustern. Mustern, die ihnen von Programmieren beigebracht wurden.

Deshalb sollten wir im selben Fahrwasser schwimmen und nicht gegen den Strom. Ein auffälliges Muster baut gerade der Dow Jones und insofern schlage ich vorzeitig Alarm.

Dow Jones im 4-Stunden-Chart

Wir basteln uns hier ein Dreieck, in dem die Kurse immer enger schwanken. Der Punkt 1 ist das Allzeithoch bei knapp 36.600 Punkten. Das Tief liegt etwa bei 34.000.

Wir haben somit eine Höhe von 2.558 Punkten. Das ist der wichtige Faktor. Früher oder später werden die Kurse aus diesem Dreieck ausbrechen und oft genug folgt dann diese Höhe in Ausbruchsrichtung.

Der Ausbruch muss aber nachhaltig sein. Dreiecke tricksen uns gerne einmal aus mit Fehlausbrüchen. Die beiden Trendlinien treffen sich bei mir im Chart übrigens am 21.1.22. Bis dahin haben die Kurse dementsprechend Zeit, sich für eine Richtung zu entscheiden.

Der Plan schaut wie folgt aus: Wir warten bis die Kurse nach oben oder unten ausgebrochen sind und dabei idealerweise die letzten wichtigen Hoch- oder Tiefpunkte überwinden. Dann legen wir das Lineal noch einmal an den Ausbruchspunkt an und addieren 2.558 Punkte in die jeweilige Richtung.

Brechen die Kurse beispielsweise bei 36.000 Punkten nach oben aus, können wir dann als Ziel den Bereich um 38.558 Punkte nehmen.

Andersherum funktioniert das Spiel genauso. Fallen die Kurse bei 35.558 Punkten aus dem Dreieck nachhaltig nach unten, haben ein mögliches Ziel bei 33.000 Punkten. Es kann also einiges an Strecke geben, sobald wir die aktuelle Konstellation verlassen.

Idealerweise gibt es davor noch eine weitere Anlaufstelle an der oberen Trendlinie, um dieses Muster zu aktivieren. Plumpsen die Kurse jetzt einfach unter die untere Trendlinie, können wir den Plan in den Papierkorb entsorgen.

Wenn wir Muster traden wollen, müssen wir uns an deren Spielregeln halten. Das ist natürlich langweilig und für viele Anleger schwierig, aber nur so können Sie auch langfristig profitable Muster für sich nutzen. Zu viel Kreativität ist beim Trading schädlich für das Konto, wenn es auch noch so verlockend ist. Trading bedeutet auch Lernen und das machen wir jedes Jahr.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Weihnachten. Lassen Sie die Börse die nächsten Tage links liegen. So viel passiert in den kommenden Handelstagen in den meisten Fällen sowieso nicht.

Zwischen den Jahren schauen wir noch einmal auf die Kurse und überlegen uns, was da neue Jahr für Chancen bieten kann.