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Schnäppchenjäger aufgepasst: Meta Aktie nach Kursrutsch auf Erholungsrally?

Inhaltsverzeichnis

Seit etwas mehr als einem Monat hält der Krieg in der Ukraine die Welt nun schon in Atem. Längst dominiert das Thema auch das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten.

Sanktionen westlicher Bündnispartner treffen die russische Wirtschaft hart, bleiben aber auch für die Unternehmen aus den USA und Europa selbst nicht ohne Folgen. Zahllose Firmen aus etlichen Branchen haben inzwischen ihr Russlandgeschäft auf Eis gelegt, Filialen geschlossen, Fabriken heruntergefahren und Exporte gestoppt. Von McDonalds bis Ikea stehen die Menschen in Russland nun vor geschlossenen Türen.

Russland schaltet Facebook und Instagram ab

Doch auch im virtuellen Raum sind die Auswirkungen spürbar. So hatte Facebook-Mutterkonzern Meta bereits wenige Tage nach Beginn des Krieges russische Staatsmedien auf seinen europäischen Kanälen blockiert. Darüber hinaus wurden die Richtlinien gelockert: Aufrufe zur Gewalt gegen russische Militärangehörige wurden in der Ukraine nicht mehr blockiert, sondern zugelassen.

Die russische Seite reagiert inzwischen ihrerseits mit Gegenmaßnahmen – und hat, wie zuvor bereits erwartet, in der vergangenen Woche die Meta-Plattformen Facebook und Instagram kurzerhand abgeschaltet.

Anleger müssen monatelang schlechte Nachrichten verkraften

Beide Netzwerke gelten in Russland nun offiziell als „extremistisch“. Der Messenger WhatsApp, der ebenfalls zum Meta-Konzern gehört, ist von dem Verbot nicht betroffen, wie das zuständige Gericht in Moskau Anfang vergangener Woche mitteilte. Neben Facebook und Instagram ist auch der Kurznachrichtendienst Twitter in Russland nicht mehr erreichbar. Twitter ist jedoch ein eigenständiges Unternehmen und nicht Teil der Meta-Familie.

Am Parkett kam das Verbot in Russland gar nicht gut an. Zwar ist das Land als Markt für Facebook – wie auch für viele andere westliche Unternehmen – nicht von herausragender Bedeutung, wirtschaftlich sind die Schritte durchaus verschmerzbar. Doch für Anleger ist es eine weitere schlechte Nachricht, die sich in die Meldungen der vergangenen Monate einreiht.

Facebook hat ein Nachwuchsproblem

Im Herbst hatte Facebook mit den Enthüllungen einer ehemaligen Mitarbeiterin zu kämpfen, die vieles, was gerüchteweise längst mehr oder weniger bekannt war, mit internen Dokumenten zu belegen wusste. Ihre Berichte legten nahe, dass das Netzwerk den eigenen Profit über das Wohlergehen seiner Nutzer stellt und etwa gefährdende Inhalte bewusst in Kauf nimmt.

Um den Jahreswechsel herum geriet die Meta Aktie, gemeinsam mit vielen anderen Tech-Werten, insgesamt massiv unter Druck. Einen individuellen Börsencrash erlebte das Papier Anfang Februar mit der Vorlage der Geschäftszahlen für das zurückliegende Jahr: Im Schlussquartal konnten demnach kaum neue Nutzer hinzugewonnen werden, Facebook überaltert, Konkurrenten wie TikTok sind – gerade bei den jüngeren Nutzern – mittlerweile beliebter. Binnen kürzester Zeit verpufften daraufhin einige Milliarden Dollar an Börsenwert.

Politisch und wirtschaftlich steigt der Druck

Hinzu kommen Hürden, die den Meta-Plattformen von externer Seite das Leben schwer machen. Dazu zählt unter anderem die Opt-In-Funktion, die Apple seit einiger Zeit für seine Geräte anbietet. Mit ihr lässt sich das Tracking, also die Nachverfolgung von Onlineaktivitäten stark einschränken. Wenn Facebook aber seinen Nutzern nicht mehr auf Schritt und Tritt durchs Netz folgt, können deren Interessen schlechter analysiert und vermarktet werden. Die Folge: Werbeanzeigen sind weniger zielgerichtet und passgenau, Werbekunden zahlen dementsprechend weniger. Das Anzeigengeschäft aber ist nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle für Facebook.

Auch von politischer Seite hat das Unternehmen immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen. Unter anderem die Europäische Union arbeitet an juristischen Schritten, um die Marktmacht von Meta und anderen Tech-Giganten zu begrenzen.

Meta Aktie eingebrochen – Analysten sehen Gewinnchancen für Schnäppchenjäger

Angesichts dieser Gemengelage verwundert es kaum, dass die Meta Aktie innerhalb der letzten 6 Monate um knapp 40 Prozent eingebrochen ist von 350 auf nur noch rund 220 US-Dollar. Nun aber zeichnet sich allmählich eine Gegenbewegung ab: Allein in der vergangenen Woche konnte die Meta Aktie um fast 10 Prozent zulegen, auch auf Monatssicht notiert das Papier gut im Plus.

Vieles spricht nach Ansicht von Analysten dafür, dass die kurzfristige Erholungsrally den Kurs auf über 250 Dollar treiben könnte. Langfristig sehen sie durchaus noch stärkeres Potenzial. Die meisten Aktien empfehlen die Meta Aktie derzeit zum Kauf, das Kursziel liegt im Schnitt bei gut 320 Dollar.