Diese Aktie trägt einen großen Namen

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Als Lenovo noch IBM war prägten die Laptops Generationen von Nutzern. Als robust und nahezu unkaputtbar galten die Arbeitstiere. In der Tat dürfte manch eine Fliese gesprungen sein, nachdem ein tragbarer Computer von IBM auf sie gefallen ist. Doch das ist seit vielen Jahren Geschichte. Heute ist IBM in erster Linie als Dienstleister tätig. Etwa wird die Digitalisierung der Verwaltung mit IBM in Verbindung gebracht.

Wie viel vom alten Glanz bei IBM noch übrig ist, erklären wir in unserer Analyse. Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich: IBM (International Business Machines) bietet als weltweit führender IT-Konzern eine breite Palette von Dienstleistungen (Outsourcing, Webhosting), Lösungen, Software und Technologien bis hin zu Finanzierungen an. Die Produktpalette umfasst Hardware (Workstations, Server, Mainframerechner, Drucker, Mikroelektronik, Speichersysteme, Netzwerke), Software (E-Commerce, Datenbanken) und Dienstleistungen im IT-Bereich.

Das sagen die Zahlen

Im 1. Quartal konnte IBM den Umsatz um 7,7% auf 14,2 Mrd $ steigern. Die Sparte Software, die vor allem von dem Linux-Spezialisten Red Hat getragen wird, konnte um 12% auf 5,8 Mrd $ wachsen. Die Sparte Consulting steigerte den Umsatz um 13% auf 4,8 Mrd $. Die Sparte Infrastructure schrumpfte um 2% auf 3,2 Mrd $. Financing lag mit 154 Mio $ 26% unter dem Vorjahreswert. Mit 733 Mio $ lag der Gewinn 24% unter dem Vorjahresergebnis.

Dies war das erste volle Quartal, seit IBM die unrentable ITInfrastruktur-Sparte als eigenes Unternehmen mit dem Namen Kyndryl an die Aktionäre übergeben hat. Während des Quartals wurde außerdem das Geschäft mit Anwendungen der künstlichen Intelligenz Watson im Gesundheitswesen verkauft. IBM gibt an, dass der um die verkauften Geschäftsbereiche bereinigte Gewinn bei 662 Mio $ und damit 64% über dem Vorjahreswert liegt. Das Unternehmen hat große Ankündigungen zu seinen Quantencomputern gemacht. Innerhalb der nächsten 3 Jahre soll die Leistung der Systeme verzehnfacht werden.

Quantencomputer als Zukunftsthema

Außerdem geht IBM davon aus, die Fehleranfälligkeit von Quantencomputern in den Griff zu bekommen. Sie sind zwar enorm leistungsstark, können aber fehlerhafte Ergebnisse liefern, die sich bis heute noch nicht zufriedenstellend entdecken und korrigieren lassen. In den kommenden Jahren möchte IBM eine bessere Fehlerminderung und -unterdrückung einführen.

Ab 2026 sollen dann Systeme mit einer echten Fehlerkorrektur verfügbar sein, was der kommerziellen Nutzung von IBMs Quantencomputern einen enormen Schub verleihen würde. Das alles bleibt aber Zukunftsmusik. Real ist dagegen die Dividende. Diese ist mit einer Dividendenrendite von 4,6% sehr ordentlich.