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Wie es mit der Facebook-Aktie weitergeht

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Wenn Sie WhatsApp nutzen, haben Sie vielleicht auch bemerkt, dass der Nachrichten-Dienst zu Wochenbeginn über mehrere Stunden nicht erreichbar war. Mit Instagram und Facebook waren weitere Dienste des amerikanischen Tech-Giganten außer Betrieb.

Für Facebook ist das nicht gerade ein Ruhmesblatt. Das und die Tatsache, dass vor allem Technologiewerte zuletzt auf der Verkaufsliste der Anleger standen, sorgten für einen deutlichen Rücksetzer. Für Anleger mit Weitblick dürfte die Schwäche eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen. Denn an den guten langfristigen Perspektiven für Facebook ändert sich nichts.

Störung der Facebook-Dienste

Die Störung der Facebook-Dienste am Montag dauerte rund sechs Stunden. Grund war laut Facebook ein “Konfigurationsfehler”. Pro Stunde entgingen dem Unternehmen dadurch mehr als 10 Mio. Dollar an Werbeeinnahmen.

Doch nicht nur wegen dieses Ausfalls sorgte Facebook für Schlagzeilen. Das Unternehmen geriet aufgrund von Vorwürfen einer ehemaligen Mitarbeiterin in einem Artikel im “Wall Street Journal” in die Kritik. Demnach könne Instagram negative Auswirkungen auf Teenager haben. Die App, über die User Fotos veröffentlichen, könne für Essstörungen und Depressionen vor allem bei jungen Mädchen sorgen.

Kräftiges Wachstum sorgt für hohe Kurssteigerungen

Auch wenn es immer wieder Kritik an dem Social-Media-Konzern gibt, ist das Unternehmen überaus erfolgreich unterwegs. Aktionäre der ersten Stunde können sich über hohe Gewinne freuen. Gegenüber dem Ausgabepreis beim Börsengang 2012 bei 38 Dollar hat sich der Aktienkurs in der Spitze verzehnfacht.

Basis für diese imposante Kursentwicklung ist das rasante Wachstum. In den vergangenen fünf Jahren hat Facebook den Gewinn um durchschnittlich 42% pro Jahr gesteigert. Wenngleich sich dieses Tempo nicht ganz aufrechterhalten lässt, wächst der US-Konzern weiterhin rasant.

Bei den Werbeeinnahmen gibt es nach wie vor reichlich Luft nach oben. Vor allem WhatsApp und der Facebook Messenger sind bislang noch nicht vernünftig monetarisiert worden. Für die kommenden fünf Jahre prognostizieren Analysten durchschnittliche Gewinnsteigerungen von 29%. Und dabei ist die Facebook-Aktie verglichen mit anderen Technologie-Schwergewichten mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 sogar vergleichsweise günstig bewertet.

Aufwärtstrend trotz Rücksetzer ungebrochen

Ihren bisherigen Höchststand hat die Facebook-Aktie Anfang September bei gut 384 Dollar erreicht. Von hier aus kam es im Zuge der allgemeinen Marktschwäche zu einer scharfen Korrektur. Bis Montag korrigierte der Kurs um bis zu 16%, drehte gestern aber unweit der steigenden 200-Tage-Linie nach oben und ging auf Erholungskurs.

Ich sehe gute Chancen, dass die Aktie im Bereich des Gleitenden Durchschnitts einen Boden ausbilden und von hier ihren langfristigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen kann. Gelingt die Wende, könnte schon bald wieder das Allzeithoch bei 384 Dollar in den Fokus rücken. Wird das geknackt, sind mittelfristig Notierungen im Bereich von 425 Dollar realistisch.